287 - September 2005 - Kooperation in der Konkurrenz | Die neuen Süd-Süd-Beziehungen

Klassischerweise wird "der Süden" in seinem Verhältnis, in seinen Abhängigkeiten und Konflikten zum "Norden" analysiert. Die starren Kategorien "Industriestaaten" und "Entwicklungsländer" vermögen die im Kontext der Globalisierung stattfindenden Veränderungen jedoch schon lange nicht mehr zu fassen.

Damit verbunden sind auch neue ökonomische und politische Kooperationen zu beobachten, wenn etwa China und Südafrika Wirtschaftsabkommen unterzeichnen oder der brasilianische Präsident zum lateinamerikanisch-arabischen Gipfel lädt. Der iz3w-Themenschwerpunkt will diese neuen Allianzen und Kooperationen kritisch analysieren und bewerten.



                                                                                       Bestellen [4 €]


Inhaltsübersicht


Schwerpunkt

Editorial   S.17

It's capitalism, stupid!   S.18
Die Wirklichkeit der Süd-Süd-Kooperation  |   von Reinhart Kößler

Verschobene Kräfteverhältnisse   S.22
Selbstorganisationsversuche der Dritten Welt in der WTO  |  von Peter Wahl

Ein altbekannter Teufelskreis  S.25
Chinas Dominanz im Süd-Süd-Handel erzeugt neue Abhängigkeiten | von Stephan Günther

Vom Internationalisten zum Global Player  S.26
Brasiliens Präsident Lula setzt auf Süd-Süd | von Stephan Günther

Der afrikanische TÜV S. 28
NEPAD und Afrikanische Union bringen neue Dynamik in die innerafrikanischen Beziehungen | von Henning Melber

Der Arzt, der Missionar und der Krieger  S.31
Islamische Entwicklungshilfe zwischen Mission und Militanz | von Jörg Später

Web-Adressen zum Thema Süd-Süd-Kooperation   S.35

Politik und Ökonomie

Editorial   S.3

Militarismus: Hindelang und Hindukusch S.4
50 Jahre nach ihrer Gründung ist die Bundeswehr eine Interventionsarmee | von Andrea Kolling

Interventionen: Neutral bis zur Parteilichkeit S. 5
Im Kongo zeigt sich, wohin die Interventionsstrategien der UN führen | von Alex Veit

Iran: Der Soldat der Mullahs S.6
Der neue Präsident Ahmadinejad stärkt den islamistischen Atomstaat | von Wahied Wahdat-Hagh

Guatemala I: Ein zweifelhafter Ausweg S. 7
Das Freihandelsabkommen CAFTA ist umstritten | von Markus Plate

Guatemala II: Die Dosis macht das Gift S.8
Freihandelsabkommen beinträchtigen die Gesundheitsversorgung | von Frank Dörner

Kirgistan: Ein Strauß aus Mohn und Tulpen S.10
Die "Revolution" verdient ihren Namen nicht | von Jenniver Sehring

Bhutan: Kein buddhistisches Shangrila S. 14
Der verleugnete Bürgerkrieg im Himalayastaat | von E.C. Wolf

Kultur und Debatte

Kunst: Ästhetik der Konzentration S. 36
Eine Ausstellung von drei Fotokünstlerinnen aus dem Iran | von Ulrike Mattern

Postkolonialismus: Das Malheur S.37
Kongo-Müller und die Proteste gegen 'Africa Addio' | von Jan-Frederik Bandel

Literatur: Die "Tragédie Humaine" Lateinamerikas S.42
Ein Gespräch mit Horacio Castellanos Moya