Wochen gegen Rassismus 2026
Das iz3w beteiligt sich mit fünf Veranstaltungen an den »Wochen«.
Von 13. März bis 1. April 2026 finden in Freiburg wieder die Internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Das Freiburger Netzwerk für kritische Bildungsarbeit – respect! – organisiert über 20 Veranstaltungen rund um die Themenbereiche Flucht und Asyl, Rassismus, Antiziganismus, Schwarze Männlichkeit und solidarisches Miteinander in einer immer weiter nach rechts rückenden Gesellschaft.
Das ganze Programm ist hier nachzulesen.
Freitag 13. März, 20 Uhr, Mensa der Hebelschule, Engelbergerstraße 2
Vortrag: Die Autoritär-populistische Grenze
Mit Sabine Hess
Das europäische Grenzregime radikalisiert sich: Rechtsverstöße wie Pushbacks sind systemische Praxis, Gerichtsurteile werden ignoriert und illiberale Praktiken in Recht gegossen. Gleichzeitig erleben wir europaweit einen massiven Rechtsruck, begleitet von aggressiven anti-migrantischen Debatten und Politiken. Mit Sabine Hess, Direktorin des Centers for Global Migration Studies an der Universität Göttingen, zeichnen wir nach, wie beides die autoritären Entwicklungen befeuert. Sprache: Deutsch. Der Raum ist barrierefrei, inklusive Toilette.
Die Veranstaltung wird akustisch verstärkt.
Eine Veranstaltung von Aktion Bleiberecht und dem iz3w
Dienstag 17. März, 14 – 17 Uhr, Haus des Engagements, Rehlingstraße 9
Workshop: Flucht & Asyl – Argumentieren & Widersprechen
Ein Argumentationstraining gegen rechte Parolen
Der Workshop vermittelt Hintergrundwissen zu Asyl und Migration und zeigt Strategien, wie man diskriminierenden Aussagen und Stammtischparolen (selbst) bewusst entgegentreten kann. Mit praktischen Übungen stärken wir die eigene Haltung und fördern eine solidarische Argumentationskultur.
Der Workshop ist kostenlos. Teilnehmendenzahl begrenzt. Bitte um Anmeldung an workshop@aktionbleiberecht.de
Sprache: Deutsch. Zugang über Rampe möglich; (berollbare) All-Gender Toiletten.
Eine Veranstaltung von Aktion Bleiberecht und dem iz3w
Mittwoch, 18. März, 19 Uhr, Kommunales Kino, Urachstraße 40
Podiumsdiskussion: Antiziganismus in Deutschland – bundesweit, in Baden-Württemberg und konkret in Freiburg
Die Melde- und Informationsstelle gegen Antiziganismus (MIA Berlin) informiert über die Wirkweise ihrer Arbeit und stellt dabei auch ihren letztjährigen themenspezifischen Bericht für den Bereich Kita/Schule vor. Konkrete Erfahrungen aus der 2024 in Freiburg durchgeführten partizipativen Bildungsstudie sowie die eindrücklichen Erfahrungen der Freiburger Bildungsberaterinnen erläutern die Situation vor Ort und fokussieren somit konkret die Erfahrungen der Minderheit. Beispiele aus ganz Baden-Württemberg vervollständigen den Überblick, bevor im Rahmen eines Podiumsgesprächs der Austausch mit dem Publikum erfolgt.
Moderation: Luisa Lindenthal, Eintritt frei
Sprache: Deutsch. Berollbar, ausgewiesener Platz für Rollstuhlfahrer*innen, Induktives Hörsystem verfügbar.
Veranstalter: Verband deutscher Sinti und Roma, Baden-Württemberg e.V., Projekt ReFIT Freiburg. Eine Kooperation von Kommunales Kino, Fairburg e.V., iz3w, Ev. Erwachsenenbildung.
Mittwoch 25. März, 9 – 13 Uhr, Haus des Engagements, Rehlingstraße 9
Workshop: Schwarze Männlichkeit(en) in der Kinder- und Jugendarbeit
Rassismuskritische Kompetenzen für die Berufspraxis.
Mit Jordan Schwarz
In diesem Workshop setzen wir uns vertiefend mit dem Zusammenwirken von anti-Schwarzem Rassismus und Männlichkeit(en) auseinander. Anhand von Kurz-Inputs und interaktiven Übungen reflektieren die Teilnehmenden zentrale Diskurse, Darstellungen und historische Kontinuitäten (anti-)Schwarzer Männlichkeitsbilder sowie deren Auswirkungen auf Schwarze Kinder und Jugendliche in Deutschland.
Im Fokus steht die Frage, welche professionelle Verantwortung, Handlungsmöglichkeiten und Grenzen sich daraus für die Soziale Arbeit ergeben.
Der Workshop ist als Vertiefungsformat konzipiert und richtet sich an Fachkräfte mit rassismuskritischer Vorerfahrung.
Begrenzte Teilnehmendenzahl, bitte Anmeldung an: kontakt@jordanschwarz.de
Spendenempfehlung 10 - 20 Euro nach Selbsteinschätzung
Sprache: Deutsch. Zugang über Rampe möglich; (berollbare) All-Gender Toiletten
Eine Veranstaltung des iz3w
Mittwoch 25. März, 19 Uhr, Kommunales Kino, Urachstraße 40
Dokumentarfilm & Konzert: Der offene Blick
Der Film wird umrahmt mit Live-Musik von Sunny Franz und Angelo Brand
Künstlerinnen und Künstler der Minderheit der Sinti und Roma, die in ihren Arbeiten oft die leidvolle Erfahrung der Verfolgung im 20. Jahrhundert thematisieren. Der Film wirft erhellende Einblicke in eine höchst kreative und lebendige Kunstszene und stellt dem die feindseligen Klischees gegenüber, denen Sinti und Roma ihrerseits gerade auch in der Kunst vielfach ausgesetzt waren und sind. Die aufmerksame Inszenierung sensibilisiert mit großem Nachdruck für ihre oft marginalisierte Kunst und zeigt den schöpferischen Akt der Kunstschaffenden als permanenten Akt der Revolte.
Eintritt: 5 Euro
Sprache: Deutsch. Berollbar, ausgewiesener Platz für Rollstuhlfahrer*innen, Begleitpersonen von Rollstuhlfahrer*innen haben freien Eintritt. Induktives Hörsystem verfügbar.
Veranstalter: Landesverband der Sinti und Roma, Baden-Württemberg, Projekt ReFIT Freiburg In Kooperation mit: Kommunales Kino, Fairburg e.V., Amt für Migration/Integration, Ev. Erwachsenenbildung Freiburg, iz3w