Geflüchtete Frau in Rettungsdecke als Symbol für Debatte um Migration und Geschlecht. Wandmalerei einer geflüchteten Frau mit Rettungsdecke in Athen.
"Princess of Lesbos" von street artist Sibomama, eine Wandmalerei von Geflüchteter in Rettungsdecke in Athen /2016) | Foto: Julia Tulke | Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

Instrum­entalisiert

Zur Debatte um Migration und Geschlecht

Patriarchale Gewalt wird oft gesellschaftlich und politisch ausgeblendet. Im Migrationsdiskurs allerdings wird das Narrativ der gewaltvollen Männer und schutzsuchenden Frauen instrumentalisiert. Woher kommt diese Erzählung? Amina Aziz sucht Antworten.

von Amina Aziz und Rahel Lang

10.06.2025
Veröffentlicht im iz3w-Heft 409
Teil des Dossiers Festung Deutschland

Ja, es gab ein schönes Momentum im sogenannten Sommer der Migration 2015, nur leider war es politisch nicht nachhaltig. Ich denke, dass dieser Sommer ein Konstrukt ist. Er soll bestimmte Bilder aufzeigen, Werte der Offenheit und Toleranz, um im Anschluss zu sagen, dass es nicht funktioniert hat. Das tolle Engagement vieler Menschen, die Geflüchtete aufgenommen haben – das ins Ehrenamt verschoben wurde – konnte nicht durchgehalten werden. Das lag auch an der Politik. Unterstützenden wurde beispielsweise gedroht, sie müssten selbst für Sozialleistungen der Angekommenen aufkommen. Das war ein Schock für viele Helfende, die auch sonst allein gelassen wurden.

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