Eine Frau und zwei Kinder stehen vor einem Gemälde von Sela Adjei mit schwarzen und weißen Figuren
Aus der Ausstellung »Fragments« über den Nkonya-Alavanyo- Landkonflikt | Foto: University of Ghana Accra

Der Nkonya-Alavanyo-Konflikt in Ghana

Teile und herrsche

Die Kunstaustellung »Fragments« von Sela Adjei thematisierte den Landkonflikt zwischen Nkonya und Alavanyo in Ostghana. Dieser wenig bekannte Konflikt beeinträchtigt das Leben in der nördlichen Voltaregion. Seine Ursprünge reichen in die Zeit der britischen und deutschen Kolonialherrschaft zurück.

von Elias Aguigah

20.10.2025
Veröffentlicht im iz3w-Heft 411

Vom 6. März bis zum 6. April 2025 hat der ghanaische Künstler Sela Adjei im Museum of Science and Technology in Accra seine Ausstellung »Fragments«gezeigt. Auf Ölgemälden sind schwarze und weiße Figuren zu sehen, die sich wie in choreographierten Tänzen umeinander herum bewegen. Doch finden sich auf den tanzenden Schwarzweißfiguren immer wieder rote Kleckse, die das Bild wie Blutflecken irritieren und den Tanz schmerzhaft wirken lassen – als wären die Figuren darin gefangen.

Die Werke sind inspiriert von dem über hundert Jahre alten Landkonflikt zwischen Guan-sprechenden Nkonya und Ewe-sprechenden Alavanyo. Das sind zwei aneinandergrenzende Gemeinden in der nördlichen Voltaregion, dem östlichen Streifen Ghanas.

Ein alter Land­konflikt

Abgelegen von Ghanas florierender Küstenregion um die Hauptstadt Accra reicht dieser Konflikt über hundert Jahre zurück: Der erste gewalttätige Vorfall wurde 1923 während der Feierlichkeiten zum sogenannten Empire Day dokumentiert – einem Fest der britischen Kolonialmacht. Zwischen Ghanas Unabhängigkeit 1957 und den 1980er-Jahren gab es bereits fünf Gerichtsurteile, um den Konflikt zu beenden. Außerdem häufen sich seit den 1990er-Jahren die Peacebuilding-Projekte, und dennoch dauert die Gewalt an. Die Konfliktforscher*innen

Alle Beiträge lesen!

Weiterlesen mit Abo

Die Inhalte gehen uns nicht aus, Kreativität und Motivation auch nicht. Gemeinsam arbeiten wir an der finanziellen Stabilität. Sei dabei, abonniere die iz3w.

Abo-Varianten vergleichen Bereits Abonnent? Login
Unsere Inhalte sind werbefrei!

Wir machen seit Jahrzehnten unabhängigen Journalismus, kollektiv und kritisch. Unsere Autor*innen schreiben ohne Honorar. Hauptamtliche Redaktion, Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit halten den Laden am Laufen.

iz3w unterstützen