iz3w Nr. 304 - Januar / Februar 2008 | Lange Schatten - Kriege in Afrika



Wenn heutzutage von nicht aufhören wollendem Kriegszustand und von politischem Chaos die Rede ist, fällt der Blick schnell auf Afrika. Der "Krisenkontinent" scheint geradezu einzuladen zur drastischen Schilderung von vermeintlich archaischer Gewalt und zur schnellen Analyse ihrer Ursachen.

Anhand ausgewählter Fallbeispiele aus afrikanischen Ländern geht der Themenschwerpunkt der Frage nach: Wie "funktionieren" (Bürger-)Kriege und bewaffnete Konflikte aus einer sozioökonomischen Perspektive? Welche internen und welche externen Akteure treffen aufeinander, wie sind sie an den Konflikten und Kriegsökonomien beteiligt? Welche ideologischen und ethnischen Konstellationen treffen auf welche und auf wessen Interessen?





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Inhaltsübersicht


Themenschwerpunkt: Kriege in Afrika

Editorial  S. 20


Jenseits der Schuldfrage  S. 21
Die politische Ökonomie des Krieges am Beispiel der DR Kongo | von Alex Veit

Warum sie Rebellen sind  S. 24
Der Konflikt in der Côte d'Ivoire hat viele Ursachen | von Bettina Engels

Friedloser Frieden  S. 28
In Sierra Leone ist die Kriegsökonomie noch lange nicht Geschichte | von Anne Jung

Neue Kriege - neue Gewaltakteure  S.30
Kinder und Jugendliche als Rekrutierungspotenzial | von Michael Pittwald

Frieden boykottiert  S. 33
Im Darfur überlagern sich lokale Kämpfe mit überregionalen Machtinteressen | von Ulrike Pamuk

Lukrative Gewalt  S. 34
Im Südsudan wurde der Darfur-Konflikt vorexerziert | von Tanja Kurreck

Diplomatisch interveniert  S. 36
Internationale Sudanpolitik im Kreuzfeuer geostrategischer Interessen | von Sascha Eckart, Julian Fieml, Ahmed Khalifa, Michael Krüger, Tobias Panofen und Nils Petersen


Politik und Ökonomie

Heft - Editorial   S.3

Venezuela: Scheitern als Chance   S. 4
Die Ablehnung der Verfassungsreform könnte eine notwendige Debatte in Gang setzen | von Robin Stock und Tobias Lambert

Kurdistan: Q, W und X    S. 5
ITürkei, PKK und Irakisch-Kurdistan im Dreieckskonflikt | von Eva Savelsberg und Siamend Hajo


Georgien: Nächstes Jahr in Suchumi   S. 6
Die Novemberunruhen verweisen auf ungelöste Konflikte | von Steffen Schülein


Usbekistan: Neue Helden braucht das Land  S. 8
Auf der Suche nach nationaler Identität | von Curt Salamander

Migration: Britishness nur für Briten   S. 10
Warum MigrantInnen keine echten Angelsachsen werden dürfen | von Fabian Frenzel

Migration: Arbeit unter Verschluss  S. 13
Arbeitskräfte aus Osteuropa in Haushalten Pflegebedürftiger | von Juliane Karakayali

Reishandel: Verordnete Hungerkur  S. 16
Wie die Handelsliberalisierung vielen Reisbauern schadet | von Armin Paasch

Neoliberalismus: Globales Europa  S. 18
Die neue Außenwirtschaftsstrategie der EU | von Lene Kempe


Kultur und Debatte

Film: Calle Santa Fe    S. 38
Eine filmische Reflexion über die "Bewegung der revolutionären Linken" in Chile | von Olaf Berg
"Keine Geschichte mit großem G" | Interview mit der chilenischen Regisseurin Carmen Castillo


Deutscher Kolonialismus: Offene Wunden S. 42
Die Familie von Trotha beim Herero-Gedenktag 2007 in Namibia | von Reinhart Kößler
Stolperstein für Mahjub bin Adam Mohamed | von Joachim Zeller
Kampagne gegen Paul von Lettow-Vorbeck | von Roland Röder

Rezensionen, Tagungen & Kurz belichtet   S.45 ff.