295 - September 2006 Grenzüberschreitung | Migration von Süd nach Süd
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Migration wird häufig ausschließlich als Phänomen der
Arbeitsmigration aus dem Süden in den Norden wahrgenommen. Über
die Bedeutung der Migration von Süd nach Süd ist wenig bekannt.
Dabei machen sich rund zwei Drittel von den weltweit 191 Millionen MigrantInnen
nicht auf den Weg in den Norden oder Westen, sondern verlegen ihren Wohnsitz
meist in ein benachbartes Land im Süden.
Der Blick auf die Süd-Süd-Migration kann das in Europa verbreitete Bild der Migration verändern: Zum einen können MigrantInnen als mehr oder weniger autonome AkteurInnen verstanden werden, die ihre ökonomischen und kulturellen Freiräume kreativ, wenngleich meist unter prekären Bedingungen gestalten. Zum anderen darf diese Sichtweise aber nicht verdrängen, dass MigrantInnen Leidtragende der repressiven Ausgrenzungspolitik in vielen Ländern - auch im Süden - sind. |
Inhaltsübersicht
Schwerpunkt
Editorial S.18
Austausch statt Assimilation S.19
Zur Autonomie der Migration im Süden | von
Birgit zur Nieden
Die Feminisierung der Migration S.23
Neue Möglichkeiten oder neue Zwänge?
| von Petra Dannecker
Kontrollregime und neue Grenzgebiete S.27
Prostitution an der Grenze Guatemala-Mexiko | von
Kathrin Zeiske
Bleiben darf, wer billig ist S.30
Das Neue Südafrika geht repressiv gegen MigrantInnen
vor | von Martina Backes
Salaam Mumbai S.34
Das kosmopolitische Tor zu Indien | von
Simone Buckel
Politik und Ökonomie
Editorial S.3
Nahostkonflikt: S.4
Was Israel tun und lassen sollte | von Yossi Alpher
Nicht von der palästinensischen Sache motiviert
| von Ghassan Khatib
Zwischen Iran, Schiiten und sunnitisch-arabischer
Schwäche | von Asher Susser
Eine separate Lösung für Gaza | Interview
mit George Giacaman
Kongo I: Teile und Herrsche S.8
Eine vorläufige Bilanz der Staatlichkeit in
der Demokratischen Republik Kongo | von Kai Schmidt-Soltau
Kongo II: Die Fürsten der Provinz S.10
Auf dem Lande gestaltet sich die Demokratisierung
besonders schwer | von Alex Veit
Sahel: Troublemakers in der Sahara S.12
Die Anti-Terror-Politik der USA in der Sahelregion
| von Jan Bachmann und Ruben Eberlein
G8-Gipfel: Im Stich gelassen S.15
Die Proteste in St. Petersburg stießen auf
Hindernisse | von Ute Weinmann
Fair Trade: Denn Preise lügen doch S.16
Für mexikanische Kaffee-ProduzentInnen ist
Fair Trade nicht mehr gerecht | von Hope Bastian
Kultur und Debatte
Debatte: Vernichtung von Gemeinschaft? S.37
Eine Antwort auf Gerhard Scheits Beitrag "Gemeinschaft
durch Vernichtung" | von Reinhart Kößler und Henning Melber
FernWeh: Can I be a Jamaican, please? S.40
Eine karibische Migrationsgeschichte | von Kwame
Dawes
Rezensionen, Tagungen & Kurz belichtet S.44 ff.