iz3w Nr. 306 - Mai / Juni 2008 | Afrikas Grenzen - Nationalstaat und Panafrikanismus



United States of Africa - über diese machtvoll klingende Vision diskutierten letztes Jahr die afrikanischen Staatschefs in Ghana. Anlass waren die Feiern zu 50 Jahren staatlicher Unabhängigkeit des Landes von der britischen Kolonialmacht. Dieses Jahr folgen Guinea und in zwei Jahren weitere 17 Staaten, die 50 Jahre Unabhängigkeit feiern werden.

Panafrikanische Ideen spielten nicht nur damals in den antikolonialen Bewegungen eine große Rolle. Sie bestimmen auch heute die Tagesordnung politischer Institutionen und soziokultureller Bewegungen auf dem Kontinent. Eine Kernkritik des Panafrikanismus gilt der Künstlichkeit der von den Kolonialmächten gezogenen Grenzen. Sie durchschnitten gewaltsam bestehende soziale Einheiten, als Strich über die Landkarte passten sie sich häufig nicht einmal an geografische Gegebenheiten an.




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Inhaltsübersicht


Themenschwerpunkt: Afrikas Grenzen - Nationalstaat und Panafrikanismus

Editorial  S. 21


Natürlich unnatürlich  S. 22
Grenzregime in Afrika | von Reinhart Kößler

"Eines Tages werden wir obsiegen"  S. 25
Interview mit Fidèle Kientega über Revolution und Reaktion in Burkina Faso

Kollektive Verantwortung versus Kumpanei  S. 30
Wer dominiert die politischen Konzepte der Afrikanischen Union? | von Henning Melber

Die ihre Vergangenheit verbrennen   S.32
Afrikanische Boatpeople stoßen auf Grenzen, aber auch auf Unterstützung | von Martin Glasenapp

Der nächste Bus nach Granada   S. 34
Als westafrikanischer Kontraktarbeiter in Südspanien | von Willy Kemmer

Der Ruf Mama Afrikas  S. 36
Zur kulturellen Globalisierung der Rastafari-Bewegung | von Noémie Jäger


Politik und Ökonomie

Heft - Editorial   S.3

Syrien: Winter in Damaskus  S. 4
Präsident Baschar al-Assad führt das autoritäre Regime seines Vaters weiter | von Siamend Hajo und Eva Savelsberg

Mexiko: Mono auf dem Vormarsch   S. 7
Der Kampf um den Genmais | von Juliane Schumacher

Kolumbien: Krieg um Koka    S.10
Die kolumbianische Drogenpolitik zwischen Repression und alternativer Entwicklung | von Linda Helfrich

Kolonialismus: Kolonialer Faschismus  S. 14
Die zählebige Legende vom menschlichen italienischen Kolonialismus | von Aram Mattioli

Tschad: Aufstand gegen die Menschenrechte   S. 18
Die Rebellen sind ein noch größeres Übel als Präsident Déby | von Luis Liendo Espinoza

Simbabwe: Alles beim Alten?   S. 20
Wie Mugabe die Wahlen gleichzeitig verliert und gewinnt | von Beatrice Schlee


Kultur und Debatte

Klimadebatte: Wald und Gesellschaft    S. 40
Plädoyer für einen wichtigen Widersacher kapitalistischer Klimazerstörung | von Cord Riechelmann


Postkolonialismus: Geschichtslose Kunst     S. 42
Zwei Pariser Museen beschäftigen sich mit Ethnologie und Migration | von Lotte Arndt

Rezensionen, Tagungen & Kurz belichtet   S.46 ff.