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Make it Happen ...abseits der WM

Der Projekttag "Make it Happen" motiviert Jugendliche in Deutschland, sich bereits vor Anpfiff der Fußball WM - und noch nach dem Abpfiff - mit den Lebens- und Alltagsrealitäten der Menschen zu beschäftigen, die in Südafrika leben und arbeiten: Was hat sich seit dem Ende der Apartheid verändert, welche politischen und sozialen Themen bestimmen das heutige Südafrika?

Der Projekttag besteht aus folgenden vier Modulen und ist für Schulklassen und Jugendgruppen bis maximal 30 SchülerInnen ab der 9. Klasse geeignet

  • Reise nach Südafrika – zwischen Multikulti, Traumstrand und Safari
  • Diskriminierung hat Geschichte – Die Apartheid und ihre Ursprünge
  • Wo der Regenbogen auf die Wirklichkeit stößt – Die schwierige Überwindung der Apartheid
  • Die Fußball WM 2010 in Südafrika - Ein Gradmesser für »Fortschritt«?


Die CD enthält Materialien, Methoden und Anleitungen sowie Filmausschnitte aus dem Dokumentarfilm "Im Schatten des Tafelberges". Ein Angebot für Schulen, JugendleiterInnen, Lehrkräfte und TrainerInnen, die den Projekttag durchführen möchten. Zu bestellen für 12 Euro zzgl. Versand bei: bildung (ät) iz3w.org

Zum Thema:

Südafrika gilt wegen der friedlichen Überwindung der Apartheid und der relativ starken Wirtschaft als beispielhaft. Doch ist das Land auch heute noch von enormen Ungleichheiten geprägt, die zu neuen Spannungen führen. Auch die Auswirkungen des sportlichen Großereignisses auf soziale Rechte sind landesweit zu spüren, und sie zeigen, wie Menschen sich für eine gerechte Zukunft engagieren. Gerade Südafrika ist ein Land, das diverse eigenwillige Bewegungen auf den Weg gebracht hat, die motivieren und zu solidarischem Handeln anregen.

Vor diesem Hintergrund behandelt der Projekttag auch die Fußball WM und fragt nach Erwartungen und Konflikten, die das Großereignis bei verschiedenen Gruppen hervorruft. Eine vielfältige Methodenauswahl und eindrückliches Filmmaterial erleichtert es Jugendlichen, den Bezug zum Thema herzustellen.

Wie haben sich die Dominanzverhältnisse seit dem Ende der Apartheid verändert, wie haben sich Akteure neu definiert, welche politischen und sozialen Auseinandersetzungen bestimmen das heutige Südafrika? Gerade im Schatten der WM sind viele soziale Bewegungen erstarkt. Die Auswirkungen des sportlichen Großereignisses auf soziale Rechte sind landesweit zu spüren, und sie zeigen, wie Menschen sich für eine gerechte Zukunft engagieren.

In vielerlei Hinsicht gilt Südafrika als Land beispielhafter Entwicklungen. Die Überwindung der Apartheid, die Annahme einer der fortschrittlichsten Verfassungen weltweit und die als erfolgreich geltende Arbeit der Wahrheitskommission markieren politische Erfolge der südafrikanischen Geschichte. Reiche Rohstoffvorkommen und ein starker industrieller Sektor lassen Südafrika in wirtschaftlicher Hinsicht und im Vergleich zu seinen Nachbarn recht gut abschneiden. Zahlreiche Förderprogramme zielten auf eine politische und ökonomische Integration der schwarzen Bevölkerung.

Dennoch bleibt Südafrika bis heute ein Land der politischen und sozialen Gegensätze. Hohe Arbeitslosigkeit und die Marginalisierung einer wachsenden Bevölkerungsschicht, die vom wirtschaftlichen  Wachstum ausgeschlossen bleibt, sind hierfür ebenso kennzeichnend wie die rasche Ausbreitung von HIV/Aids.

Die hiesige Wahrnehmung der Kaprepublik ist meist recht ambivalent. Der touristische Blick fällt auf Naturschönheiten und bunte Folklore, während in den Medien von urbaner Kriminalität und xenophoben Übergriffen gegenüber MigrantInnen berichtet und damit ein düsteres Bild von Armut und Hoffnungslosigkeit befördert wird. Doch über die konkreten Arbeits- und Lebensverhältnisse auf dem Lande oder in der Stadt, in Townships und Innenstädten, in Fabriken und Privathaushalten, wird vergleichsweise wenig berichtet.

Dieser Projekttag der AG Bildung motiviert Jugendliche, einen differenzierten Blick auf südafrikanische Lebenswelten zu werfen. Dabei werden die sozialen Bewegungen und Menschen vor Ort in ihrem politischen und sozialen Engagement als AkteurInnen zu Wort kommen. Gerade Südafrika ist ein Land, das diverse eigenwillige Bewegungen auf den Weg gebracht hat, die motivieren und zu solidarischem Handeln anregen.

Make it Happen
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