Ein Soldat mit gezielter Waffe zwischen Mauern und Sandsäcken
Manöver der nigrischen Streitkräfte in Agadez 2018 | Foto: Sgt. 1st Class Mary S. Katzenber CC BY 2.0

Hilfe, die Helfer kommen

Milizen und Militärs im Sahel drang­salieren die Bevöl­kerung

In Sahel-Staaten wie Niger und Mali putschten die Militärs. Sie versprachen der von Milizen geplagten Bevölkerung Sicherheit, doch daraus wurde nichts.

von Bernhard Schmid

25.02.2026
Veröffentlicht im iz3w-Heft 413
Teil des Dossiers Vorwärts marsch

»Aufrüsten für den Frieden wirkt wie Schnaps gegen Alkoholismus« lautete in den 1980er Jahren in der Bundesrepublik eine gängige Parole der Friedensbewegung. Heute würde der Slogan, in Anbetracht des Ukrainekriegs und den imperialen Ambitionen Russlands, erneut Kontroversen auslösen. Ein anderer, argumentativ hergestellter aktueller Zusammenhang würde den Faktencheck besser überstehen. Dieser Merksatz lautet: »Militärputsche sind kein wirksames Mittel gegen jihadistische Gewalt«.

Militär­putsche helfen nichts gegen jihadistische Gewalt

Diese Lektion lernen gerade die drei Kernstaaten der Sahelzone – Mali, Burkina Faso und Niger, die respektive seit 2020, 2022 und 2023 von Militärregierungen geführt werden. Seit September 2023 sind sie in der Allianz der Sahel-Staaten (AES) zusammengeschlossen. Legitimiert hatten sich die Militärputsche in erster Linie darüber, dass ihr Antritt dazu diene, Sicherheit zu schaffen. Das meint vor allem die Zurückdrängung der seit dem Beginn der 2010er Jahre eskalierenden jihadistischen Gewalt in der Region.

Doch derzeit befinden sich die jihadistischen Organisationen, vor allem die Gruppe zur Unterstützung des Islam und der Muslime, die dem internationalen Netzwerk Al-Qaida angegliedert ist, auf dem Vormarsch. Dies gilt vor allem für Mali und Burkina Faso. In der benachbarten Republik Niger hat sich im Machtkampf zwischen jihadistischen Gruppen derzeit der Islamische Staat im Sahel durchgesetzt. Diese Gruppe ist der regionale Ableger des Islamischen Staat (IS), der ursprünglich vor allem in Syrien und dem Irak verankert war.

Der IS im Sahel gre

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