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Afya Yangu. It's my Right!

Der Dokufilm Afya Yangu. It's my Right! zeigt, warum es so schwierig ist, die hohe Müttersterblichkeit alleine mit einer besseren medizinischen Versorgung zu verringern. Frauen in Kenia sprechen über ihr Recht auf Gesundheit und sexuelle Selbstbestimmung. Indem sie ihre Stimme erheben, handeln sie gegen patriarchale Gewohnheitsrechte, repressive Tabus und Gewalt. OmdU, 72min. Kenia/Deutschland 2011

Reproduktive Gesundheit

Eine ganze Reihe von Rechten müssen realisiert und gewährleistet werden, um auch das Recht auf reproduktive Gesundheit und sexuelle Selbstbestimmung zu verwirklichen. Dazu gehören:

  • das Recht auf Gleichstellung
  • Nicht-Diskriminierung von Frauen
  • Zugang zu Informationen
  • das Recht, frei von Gewalt und Sklaverei zu leben
  • das Recht auf menschliche Würde und körperliche Unversehrtheit
  • das Recht auf Privatsphäre
  • das Recht Anklage und Einspruch zu erheben

Weil Menschenrechte unteilbar sind, sind diese Rechte unverzichtbare Voraussetzung, um zu verhindern, dass Frauen an einer Schwangerschaft oder den Folgen einer Geburt oder Abtreibung sterben.

Detaillierte Infos zu Film und Projekt stehen auf der Projektwebsite frauen-rechte-gesundheit.de.

Das komplette Booklet zum Film finden Sie hier

Synopsis zum Film  hier

Poster zum Film hier

Hintergrund:

Unerwünscht schwanger: Diese Diagnose betrifft im Westen Kenias irgendwann im Laufe ihres Lebens nahezu jede Frau. Manche, nachdem sie mehrere Kinder großgezogen haben. Andere, während sie noch zur Schule gehen. Das Ansehen einer Frau steht und fällt damit, ob, wann und wie viele Kinder sie zur Welt bringt. Auch das Geschlecht der Kinder spielt für die Akzeptanz in der Gesellschaft oftmals eine Rolle. Zwischen Religion und staatlicher Bevölkerungspolitik, zwischen patriarchaler Tradition und gesellschaftlichen Normen bleibt den Frauen oft nicht viel Raum für die Wahrung ihrer eigenen Interessen.

Umso mutiger ist es, wenn sie über Gewalt sprechen, die sie erfahren, über die Krisen, die sie durchleben, über Sexualität und Verhütung und über das, was sich in der Gesellschaft ändern muss, wenn ihr Recht auf reproduktive Gesundheit und sexuelle Selbstbestimmung gelebte Realität werden soll.

Der Streit in Kenia um den Abtreibungsparagrafen der neuen Verfassung von 2010 machte erneut deutlich, welche Interessen auf dem Körper von Frauen ausgetragen werden. Fünfundzwanzig Jahre nach der Weltfrauenkonferenz in Nairobi sagt die Frauenrechtlerin Esther Mwaura: „Hier über Abtreibung zu sprechen bedeutet für eine Frau, mit dem Teufel zu paktieren. Jede Diskussion über Abtreibung verdammt zugleich die Frauen als Schuldige - doch von den reproduktiven Rechten von Frauen will niemand etwas wissen.“

Sie ist eine von vielen Frauen, die in dem Dokufilm Afya Yangu. It's my Right! ein Beispiel dafür geben, wie Frauen mutig das Schweigen über erlittenes Unrecht brechen, ihre Rechte einfordern und eine Veränderung der Gesellschaft anstoßen.

Afya Yangu. It's my Right!
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