Hubschauberabsturz in Ghana
Wie der illegale Goldabbau damit zusammenhängt
Am Mittwoch, den 6. August 2025 ereignete sich ein Unglück, das die Menschen in Ghana fassungslos machte: Ein Militärhubschrauber war in einer unwegsamen Waldgegend der Ashanti-Region abgestürzt. In dem Hubschrauber befand sich ein Team von Spitzenpolitikern und Offizieren in einer heiklen Mission. Alle acht Insassen fanden den Tod. Es handelte sich um den Verteidigungsminister, den Umweltminister, den amtierenden stellvertretenden Chef des Nationalen Sicherheitsrates, den stellvertretenden Vorsitzenden der Regierungspartei NDC, einen Parlamentskandidaten dieser Partei und zwei Luftwaffenoffiziere. Die Gruppe sollte an einem Ort in Ashanti Maßnahmen beraten, wie eines der größten Übel des Landes wirkungsvoll eingedämmt werden kann: die illegale Goldsuche.
Galamsey – der illegale Goldabbau
Mit dem Wort Galamsey wird in Ghana der illegale Goldabbau bezeichnet. Besonders intensiv wird er im Südwesten, in Ashanti sowie den Eastern und Central Regions betrieben.
Goldförderung ist in Ghana nichts Neues. Nicht zufällig hieß die Vorläuferin des heutigen Staates in der britischen Kolonialzeit Goldküste. Goldabbau fand früher mit einfachen Mitteln in einer einigermaßen geregelten traditionellen Struktur statt, in die auch religiös-kultische Elemente einflossen. In der Kolonialzeit weitete sich der Goldabbau bis hin zum industriellen Großbergbau aus. Nach der Unabhängigkeit Ghanas 1957 wurden die kolonialen Management- und Finanzstrukturen, nunmehr mit starken staatlichen Einwirkungsrechten, weitgehend beibehalten. Das änderte sich wieder, als Ghana Mitte der 1980er-Jahre im Rahmen der Strukturanpassungsprogramme, auferlegt vom Internationalen Währungsfond und der Weltbank, viele Wirtschaftsbereiche privatisieren oder deregulieren musste.
Im Zuge dessen wurden Tausende v