südnordfunk #146 | Zivile Räume in Irak verteidigen | GEAS und die Folgen
Außerdem: Was bedeutet Hoffnung für Geflüchtete
Wann: Dienstag 7. Juli 16 Uhr & Freitag 10. Juli 11 Uhr
Wo: On Air 102,3 MHz | Livestream rdl.de
Wie lässt sich Frieden bewahren, wenn Hass, Ausgrenzung und politische Abschottung zunehmen? Unsere Sendereihe »Frieden gestalten – Wie geht das?« erzählt von Menschen, die sich davon nicht entmutigen lassen. Es geht um Formen der Friedensarbeit im Irak, wo Hass und Diffamierung zunehmen. Und wir werfen einen Blick auf die Auswirkungen der neuen europäischen Asylpolitik (GEAS). Zwei Geschichten über Mut, Menschenrechte und die Frage, wie Zusammenleben gelingen kann.
Hassrede gegen Aktivisti* nimmt mehr Raum ein
Zeinab Shubber über die Verteidigung ziviler Räume in Irak
Hassrede und Diffamierung auf der einen Seite, Kunst und Musikfestivals für Menschenrechte auf der anderen: Im Irak verengen sich die zivilgesellschaftlichen Räume, obwohl die Zahl der zivilgesellschaftlichen Akteure zugenommen hat. Wie passt das alles zusammen? Darüber sprachen wir mit Zeinab Shubber vom »Informationszentrum für Forschung und Entwicklung«. Sie berichtet über friedensfördernde praktische Arbeit von NGOs und Jugendverbänden, während der Staat sowie wenig kompromissbereite Gewaltakteure oft kontraproduktiv für ein friedliches Zusammenleben agieren.
»Das Asylsystem ist nicht anders als ein Gefängnis«
Die GEAS-Reform und ihre Folgen für Menschen auf der Flucht
Am 12. Juni 2026 trat das vor zwei Jahren beschlossene neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) in Kraft. Fünf Tage später verabschiedete das Europäische Parlament die neue Rückführungsverordnung. Sie erlaubt künftig sogenannte Abschiebezentren in Drittstaaten – ein Beschluss, den Abgeordnete der extremen Rechten mit »Send them back«-Rufen feierten. Die Strategie, Europas liberale Grundwerte im Inneren durch eine härtere Migrationspolitik an den Außengrenzen zu bewahren, ist offenbar nicht aufgegangen. Lars Springfeld ordnet die GEAS-Reform anhand der Analyse des Juristen und Migrationsforschers Maximilian Pichl ein und fragt, welche Folgen sie für Menschen hat, die in Europa Schutz suchen.
Die Sendung ab Mittwoch zum Nachhören beim südnordfunk.
Stay tuned!