südnordfunk #141 | Wahlen in Uganda | Mauer in Mexiko

Außerdem: Berichte von der Naturschutzfront in Afrika

Wann: Dienstag, 3. Februar 16 Uhr & Freitag, 6. Februar 11 Uhr

Wo: On Air 102,3 MHz | Livestream rdl.de


Ganze Sendung hier nachhören

Der südnordfunk schaut in diesem Monat nach Uganda, wo Mitte Januar 2026 Wahlen stattfanden, während das Internet abgeschaltet wurde. Repressionen gegen Oppositionelle und der Jugend, die mehr Demokratie fordert, hatten schon über Monate ein verschärftes Ausmaß angenommen. Warum?

Wir berichten von der Naturschutzfront im Südlichen Afrika, wo Schutzgebietsmanagement auch zu Vertreibung der Bevölkerung und zu Landkonflikten geführt hat. Neben der Kritik am festungsartigen Naturschutz geht es auch um machbare Gegenkonzepte.

Unsere Medienpartner vom Kollektiv Juarlin berichten aus der Grenzregion USA-Mexiko, wo seit dem Amtsantritt von Donald Trump rassistische Razzien und Abschiebungen in Internierungslager mehr denn je das Leben erschweren. Ein Fortkommen ist kaum mehr möglich.

Bild des aktuellen teams
Das Team von Freedom Hive Uganda befähigt Menschen, sich durch Gemeinschaftsorganisationen, Aktivismus für soziale Gerechtigkeit, Gleichstellung der Geschlechter, Frauenrechte, Bürgerrechte, Klimagerechtigkeit und die Rechte marginalisierter Gruppen einzusetzen | Foto: FHU

»Sprechen ist nicht gewalttätig«

Stimmen des Protests aus Uganda

Am 15. Januar wurde in Uganda gewählt. Wahlsieger ist der ehemalige Präsident Yoweri Museveni, der - laut offiziellem Ergebnis - mit über 71 Prozent der Stimmen nun seine siebte Amtszeit antritt. Sowohl in der Zivilbevölkerung Ugandas als auch international gibt es starke Zweifel an der Recht­mäßigkeit der Wahlen und deren Ergebnis. Bereits im Vorfeld und während der Wahl kam es in Uganda zu massiven Repressionen und Einschüchterungen gegen Menschenrechts- und Verfassungsaktivist*innen. Der südnordfunk war vor der Wahl vor Ort, eine Aktivistin und ein Anwalt berichten von ihrer Arbeit. Ein Beitrag von Lisa Binder.

 

African Parks: Menschen­rechte, Naturschutz & Fortress Conservation

Vom Ausschlussmodell zu gemeindebasierten Naturschutzparks

Naturschutzparks gelten oft als Hoffnungsorte in Zeiten multipler Krisen. Sie sollen bedrohte Arten schützen, überlastete Ökosysteme stabilisieren und als Puffer gegen die Folgen des Klimawandels wirken. Doch diese Schutzgebiete sind nicht nur Zufluchtsorte für bedrohte Arten. Sie sind auch Orte von Konflikten – um Land, um Macht und um die Frage, wer in einer globalen Umweltkrise die Kosten trägt. Der südnordfunk stellt zwei Perspektiven auf konkrete Umweltschutzprojekte auf dem afrikanischen Kontinent vor. Olivier van Beemen, Investigativjournalist und Autor des Buches »Im Namen der Tiere – Wie eine NGO große Teile Afrikas beherrscht« erläutert seine Kritik am Modell Fortress Conservation – ein festungsartiges Konzept des Naturschutzes. Der Ethnologe Hauke-Peter Vehrs plädiert für einen inklusiven gemeindebasierten Schutz, bei dem Landrechte, Natur und lokale Gemeinden zusammengedacht werden. Ein Beispiel findet sich in der Sambesi Region. Ein Beitrag von Sinja Kilius.

 

»Sie leben in extremer Armut«

Geflüchtete an der US-Grenze ein Jahr nach Trumps Amtsantritt

Seit Donald Trump das Asylrecht abgeschafft hat, sind Hunderttausende an der mexikanischen Grenze gestrandet. Schwester Antonia betreut sie in Ciudad Juárez – und berichtet von rassistischen Razzien, Abschiebungen in Internierungslager und Familien, die nicht mehr wissen, wie sie überleben sollen. Ein Beitrag aus der Grenzmetropole Ciudad Juárlin von Dorothea Bornewasser und Leobardo Alvarado.


Die Sendung ab Mittwoch zum Nachhören beim südnordfunk.

Stay tuned!

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