südnordfunk #144 | Urbaner Frieden in Medellín | Die israelisch-palästi­nen­sische Initiative Parents Circle

Außerdem: Strahlenopfer entlang der Lieferkette Uran

Wann: Dienstag, 5. Mai 16 Uhr & Freitag, 8. Mai 11 Uhr

Wo: On Air 102,3 MHz | Livestream rdl.de


Ganze Sendung nachhören

In diesem Jahr wird sich der südnordfunk in mehreren Schwerpunktsendungen mit Friedensinitiativen weltweit beschäftigen, die an der Basis unermüdlich im Bereich Transitional Justice und in der Konflikttransformation arbeiten. Zum Auftakt sprechen als südnordfunk-Redaktion darüber, warum wir diesen Schwerpunkt gewählt haben und welche Herausforderungen wir auch dabei sehen.

Wir haben mit Menschen aus Israel und den palästinensischen Gebieten gesprochen, die im Konflikt unmittelbare Angehörige verloren haben und sich dennoch – oder gerade deshalb – für Dialog und Versöhnung entschieden haben.

In der kolumbianischen Stadt Medellín drängen zivilgesellschaftliche Initiativen auf ein Ende der seit Jahrzehnten andauernden Bandenkriege in der Stadt. Wie sie das bewerkstelligen und welche Hürden es gibt, erfahren wir in einem Beitrag unseres Kollegen.

Acrylgemälde mit einer Handgranate und dem PEACE Symbol
Acrylgemälde von der Joint Base Charleston Air Force, SC, USA| Foto: Jamal Sutter | Quelle : Wikimedia

»Diejenigen ganz unten nicht vergessen«

Urbaner Frieden in Medellín

Zivile Initiativen in Medellín (Kolumbien) drängen darauf, am Friedensprozess zwischen Regierung und Mafia beteiligt zu werden. Eine Stadtteilaktivistin erklärt uns im Beitrag, warum es wichtig ist, dass nicht nur die Mafiabosse im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Und wir erfahren, was jetzt schon erreicht wurde, obwohl sich die Gespräche selbst gerade in der Krise befinden.

 

»Wut und Hass können enden«

Die Friedensarbeit von Parents Circle - Families Forum in Israel und Palästina

Sie alle haben jemanden verloren – und kämpfen trotzdem für Frieden. Der Parents Circle Families Forum bringt seit fast dreißig Jahren israelische und palästinensische Familien zusammen, die durch den Nahostkonflikt Angehörige verloren haben. Der Beitrag von Eva Gutensohn gibt drei Mitgliedern eine Stimme: der israelischen Aktivistin Robi Damelin, der Palästinenserin Laila Alsheikh und der in Berlin lebenden Israelin Vered Berman. Sie erzählen von persönlichem Verlust, von der Arbeit an Schulen und in Dialoggruppen, von Vergebung als innerem Befreiungsakt – und von der Überzeugung, dass Frieden nicht von Regierungen verordnet werden kann, sondern in der Zivilbevölkerung wachsen muss.

 

»Vergessene Strahlenopfer - Kernenergie und Uranlieferketten«

Begehren nach Uran und Atomkraft 40 Jahre nach Tschernobyl

Beim Gedenken an die eine historische Atom­katastrophe wird leicht vergessen: Nuklear­­tests, Uran­abbau und Endlager­­desaster fordern stetig heutige und künftige Strahlen­­opfer, Kernenergie und atomare Ambitionen befeuern den Langzeit­gau. Ein Kolleg*innen­gespräch mit Rückblick auf atomare Katastrophen unter dem Radar und Blick auf die Liefer­kette Uran vom Abbau bis zur vermeintlichen Entsorgung des Atommülls.


Die Sendung ab Mittwoch zum Nachhören beim südnordfunk.

Stay tuned!

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