südnordfunk #144 | Urbaner Frieden in Medellín | Die israelisch-palästinensische Initiative Parents Circle
Außerdem: Strahlenopfer entlang der Lieferkette Uran
Wann: Dienstag, 5. Mai 16 Uhr & Freitag, 8. Mai 11 Uhr
Wo: On Air 102,3 MHz | Livestream rdl.de
In diesem Jahr wird sich der südnordfunk in mehreren Schwerpunktsendungen mit Friedensinitiativen weltweit beschäftigen, die an der Basis unermüdlich im Bereich Transitional Justice und in der Konflikttransformation arbeiten. Zum Auftakt sprechen als südnordfunk-Redaktion darüber, warum wir diesen Schwerpunkt gewählt haben und welche Herausforderungen wir auch dabei sehen.
Wir haben mit Menschen aus Israel und den palästinensischen Gebieten gesprochen, die im Konflikt unmittelbare Angehörige verloren haben und sich dennoch – oder gerade deshalb – für Dialog und Versöhnung entschieden haben.
In der kolumbianischen Stadt Medellín drängen zivilgesellschaftliche Initiativen auf ein Ende der seit Jahrzehnten andauernden Bandenkriege in der Stadt. Wie sie das bewerkstelligen und welche Hürden es gibt, erfahren wir in einem Beitrag unseres Kollegen.
»Diejenigen ganz unten nicht vergessen«
Urbaner Frieden in Medellín
Zivile Initiativen in Medellín (Kolumbien) drängen darauf, am Friedensprozess zwischen Regierung und Mafia beteiligt zu werden. Eine Stadtteilaktivistin erklärt uns im Beitrag, warum es wichtig ist, dass nicht nur die Mafiabosse im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Und wir erfahren, was jetzt schon erreicht wurde, obwohl sich die Gespräche selbst gerade in der Krise befinden.
»Wut und Hass können enden«
Die Friedensarbeit von Parents Circle - Families Forum in Israel und Palästina
Sie alle haben jemanden verloren – und kämpfen trotzdem für Frieden. Der Parents Circle Families Forum bringt seit fast dreißig Jahren israelische und palästinensische Familien zusammen, die durch den Nahostkonflikt Angehörige verloren haben. Der Beitrag von Eva Gutensohn gibt drei Mitgliedern eine Stimme: der israelischen Aktivistin Robi Damelin, der Palästinenserin Laila Alsheikh und der in Berlin lebenden Israelin Vered Berman. Sie erzählen von persönlichem Verlust, von der Arbeit an Schulen und in Dialoggruppen, von Vergebung als innerem Befreiungsakt – und von der Überzeugung, dass Frieden nicht von Regierungen verordnet werden kann, sondern in der Zivilbevölkerung wachsen muss.
»Vergessene Strahlenopfer - Kernenergie und Uranlieferketten«
Begehren nach Uran und Atomkraft 40 Jahre nach Tschernobyl
Beim Gedenken an die eine historische Atomkatastrophe wird leicht vergessen: Nukleartests, Uranabbau und Endlagerdesaster fordern stetig heutige und künftige Strahlenopfer, Kernenergie und atomare Ambitionen befeuern den Langzeitgau. Ein Kolleg*innengespräch mit Rückblick auf atomare Katastrophen unter dem Radar und Blick auf die Lieferkette Uran vom Abbau bis zur vermeintlichen Entsorgung des Atommülls.
Die Sendung ab Mittwoch zum Nachhören beim südnordfunk.
Stay tuned!