Die "Marea Verde" in Lateinamerika kämpft für reproduktive Rechte und Selbstbestimmung
Foto: Nico Avelluto CC BY-NC 2.0

Umkämpft - Reproduktive Gesundheit

Weltweit ist die reproduktive Gesundheit in Gefahr. Das Recht auf körperliche Selbstbestimmung, der Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen, Verhütungsmitteln und sexueller Bildung wird vielerorts eingeschränkt. Rechte Regierungen treiben den antifeministischen Backlash voran. Das ist vor allem eins: ungesund.

Christlich-fundamentalistische Hardliner aus Europa und den USA sehen unter anderem einen machtpolitischen Hebel in Ostafrika und leisten dort Lobbyarbeit gegen Verhütung und sichere Familienplanung. Schätzungen zufolge werden mehrere Länder aufgrund der desaströsen US-AID-Streichungen bis zu 14 Millionen mehr AIDS-Todesopfer verzeichnen. Demgegenüber werden Aktivist*innen nicht müde, weiter für die Selbstbestimmung und Gesundheitsversorgung aller Menschen zu kämpfen.

Was es für Auswirkungen hat, wenn der Zugang und die öffentliche Verhandlung von sexueller Gesundheit einer reaktionären Welle zum Opfer fällt, und wie sich trotzdem Widerstand und unterstützende Strukturen bilden, zeigt das iz3w im Dossier »Reproduktive Gesundheit« auf.

Ungesunder Backlash

Motiv aus der Graphic Novel »Sera deseada«. Eine Frau stirbt im Krankenbett nach unsicherer Abtreibung.

Schwieriger Fort­schritt

Die körperliche Selbst­bestimmung ist wieder gefährdet

Die Fort­schritte im Bereich der repro­duktiven und sexuellen Gesund­heits­rechte kehren sich angesichts autoritärer Umbrüche wieder um. Welche Aus­wirkungen hat der Abbau der US-finanzierten Gesund­heits­pro­gramme im Globalen Süden?

von Catherina Hinz

Bei einem Anruf spricht die Protagonistin über die Stigmatisierung bei Abtreibungen, aus »Séra deseada«

Antifeminis­mus macht krank

Rechte Kräfte weltweit eint eine anti­feministische Agenda, die nicht zuletzt auf die Kontrolle der Repro­duktion abzielt. Welche Folgen hat das für den Zugang zur Gesund­heits­versorgung von Frauen und queeren Menschen?

Erinnerung an eine Abtreibung, Protagonistin im OP-Saal. Motiv aus Graphic Novel »Séra deseada«

Patriarchaler Kontrolle ent­kommen

In kurdischen Gebieten des Nord­iraks bekämpft der Verein WADI die Praxis weiblicher Genital­verstümmel­ung und versucht, Frauen auf dem Weg zu begleiten, ihre Stellung sowie das Zusammen­leben in der Gesell­schaft zu verändern.

Protagonistin bei der Nachuntersuchung nach einer Abtreibung.

Autoritär, patriarchal und gewalt­förmig

Frauengesund­heit und Bevölkerungs­politik in Indien und China

Re­pro­duk­tive Ge­sund­heit wird in Indien und China unter dem Primat der je­weil­igen Be­völk­erungs­politik gedacht. Was be­deut­en die unter­schied­lichen Bio­poli­tiken in den zwei Ländern für Ge­sund­heits­ver­sorgung und re­pro­duk­tive Ge­rechtig­keit?

von Christa Wichterich

Ein Protestmarsch 1999 für das Recht auf Abtreibung

Die Komple­xität von Abtreib­ungen grafisch erzählt

In der Graphic Novel Será deseada werden Abtreibungs­geschichten in Mexiko erzählt. Die Autorin Gabriela Jauregui spricht mit iz3w über die Gesundheits­versorgung für Frauen in Mexiko und wie wichtig es ist, positive Erzählungen zu verbreiten.

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