Bonos Córdoba:

Neben der nationalen Währung des argentinischen Peso gibt es eine nationale Ersatzwährung (bonos ‚Lecop’ / Letras de Cancelación de Obligaciones Provinciales) und in vielen Provinzen noch eine regionale Ersatzwährung (z.B. Patacones in der Provinz Buenos Aires, Porteño in der Hauptstadt, Petrom in Mendoza oder ‚Lecop Córdoba’ und ‚Lecor Córdoba’). Der Grund dafür: der Staat koppelte den Peso 1992 im Verhältnis eins zu eins an den US-Dollar und die Geldmenge an die Dollar-Bestände der Zentralbank, um die Inflation zu begrenzen. Wegen der drastischen Verminderung der Geldmenge und der Unmöglichkeit, den Staatshaushalt über die Notenpresse zu finanzieren, fingen die Provinzregierungen an, eigenes Geld zu drucken. Der Staat zog nach und druckte – unter scharfer Kritik des IWF - ebenfalls Ersatz. Die Ersatzwährungen gelten als „Staatsanleihen“, d.h. offiziell soll man die Noten zu einem bestimmten Zeitpunkt (mit Zinsen!) zurück in Peso tauschen können...

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