"Als AktivistIn lebt man in Südafrika gefährlich!"
Interview in der iz3w mit Ashraf Cassiem und Mncedisi Twalo über Privatisierung vor der Fussball WM.
Ashraf Cassiem und Mncedisi Twalo leben in einem Township in Kapstadt. Als Aktivisten der "Western Cape Anti-Eviction Campaign" kämpfen sie gegen die Zwangsräumungen von Häusern und gegen die zunehmende Privatisierung von öffentlichen Gütern und Plätzen. Der Dokumentarfilm "Im Schatten des Tafelberges" porträtiert die Kampagne und zeigt die beiden bei ihrer "Arbeit".
Zur Zeit touren die beiden Protagonisten des Dokumentarfilms "Im Schatten des Tafelberges" in europäischen Städten. Siehe auch: http://dok-werk.com
Radiointerview mit Ashraf Cassiem und Mncedisi Twalo - Danke an Radio Dreyeckland!
Ich habe den Tod gesehen und mich für das Leben entschieden
Tonbeiträge zum Thema "Verkannt & Vergessen -
die Rollen der Geschlechter im Krieg"
Kriege sind ein weitgehend männlich besetzter Bereich. Weibliche Rekurtinnen werden noch immer als Ausnahme angesehen.
Das zeigt, dass die Rollen der Geschlechter im Krieg weithin mit Stereotypen belegt sind: Frauen werden primär
als passive, bemitleidenswerte Opfer wahrgenommen, während Männer die Macher sind und erbittert kämpfen. Diese Rollenmuster
und Erwartungshaltungen bleiben übrigens auch in Friedenszeiten wirksam. Die bei Radio Dreyeckland ausgestrahlte Sendung Verkannt & Vergessen - die Rollen der Geschlechter im Krieg von
La Radio
beschäftigte sich mit Frauenbildern und Männlichkeitskonzepten in Vorkriegs- und Nachkriegsgesellschaften. Und mit den Brüchen darin.
Ausschnitte aus dem Buch
"Sie nahmen mir die Mutter und gaben mir ein Gewehr"
von China Keitetsi aus Uganda, erschienen im Ullstein Verlag (Foto: Ekstra Bladets Forlag)
Teil 1 - 11 Minuten / Teil 2 - 8 Minuten
Interview mit der Ethnologin Rita Schäfer,
Autorin des Buches "Frauen und Kriege in Afrika"
Teil 1 - 17 Minuten / Teil 2 - 23 Minuten
Statements von drei ehemaligen RekrutInnen aus Sierra Leone
aus einem Dokumentarfilm von Meira Asher
18 Minuten
MedienanalyseFrauenbilder und Männlichkeitskonzepte
in der Medienberichterstattung über kriegerische Konflikte
11 Minuten
Ausgedient? Die Rollen der Geschlechter im Krieg
Dossier der nord-südpolitischen Zeitschrift iz3w
Das Dossier fragt danach, wie die Geschlechterrollen während, vor und auch nach dem Krieg in Bewegung geraten, wie sie zur Militarisierung einer Gesellschaft beitragen, welche Männlichkeits- konzepte und Frauenbilder bei der immer individuellen Entscheidung, Gewalt auszuüben oder zu unterlassen, wirksam werden.
Geschlechterkonstellationen sind bereits vor dem eigentlichen Beginn eines Krieges wirkungsmächtig. Dabei ist das Geschlechterverhältnis einerseits Kontinuitäten unterworfen: Bestimmte Muster und Rollen sowie individuelle und soziale Verhaltensweisen sind bereits vor den amtsdatierten Kriegsausbrüchen charakteristisch. Andererseits geraten eben diese Rollen in so genannten Nachkriegsgesellschaften vielfach durcheinander - Frauen und Männer übernehmen neue Aufgaben und definieren ihr Verhältnis um.
Hier stellen wir - neben einem Schlaglicht auf den Diskurs über die Geschlechterrollen - Einzelbeispiele vor, aus Sierra Leone, Ruanda, Guatemala, Uganda, Irak und Ost-Timor. Sie machen deutlich, dass die Geschlechterkonstellationen in Überschneidung mit anderen Kategorien wie ethnischer Zugehörigkeit, Alters- und Klassenhierarchien, Nationalismus und Traditionalismus zum Tragen kommen.
Editorial und Inhaltsangabe hier zum Download (865 KB)
Erklärt umkämpft - 60 Jahre Menschenrechte
Dossier der nord-südpolitischen Zeitschrift iz3w
Die Menschenrechte sind zu einem Schlüsselbegriff des (entwicklungs-)politischen Diskurses geworden. Allerdings werden Menschenrechte und Menschenrechtsverletzungen im öffentlichen Bewusstsein häufig nur mit weit entfernten Weltregionen in Verbindung gebracht, im Norden hingegen werden sie oft als Selbstverständlichkeit angenommen.
Anlässlich des 60. Jahrestages der Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte durch die UNO widmet sich der Themenschwerpunkt einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Begriff der Menschenrechte und dem ihm zugrunde liegenden Gleichheitsprinzip.
Dossier ist leider vergriffen hier als Download verfügbar(1,4 MB)
Stolpersteine
Stoplersteine in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit: Seminarkonzept
Klimawandel, Armut, Globalisierung: Die meisten Zukunftsfragen können heute nur noch in einem
globalen Dialog gelöst werden. Entwicklungspolitische Bildungsarbeit, die diesen weltweiten Dialog
fördern möchte, braucht interkulturelle Kompetenz.
Das Seminarkonzept ist darauf angelegt, die Grundlagen Interkulturellen Lernens in der Jugendbildung zu erläutern
und verschiedene Methoden vorzustellen und auszuprobieren. Im Mittelpunkt stehen
dabei die Möglichkeiten und Hürden des Interkulturellen Lernens. So wird der Kultur-
Begriff, die Konstruktion von Differenz und das Entstehen sowie die Funktion von Stereotypen reflektiert.
Stolpersteine in der konkreten entwicklungspolitischen Bildung werden analysiert und gemeinsam
wird nach Lösungswegen gesucht. Im zweiten Teil des Seminars werden konkrete Konzepte und
Methoden interkultureller Bildungsarbeit vorgestellt.
Inputs und Methoden hier zum Download (1 MB)