südnordfunk #147 | Maka: Die Ahnen kehren bald zurück | Albanien: Die Flamingos wollen bleiben
Außerdem: Wer profitiert vom Emissionshandel in Ostafrika?
Wann: Dienstag 4. August 16 Uhr & Freitag 7. August 11 Uhr
Wo: On Air 102,3 MHz | Livestream rdl.de
In unserer Sendung im August werfen wir einen Blick auf die Massenproteste gegen Korruption, Luxusressort und Regierung in Albanien. Wir berichten außerdem von der geplanten Rückgabe der Human Remains aus der anatomischen Sammlung der Universität Freiburg an Kamerun und zeremonielle die Würdigung der Maka-Ahnen durch eine Delegation. Und wir schauen nach Ostafrika: Eunice Nangobi und Tim Dammann haben im Rahmen einer Medienpartnerschaft mit dem Witness Radio Uganda drei Monate in Freiburg zu Emissionshandel recherchiert. Ihr Beitrag zeigt, warum Klimaschutzprojekte für den internationalen Handel nicht nur eine Frage des Klimas ist, sondern auch eine Frage von Macht und Gerechtigkeit.
Saubere Luft ernten
Der Emissionshandel gilt als Hoffnungsträger im Kampf gegen die Klimakrise - hält er, was er verspricht?
Eine Spurensuche zwischen CO₂-Bilanzen, Landkonflikten und globaler Gerechtigkeit. Kann der Handel mit Kohlenstoffzertifikaten das Klima wirklich schützen – und wer profitiert davon? Während Europa neue Regeln auf den Weg bringt, kämpfen Menschen vor Ort um Land, Mitsprache und ihre Lebensgrundlagen. Der Beitrag von Eunice Nangobi und Tim Dammann zeigt, warum der Emissionshandel nicht nur eine Frage des Klimas ist, sondern auch eine Frage von Macht und Gerechtigkeit.
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»Unseren sechs Vorfahren möchten wir sagen: Ihr seid nicht vergessen«
Zeremonie im Vorfeld der Rückgabe der Human Remains von Maka-Ahnen an Kamerun
Sechs Ahnen der Maka aus Kamerun, deren sterbliche Überreste während der deutschen Kolonialherrschaft nach Freiburg gelangten und jahrzehntelang in einer wissenschaftlichen Sammlung missbraucht und aufbewahrt wurden, sind nun mit einer Zeremonie geehrt worden. Für die Maka sind sie Widerstandskämpfer gegen den Kolonialismus. Der Prozess um die Heimkehr der Ahnen soll auch eine Rückkehr zur Würde sein – und wirft zugleich Fragen nach der Verantwortung von Universität, Museum und Gesellschaft im Umgang mit kolonialem Unrecht auf.
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»Die Menschen wollen das aktuelle politische System abschaffen«
Albaniens Bevölkerung geht gegen den Ausverkauf ihres Landes auf die Straße
Ein amerikanischer Investor will ein Luxusresort in ein Naturschutzgebiet bauen und rückten illegal mit Baggern vor. Was wie eine comichafte Prämisse aus einem Disneyfilm klingt ist im Süden Albaniens Realität. Doch die Menschen im Land nehmen ihre Geschichte selbst in die Hand und organisieren Massenprotest über alle politische Lager hinweg. Unzählige unrechtmäßige Bauprojekte und ein geplanter EU-Beitritt erhöhen den Druck auf Regierung, Kommission und den Rechtsstaat. Der südnordfunk sprach mit Gresa Hasa, Rechtswissenschaftlerin im Bereich Südosteuropa an der Uni Graz, und Joni Vorpsi, Umweltaktivist aus Albanien.
Die Sendung ab Mittwoch zum Nachhören beim südnordfunk.
Stay tuned!