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Volle Tanks – leere Teller

Sind Agrotreibstoffe die Lösung - oder das Problem? Podiumsdiskussion mit Kandidat*innen für den Deutschen Bundestag über eine zukunftsfähige Biomassepolitik
Wann 28.08.2017
von 17:00 bis 19:00
Wo Gemeindesaal der Ludwigsgemeinde, Starkenstraße 8, 79104 Freiburg
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Fragen an die Bundestagsparteien über
• die aktuellen Risiken und Problemlagen
• sowie über die Positionen der Bundestagsparteien zu einer zukünftigen "Biospritpolitik" in Deutschland und in der EU

Mit einführenden Blitzlichern Betroffener, die die Auswirkungen der europäischen Biomassepolitik in ihren Heimatländern aufzeigen.

Es diskutieren die Freiburger Bundestagskandidat*innen
Kerstin Andreae (Bündnis 90 – Die Grünen)
Julien Bender (SPD)
Dr. Adrian Hurrle (FDP)
Matern von Marschall (CDU)
Tobias Pflüger (Die LINKE)

Moderation: Martina Backes (Journalistin und Mitarbeiterin im iz3w)


Weltweit wird immer mehr Land genutzt, um Biomasse zur Gewinnung von Energie anzubauen.


Zum Anbau von Zuckerrohr, Ölpalmen und Soja wird Regenwald abgeholzt und Land benutzt, das bisher zur Erzeugung von Nahrungsmitteln genutzt wurde.

Die Folgen für die reichen Länder des Nordens sind Monokulturen, ökologische Probleme durch den Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln sowie Flächenkonkurrenz mit der regionalen Versorgung mit Nahrungsmitteln.

Die Folgen der steigenden Nachfrage nach Biomasse für die Länder des globalen Südens sind
• Flächenkonkurrenz mit dem Anbau von Nahrungsmitteln,
• Rückgang der Saatengut-Vielfalt,
• Konkurrenz um knappe Wasser-Ressourcen,
• ökologische Probleme durch den Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln,
• Zerstörung des Regenwaldes,
• Landvertreibungen,
• Landgrabbing
• und Menschenrechtsverletzungen.

Die Nachfolgeregelung der EU-Erneuerbaren-Energienrichtlinie (RED) wird gerade auf europäischer Ebene verhandelt. Sie wird die europäische Klimapolitik für den Zeitraum 2021-2030 festlegen.
Eingebunden in den europäischen Gesetzgebungsprozess werden auch die nationalen Regierungen im EU-Ministerrat Positionen beziehen und Aktionspläne zur Erreichung der vereinbarten Ziele formulieren müssen.


Im Gespräch mit den Kandidat*innen für den Deutschen Bundestag sollen folgende Fragen diskutiert werden:

• welche Positionen vertreten sie und ihre Parteien hinsichtlich der künftigen Biomasse- und Energiepolitik (RED II)?
• hilft der vom EU-Parlament soeben verabschiedete Beschluss zur Beendigung der energetischen Verwertung von Palmöl weiter, wenn dafür mehr Soja- und/oder Rapsöl zur "Biodiesel-Produktion" eingesetzt wird?
• welche Überlegungen und Schritte gibt es in den Parteien, die energetische Nutzung von Biomasse aus Übersee
• in der Verkehrs- und Energiepolitik,
• in der Verwendung von Palmöl im Lebensmittelsektor
• sowie von Soja als Tiernahrung deutlich zu reduzieren?
• kann der hiesige Rapsanbau zu einer geringeren Regenwaldvernichtung beitragen, weil weniger Soja aus Lateinamerika in die EU importiert werden muss?
• wie wird sich die künftige Biomasse- und Energiepolitik auf die heimische Landwirtschaft auswirken?
• ist die Zertifizierung von Biomasse aus Übersee im Hinblick auf ökologische Standards und Menschenrechte ein erfolgversprechender Weg?


Einladende:

Netzwerk Energie-Hunger – Nein Danke, AK Wasser im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz, BUND Ortsgruppe Freiburg, Bonhoeffer-Gruppe der Auferstehungsgemeinde Freiburg-Littenweiler, Caritas international, Eine Welt Forum Freiburg, FIAN, Förderverein Zukunftsenergien SolarRegio Kaiserstuhl, Greenpeace Freiburg, Informationsstelle Peru, Klimabündnis Freiburg, Klimaschutzverein March, NABU Ortsgruppe Freiburg, Regenwaldinstitut, regioWasser