südnordfunk #139 | Rückblick GenZ Proteste 2025

Außerdem: Humanitäre Krise in Libyen | Jugendarbeit in Mexiko

Bunte Grafik mit protestierenden Menschen. In der Mitte ist eine Person mit Dutt, die ihre Faust erhebt und in ein Megafon spricht.
Junge Menschen der Generation Z erheben weltweit ihre Stimmen. Bild: Pia Danner (CC BY-NC-ND 4.0)

Schmetterlinge im System

Die Proteste der GenZ Bewegungen im Globalen Süden

Überall ist vom Aufwind der Rechten die Rede. Wir fragen: Wird das Jahr 2025 vielleicht als dasjenige in die Geschichte eingehen, das mit dem Aufruhr und den Protesten der Generation Z eine zivilgesellschaftliche Front gegen den weiteren Ausbau anti-demokratischer Kräfte ins Rollen brachte? Zumindest im Globalen Süden? Die bloße Zahl der Proteste der Generation Z gegen autoritäre Regierungen haben jedenfalls dieses Jahr an Fahrt aufgenommen. Nicht nur das: Sie haben in den vergangenen Monaten Regierungen zu Fall gebracht. Wir schauen noch einmal zurück auf die GenZ-Bewegungen 2025 im globalen Süden und fragen: Gibt es einen größeren Zusammenhang? Ein aktueller Überblick.

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»Geoutet zu werden, das kommt in Libyen einem Todesurteil gleich«

Interview mit der Frauenrechtsaktivistin Yasar Alameen zur humanitäre Krisenlage in Libyen

Es war und bleibt herausfordernd, sich in Libyen für die Rechte von Migrant*innen einzusetzen. Und es ist gefährlich. Kürzungen internationaler Entwicklungsgelder, beschleunigt durch die Wiederwahl Donald Trumps, schränken die bereits geschrumpften Räume für humanitäres und zivilgesellschaftliches Engagement weiter ein. Zudem fließen Budgets zunehmend in die Migrationsabwehr, statt die Lage der Geflüchteten zu verbessern, die unter schlimmsten Bedingungen in Lagern festgehalten werden. Indes geht die international anerkannte Regierung in Westlibyen gegen internationale NGOs vor. Im März 2025 wurden zehn NGOs verboten – unter anderem mit dem Vorwurf, Homosexualität zu fördern. Lars Springfeld hat mit der Frauenrechtsaktivistin und humanitären Helferin Yasar Alameen über die Situation in Libyen gesprochen.

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»Sie werden zum Kanonenfutter für die Drogenkartelle«

Jugendarbeit an der mexikanischen Grenze zu den USA

Die mexikanische Grenzmetropole Ciudad Juárez wird in einem Atemzug mit Kartellgewalt und Drogenhandel genannt. Fragt man Bewohner*innen vor Ort, wo sie es richtig gefährlich finden, verweisen diese wiederum auf das Juáreztal südlich der Stadt. Eine abgeschiedene ländliche Region direkt an der Mauer zu den USA. Genau dort haben Aktivist*innen ein Jugendzentrum gegründet, das »Okuvaj«. Georgina Gamboa und Alejandro Gonzalez, genannt Mono, organisieren dort Workshops und bieten einen Raum zum Treffen unter Gleichaltrigen. Von Kathrin Zeiske (Interview) & Leobardo Alvarado (Fotos).

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Die Sendung ab Mittwoch zum Nachhören beim südnordfunk.

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