Debatte | Alle wollen Frieden - und darum gibt es Krieg | Thesen zur neuesten Runde im Nahost-Konflikt
von
der Gruppe "Kritik im Handgemenge" Bremen
1. Die unmittelbare Vorgeschichte des Feldzugs der israelischen Armee in Gaza
und im Libanon ist bekannt: Die Hamas entführte einen israelischen Soldaten
und versuchte damit mehrere hundert gefangene Kämpfer freizupressen. Israel
beginnt damit, die Hamas dafür militärisch abzustrafen und in den
Gaza-Streifen einzumarschieren. Dabei sterben BewohnerInnen des Gaza-Streifens.
Parallel begeben sich aus dem Südlibanon Hisbollah-Milizen auf israelisches
Territorium, töten und entführen israelische Soldaten und beginnen
damit, den Norden Israels großflächig mit Raketen zu beschießen.
Dabei sterben BewohnerInnen Israels. Daraufhin belegt Israel den Südlibanon
großflächig mit Beschuss, zerstört zivile und militärische
Infrastruktur. Dabei sterben BewohnerInnen des Libanon. Die Welt ist so "entsetzt",
"empört" und "erschüttert", wie sie es über
die vielen Opfer von Konflikten in anderen Weltgegenden ziemlich selten ist,
und mahnt die Einhaltung des "Völkerrechts" an. Also alles wie
gehabt.
2. Israel ist ein Nationalstaat. Ein Nationalstaat ist immer ein Gewaltapparat
über Land und Leute, der alle Gewalt monopolisiert. Die Wahrung seiner
Souveränität ist die Existenzvoraussetzung jedes Staates, und so unbedeutend
der Landstrich und so egal ihm die einzelnen BürgerInnen sein mögen
- kein Staat der Welt duldet, dass andere Gewalten seinen Leuten und seinem
Land etwas antun. (Dieses Recht nimmt er nämlich ausschließlich für
sich in Anspruch).
3. Der Libanon ist kein Nationalstaat in diesem Sinne, auch wenn er diesem Ideal
nacheifert. Im Libanon führen seit fast drei Jahrzehnten verschiedene Bevölkerungsgruppen
einen Kampf um die Staatsgewalt, der von fast allen Nachbarn des Libanon kräftig
geschürt wurde. Deshalb hat sich ein einheitlicher libanesischer Nationalismus
(Nationalbewusstsein) kaum entwickelt. Seit 1991 ist der Bürgerkrieg durch
eine Art Frieden beendet worden. Alle Beteiligten haben sich auf ein fragiles
Konstrukt geeinigt, das jeder bisherigen Bürgerkriegspartei ihr jeweiliges
Territorium als Einflusszone überlässt, so dass die politischen Parteien
bis heute vor allem Interessenvertretungen von Maroniten, Sunniten, Schiiten,
Drusen etc. sind. Seit Israel sich im Mai 2000 aus dem Südlibanon zurückgezogen
hat, wird dieses Gebiet von der Hisbollah kontrolliert, die auch an der Zentralregierung
in Beirut beteiligt ist. Wenn die libanesische Regierung lauthals Israel für
die Bombardierung seines Staatsgebiets anklagt, ist das so, als ob die in Deutschland
mitregierende CSU Raketen auf Österreich schießen würde und
sich die Große Koalition in Berlin über die völlig unverständliche
und brutale Reaktion der Wiener Regierung erregen würde.
4. Die Reaktion Israels war also absehbar; sie war von Hisbollah und Hamas vermutlich,
wenn auch vielleicht nicht in dieser Härte, einkalkuliert, und zumindest
bei den UnterstützerInnen der beiden Organisationen mit ziemlicher Sicherheit
gerade das Ziel. Es soll verhindert werden, dass die neue israelische Regierung
ihre Lösung des Nahostkonflikts durchsetzt und zudem eine weitere Internationalisierung
des Konflikts erreicht werden. Wenn dabei für den Iran rausspringt, dass
die USA sehen, wie gefährlich der Einmarsch in islamische Länder des
Nahen Ostens ist, dann ist das umso besser für ihn. Für die Durchsetzung
ihrer Ziele kalkulieren beide Seiten auch Opfer bei den "eigenen"
Leuten ein.
5. Israel ist kein Nationalstaat wie jeder andere auch. Im Gegensatz zu den
meisten Gewaltapparaten in dieser schönen Welt konkurrierender kapitalistischer
Nationalstaaten, muss er sich seit seiner Gründung 1948/49 gegen seine
Wiederabschaffung wehren. Im Falle einer Wiederabschaffung besteht zudem für
die BürgerInnen Israels die begründete Sorge, dass nicht nur die eine
Herrschaft durch eine andere ersetzt werden würde, sondern dass ihre eigene
Abschaffung mit eingeplant ist. Die gründliche antisemitische Verhetzung
- die eine jüdische Weltverschwörung zur Ursache allen (vermeintlichen)
Übels in der Welt macht - nicht nur der arabischen Öffentlichkeiten,
samt der Ankündigung "die Juden ins Meer" treiben zu wollen,
ist todernst zu nehmen: Einmal weil sie sich in Selbstmordattentaten bereits
austobt und außerdem weil Pogrome und schließlich die deutsche Massenvernichtung
zeigten, dass Jüdinnen und Juden in der modernen Staatenwelt oft gefährlich
leben und auf den Schutz der Staaten, deren StaatsbürgerInnen sie sind,
nicht setzen können.
6. Seit Israel 1967 die bis dahin jordanisch und ägyptisch verwalteten
palästinensischen Gebiete (Gaza-Streifen und Westjordanland) erobert hat,
herrscht es über Gebiete, die es größtenteils nicht zu seinem
Territorium machen will und deren Bevölkerung es nicht als seine Bürger
ansieht. Es will sie zu großen Teilen nicht behalten, aber eine Eigenstaatlichkeit
will es ihnen nur insoweit zugestehen, als dass sie keine Gefahr für es
als Souverän darstellen. Einen Nationalstaat zeichnet aber gerade aus,
dass er eine Gefahr für seine Nachbarn sein kann. Schon darum ist die israelische
Vorstellung eines palästinensischen Staates - der mit nur eingeschränkten
Machtmitteln Israel nicht gefährlich werden können soll - völlig
unverträglich mit der heißen Sehnsucht nach einem eigenen, authentisch
palästinensischen Gewaltapparat. Also einem Gewaltapparat, der seine Untertanen
kraftvoll zu einem Leben in Armut und Abhängigkeit verdammt (= Frieden)
und ihnen hin und wieder die Freude bereitet, für Volk und Vaterland AusländerInnen
zu massakrieren und den Heldentod zu finden (= Krieg). Die israelische Vorstellung
ist aber noch aus einem anderen Grund unverträglich mit der palästinensischen:
Für alle wesentlichen Teile der palästinensischen Nationalbewegung
war und ist ein palästinensischer Staat in den Grenzen von 1967 (also Gaza-Streifen
+ Westjordanland) höchstens, wenn überhaupt, ein erster Schritt zur
Abschaffung Israels als jüdischem Staat.
7. Mit diesem Ziel stehen Fatah, Hamas, PFLP etc. nicht gerade alleine dar.
Alle Nachbarstaaten Israels - mit Ausnahme des Libanon, dessen Staatlichkeit
dafür auf zu wackligen Füßen steht - und darüber hinaus
ein Großteil der arabischen und islamischen Staaten haben mehr oder weniger
offen dem "zionistischen Regime" den Kampf angesagt. (Dieses Programm
erfreut sich auch weltweit der offenen bis blinden Unterstützung: Von FaschistInnen
unterschiedlicher Couleur, sich links fühlenden GlobalisierungsgegnerInnen,
rebellischen südamerikanischen Linksnationalisten an der Macht und überhaupt
allen, die der eigenen Nation gegen den US-Imperialismus die Treue schwören.)
In den palästinensischen Autonomiegebieten, Syrien, Ägypten, Jordanien,
Iran und den nordafrikanischen Staaten ist Kritik am jeweiligen Regime streng
verboten - aber den Vorwurf, gegen den jüdischen Staat nicht hart genug
vorzugehen, lassen sich die dortigen Regierungen gerne gefallen. Israel bzw.
"der Jude" ist in diesen Ländern zur Chiffre alles Bösen
geworden, zum Inbegriff westlicher Arroganz, kapitalistischer Gier, zur angeblichen
Quelle von Demütigung, Sittenverfall, Verarmung und Krieg.
8. Die gründliche antisemitische Verhetzung weiter Teile der Bevölkerung
stabilisiert diese Regimes, ist allerdings auch der Nährboden für
eine Opposition (IslamistInnen, LinksnationalistInnen), die den Kampf ganz grundsätzlich
will und damit keine Rücksicht auf die realen Machtverhältnisse nimmt,
die die Regimes zähneknirschend akzeptiert haben. Denn bei aller Konkurrenz
der verschiedensten, untereinander verfeindeten Bewegungen und Staaten darum,
sich an die Spitze der antizionistischen Bewegung zu setzen: an der Realität,
dass Israel seinen Gegnern militärisch und wirtschaftlich haushoch überlegen
ist, kommen die Staatsleute und diejenigen, die welche werden wollen, nicht
vorbei. Darum üben sie sich in hasserfülltem Realismus.
9. Den zu loben werden die europäischen PatInnen und HauptsponsorInnen
des palästinensischen Staatsgründungsprojekts nicht müde. Die
EU hat sich zur Schutzmacht des palästinensischen Staatsgründungsprogrammes
aufgeworfen. Die EU und die europäischen Staaten haben seit 1994 viele
Millionen DM, Gulden, Francs, Pfund, Peseten, Kronen und Euro investiert, mit
dem einen Zweck: Über die Förderung Palästinas zu einem Akteur
der internationalen Politik zu werden und etwas näher an den Großmachtstatus
der USA heranzukommen. Dafür haben die EuropäerInnen auch die Entscheidung
der PLO im Jahre 2000, einen Krieg mit Israel zu beginnen ("Al-Aqsa-Intifada")
akzeptiert und ihn unter heftigen Anklagen gegen Israel mitfinanziert. Seitdem
haben die EuropäerInnen diplomatisch einiges an Terrain gewonnen und sich
stärker als Mit-Verwalter des globalen Kapitalismus etabliert. Da die USA
sich im Irak einen permanent zu betreuenden Kriegsschauplatz geschaffen haben,
setzten sie verstärkt darauf, die Macht der EU für sich zu funktionalisieren
(z.B. in Sachen Iran) oder der EU kleinere Militäraktionen zu überlassen
(z.B. Kongo oder Mazedonien). Auch am Verhandlungstisch zu Israel - der jetzt
"Nahost-Quartett" heißt - sitzt inzwischen mit den USA, der
UNO und Russland die EU. Sie ist also als zuständig anerkannt worden. Nur
leider gibt's da gar nichts zu besprechen, solange Krieg ist. Erst wenn Ruhe
eingekehrt ist, kann man sich daran machen, Fischers "Roadmap" mit
dem "Nahost-Quartett" zu implementieren. Deswegen und wegen des anhaltenden
Misserfolges des palästinensischen Kriegs ist in der EU die Überzeugung
gewachsen, dass die palästinensische Strategie verfehlt war. Dementsprechend
wurde nach dem Tode Arafats die Kritik an der Fatah immer lauter und immer stärker
darauf gedrängt, Israel am Verhandlungstisch zu schwächen, wo man
es im Krieg ja nicht so geschafft hat, wie eigentlich gedacht.
10. Deutschland hat sich dabei in Sachen staatsoffiziellem Antizionismus - im
Gegensatz etwa zu Frankreich (immer gern als moralischer Chefankläger Israels
unterwegs), Spanien (federführend bei Boykottdrohungen gegen Israel), Großbritannien
(spielte sich gern als Vermittler zwischen Hamas, Fatah und anderen auf) und
Belgien (das gerne Kriegsverbrechen in anderen Ländern verfolgt) - klug
zurückgehalten. Während Schröder mit den arabischen Staatschefs
herumkumpelte und den antiamerikanischen Friedenskanzler machte, spielte Fischer
die Karte mit der "historischen Verantwortung" und den "besonderen
Beziehungen", und verschaffte Deutschland durch verbales Verständnis
für israelische Politik und die Erwähnung des Antisemitismus in der
islamischen Welt diplomatischen Kredit. Diese Fischertechnik ist mittlerweile
Merkels Regierungslinie geworden: Deutschland hat einen Ruf als "ehrlicher
Makler" und zu allen Seiten exzellente Beziehungen.
11. Die offizielle Regierungslinie zeigt, wie wenig die Außenpolitik von
der öffentlichen Meinung abhängt. Denn es gibt in Krautland nicht
weniger hasserfüllte AntizionistInnen als in anderen europäischen
Staaten, sondern höchsten leisere und hämischere. Einer Online-Umfrage
auf spiegel.de zufolge sind 79 Prozent der Deutschen der Meinung, Israel solle
einseitig einen Waffenstillstand erklären, auch wenn die Hisbollah nicht
darauf eingehen würde. Nichts zu hören also vom "Verständnis"
für Israels Reaktion, in dem sich die Regierung übt. Die veröffentlichte
Meinung hingegen ist wesentlich zurückhaltender als noch während der
"Al-Aqsa-Intifada" und stellt fest, dass die Hisbollah schlimm ist;
dennoch genügt ein "Kollateralschaden" in Kana, wie ihn im Jugoslawienkrieg
fast jede/r gerne geschluckt hat, um die MahnerInnen vor Israels überzogenem
Vorgehen auf den Plan zu rufen.
12. Zurück in den Nahen Osten: Bei den letzten Wahlen in den palästinensischen
Autonomiegebieten ist eine Bewegung an die Macht gekommen, deren Programm aus
dreierlei bestand: der Bekämpfung der Korruption der Fatah, der Zwangsislamisierung
der palästinensischen Gesellschaft und der Fortsetzung des bewaffneten
Kampfes gegen Israel. Über Letzteres ließ die Hamas definitiv nicht
mit sich reden, zeigte sich gegenüber allen Ermahnungen völlig uneinsichtig
und vergrätzte damit die EU, die zum Schluss sogar beschloss, ihren bisherigen
Schützling, die Palästinensische Autonomiebehörde, ein bisschen
zu isolieren, damit er sich besser in das internationale Programm der EU einfügt.
Die gewaltsamen Proteste gegen die EuropäerInnen im Rahmen des "Karikaturenstreits"
führten auch nicht gerade zu höherer Beliebtheit der Hamas,
wie umgekehrt auch die Rolle der EU bei der Vertreibung Syriens aus dem Libanon
die Beliebtheit in der arabischen Welt ziemlich abkühlen ließ. Seitdem
hatte Israel eine bessere Presse in Deutschland, und die EU nahm achselzuckend
in Kauf, was sie sowieso nicht verhindern konnte: Dass Israel versucht, den
Nahostkonflikt auf seine Weise zu beenden.
13. Seit der Abwahl des konservativen Hardliners Netanjahu 1999 ist Israel dies
auf verschiedene Weise angegangen. Die sozialdemokratische Barak-Regierung hat
versucht, sich mit den PalästinenserInnen zu einigen: Aufgabe der meisten
Siedlungen (vermutlich hätte sie sich auch den Verzicht auf alle Siedlungen
abhandeln lassen), eine Teilung Jerusalems, Kompromisse in Sachen Wasser. Nur
in einer Sache eben nicht: Dem so genannten "Rückkehrrecht" der
PalästinenserInnen. Denn damit würde Israel mittel- bis langfristig
"Ja" zu einer palästinensischen Majorität in seinen Grenzen
sagen, sich als jüdischer Staat selbst aufgeben und seine heutige Bevölkerung
dem Wohlwollen einer antisemitisch verhetzten palästinensischen Bevölkerungsmehrheit
ausliefern. Am Beharren der palästinensischen Seite auf dieses "Recht"
scheiterte das israelische Projekt, einen palästinensischen Miniaturstaat
aufzubauen und mit den Nachbarstaaten normale kapitalistische, zwischenstaatliche
Benutzungsverhältnisse aufzubauen. Seitdem hat Israel begonnen, die Grenzen
einfach festzusetzen, schlecht zu verteidigende und unnütze Siedlungen
aufzugeben, die PalästinenserInnen auszusperren und statt auf regionale
Integration auf ein enges Bündnis mit den USA und Zusammenarbeit mit der
EU zu setzen. Und genau für dieses Programm ist die neue israelische Regierung
auch gewählt worden, nachdem die bisherige Regierungspartei Likud am Streit
über diese Strategie zerbrochen war.
14. Dieses Programm, das Israel mit Zustimmung der USA und unter dem grummelnden
Missmut der EU durchzieht, wollen alle GegnerInnen Israels verhindern. Die Fatah
witterte Morgenluft nach ihrer verheerenden Wahlniederlage, und der noch von
der Fatah gestellte Präsident Abbas bemüht sich, einerseits Israel
den Wind aus den Segeln zu nehmen und andererseits die Hamas an die Wand zu
drücken, in dem er über einen "Friedensplan" abstimmen lassen
wollte (der für Israel gleichfalls unannehmbar gewesen wäre, aber
als "neue Hoffnung" und "wichtigen Schritt nach vorn" hätte
verkauft werden können). Nicht zuletzt deswegen riskierte die Hamas neuen
Streit - eine Chance, in die auch die von Syrien und Iran co-gemanagte Hisbollah
einstieg: Der Nahostkonflikt ist Topthema der internationalen Politik, Israels
Anspruch darauf, im Alleingang zu definieren, wie der palästinensische
Staat aussieht, wird mittlerweile allenthalben bestritten, und USA und EU streiten
sich um die Betreuung des Konflikts.
15. Wenn Israel jetzt davon träumt, eine europäisch dominierte UN-Truppe
möge so nett sein, eine Sicherheitszone im Südlibanon zu überwachen
- deren Schaffung übernahm Israels Armee lieber selber -, will es nicht
nur die politischen und finanziellen Kosten einer erneuten Besatzung im Libanon
vermeiden, sondern hofft auch, damit wieder diplomatisch in die Offensive zu
kommen. Immerhin würde sich die Hisbollah in Zukunft damit mit den Europäern
selber anlegen. Diese Funktionalisierung der UN ist gleichzeitig ein Macht-
und Bedeutungszuwachs für die EU und ihre Mitgliedsstaaten. Ob Deutschland
dem israelischen Wunsch nachkommt, ist letztlich die Entscheidung, ob man es
noch nötig hat, sich funktionalisieren zu lassen, um mitzuspielen - oder
ob nicht Deutschland längst soweit ist, sich souverän Situation und
Aktion auszusuchen, mit der es seine Bedeutung im Nahostkonflikt ausspielt.
16. Der neueste Krieg der Hisbollah gegen Israel wirft für die EU also
außenpolitisch einiges ab: Insbesondere Deutschlands letztes außenpolitisches
Tabu - nicht mit deutschen Soldaten in Israels Konflikte zu intervenieren -
wird nur noch als ein "noch nicht" verhandelt.
17. Alle wollen Frieden: Israel, Hisbollah, EU, USA, Iran. Nur passen die Frieden
nicht zueinander. Die Hisbollah will eine friedliche Welt ohne Juden, Israel
ohne Hisbollah, die EU will eine friedliche Welt maßgeblich (mit)gestalten
und muss damit dem aktuellen Friedenswächter USA immer wieder in die Quere
kommen. Welcher wiederum mit der friedlichen Atomenergienutzung des Irans seine
Probleme hat. Wie's weitergeht? Tödlich für viele Leute, soviel ist
sicher.
18. Fortsetzung folgt sicherlich. Leider.
Die Gruppe "Kritik im Handgemenge" Bremen ist Teil des bundesweiten
Zusammenschlusses "Junge Linke gegen Kapital und Nation". Die ungekürzte
Fassung der Thesen mit zahlreichen Anmerkungen findet sich unter www.junge-linke.de.