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iz3w on tour

Anlässlich des Jubiläums wollen wir unsere jungen und alten Kooperationspartner besuchen und mit ihnen Veranstaltungen ausrichten. Geplant sind Filmpräsentationen mit anschließender Diskussion sowie Vorträge und Streitgespräche zu einem breiten Themenspektrum – von postkolonialer Kritik über Migration und Rassismus bis hin zu sozialen Bewegungen.

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Uncertain Future

Am 14. September 2018 um 18 Uhr auf dem 16. Afrikafilmfestival in Köln

Zu Gast: Eddy Munyaneza, Bob Rugurika Moderation: Martina Backes (iz3w, Freiburg)

Regie: Eddy Munyaneza | 70 min. | Burundi/Senegal/Frankreich/Belgien 2018 | OmU

In Burundi spitzt sich seit Jahren eine politische Krise und humanitäre Katastrophe zu, die in den europäischen Medien wenig Aufmerksamkeit erfahren. Rund 400.000 Menschen sind in die Nachbarländer geflohen, während die Regierung dem demokratischen Wandel eine Absage erteilt und das Recht auf Meinungs- und Medienfreiheit verletzt. Das iz3w präsentiert im Rahmen seiner iz3w-on-Tour Reihe zum 50-jährigen Jubiläum den Film Uncertain Future von Eddy Munyaneza gemeinsam mit filminitiativ auf dem 16. Afrika Film Festival in Köln. Der Filmemacher Eddy Munyaneza aus Burundi wird anschließend mit Bob Rugurika, Direktor des burundischen Senders Radio Publique Africaine und Initiator der Diaspora-Nachrichtenplattform IWACU, über die politische Krise in Burundi sprechen, die vor allem auch eine Krise der Meinungs- und Pressefreiheit ist.

Moderiert wird die Veranstaltung vom südnordfunk – der iz3w-Magazinsendung aus Freiburg. Der südnordfunk hat über die politische Lage und die Medienrepression in Burundi mehrfach berichtet. Mit der gemeinsamen Veranstaltung machen filminitiativ und das iz3w zugleich auf ihre langjährige Zusammenarbeit und ihr gemeinsames Anliegen aufmerksam: „politischen Aktivismus und Realitäten auf dem afrikanischen Kontinent in Europa sichtbar und hörbar machen“.  Moderation: Martina Backes, Redakteurin beim iz3w.

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Frankfurt, 10.September, 19Uhr:

Keine Freiheit im Paradies – wenn Tourismus, Flucht und Migration aufeinandertreffen. Das iz3w zu Gast bei medico international (Lindleystraße 15,  Frankfurt)

Selten werden die Phänomene Tourismus, Flucht und Migration in einem Satz genannt. Dabei haben sie durchaus Berührungspunkte: Ihre Wege kreuzen sich an Grenzposten und auf Passagen. Diese Kontaktzonen sind prädestiniert für Konflikte. Doch ebenso können sich aus dem Aufeinandertreffen solidarische Perspektiven für das Recht auf Freizügigkeit ergeben.

Was bedeutet es, dass immer mehr touristische Sehnsuchtsorte auf der Welt, die für die «schönsten Tage im Jahr» gebucht werden, zeitgleich mit dem Geschehen von Migration und Flucht konfrontiert sind? Wenn an diesen Orten Bewegungsfreiheit für die einen und Bewegungshindernisse für die anderen die soziale Realität mitprägen, welche Herausforderungen entspringen daraus? Wie sind die Sphären des Tourismus mit denen von Flucht und Migration möglicherweise auch verknüpft? Welche Kontaktpunkte ergeben sich auf der politischen, der persönlichen, der ökonomischen Ebene? Wo sind die Begegnungen konfliktiv, wo eröffnen sich solidarische Handlungsperspektiven?

Vortrag von Martina Backes

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Mannheim, Montag 25.Juni, 19:30 Uhr:

Die (Un)Möglichkeit der Versöhnung - Perspektiven auf das post-koloniale Namibia. Ein Vortrag im Rahmen der Afrika Tage 2018 im Ökumenischen Bildungszentrum (Sanctclara, B 5, 19, 68159 Mannheim)

In der namibischen Gegenwart ist die koloniale Vergangenheit auch 28 Jahre nach der Unabhängigkeit sicht- und spürbar und für viele Namibier*innen unvergessen – dies zeigt nicht zuletzt die aktuelle Klage von Herero und Nama gegen Deutschland vor dem US District Court in New York. Der deutsche und südafrikanische Kolonialismus sowie die Apartheid tragen im Land weiterhin maßgeblich zu den anhaltenden Konflikten, Herausforderungen und immensen sozialen Ungleichheiten bei. Diese sozio-önonomischen Fakten stehen in starker Diskrepanz zur populären, offiziellen namibischen Erfolgsgeschichte, die den geglückten Übergang von Apartheid und Kolonialismus zu gelungener nationaler Versöhnung und von einem rassistischen, autoritären Regime hin zu einer Mehrparteiendemokratie zelebriert.
Julia Rensing von freiburg-postkolonial.de widmet sich in ihrem Vortrag diesen Diskrepanzen in der namibischen Geschichtsschreibung. Sie stellt verschiedene Perspektiven auf und aus Namibia vor, die das komplexe Spannungsfeld der namibischen Gegenwart erkennbar machen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Autobiografien „The Price of Freedom“ von Ellen Ndeshi Namhila und Tshiwa Trudie Amulungus „Taming My Elephant“. Beide Frauen berichten von der Kolonialzeit, ihrem schweren Gang ins Exil und ihrer Rückkehr in ein freies und verändertes Namibia. In ihren Werken sowie in persönlichen Interviews nehmen sie Stellung zur offiziellen Geschichtsschreibung einerseits und den Lebensrealitäten der Namibier*innen andererseits und eröffnen so eine Einsicht in die (Un)Möglichkeit der nationalen Versöhnung Namibias.

Referentin ist Julia Rensing, M.A. Cultural Studies, Forschungs- und Bildungsprojekt http://www.freiburg-postkolonial.de im iz3w in Freiburg.

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Berlin, Donnerstag 22.März, 20 Uhr:

Seven years after – was bleibt vom Arabischen Frühling?
Diskussionsveranstaltung von iz3w & jungle world,
im K-Fetisch (Wildenbruchstraße 86/ Ecke Weserstraße, Berlin-Neukölln)

Gebannt verfolgte die Weltöffentlichkeit, was zu Jahresbeginn 2011 in arabischen Ländern geschah: In Tunesien vertrieb eine spontan entstandene soziale Bewegung den autoritären Präsidenten Ben Ali von der Macht. Einen Monat später war es in Ägypten so weit: Präsident Mubarak musste nach anhaltenden Protesten zurücktreten. Der Tahrirplatz in Kairo wurde weltweit zum Symbol einer jungen hoffnungsvollen Demokratiebewegung, die nicht nur im Westen viel Sympathie erfuhr.

Die Redaktionen von iz3w und jungle world sowie unsere AutorInnen haben die emanzipatorischen Bestrebungen in arabischen Ländern von Beginn an intensiv publizistisch unterstützt. Daran halten wir fest, und deshalb fragen wir uns sieben Jahren nach seinem Beginn: Was bleibt vom Arabischen Frühling? Wie ist aktuell die Lage in Tunesien, Ägypten und anderen Ländern? Welche Erfolge konnten die Demokratiebewegungen erstreiten? Wie hat sich der Arabische Frühling auf die Lage von Frauen und Feministinnen ausgewirkt? Und wie soll das alles weitergehen?

Es diskutieren Bernd Beier, Juliane Schumacher, Jörn Schulz und Hannah Wettig. Moderation: Christian Stock.

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Basel, 22.03.2018, 18.15 Uhr:

Keine Freiheit im Paradies - wenn Tourismus und Migration aufeinandertreffen, in der Geographisch-Ethnologischen Gesellschaft Basel

Selten werden die Phänomene Tourismus, Flucht und Migration in einem Satz genannt. Dabei haben sie durchaus Berührungspunkte: Ihre Wege kreuzen sich an Grenzposten und auf Passagen. Diese Kontaktzonen sind prädestiniert für Konflikte. Doch ebenso können sich aus dem Aufeinandertreffen solidarische Perspektiven für das Recht auf Freizügigkeit ergeben.

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Im Vortrag wird erörtert, was es bedeutet, dass immer mehr touristische Sehnsuchtsorte auf der Welt, die für die «schönsten Tage im Jahr» gebucht werden, zeitgleich mit dem Geschehen von Migration und Flucht konfrontiert sind.

Wenn an diesen Orten Bewegungsfreiheit für die einen und Bewegungshindernisse für die anderen die soziale Realität mitprägen, welche Herausforderungen entspringen daraus? Wie sind die Sphären des Tourismus mit denen von Flucht und Migration möglicherweise auch verknüpft? Welche Kontaktpunkte ergeben sich auf der politischen, der persönlichen, der ökonomischen Ebene? Wo sind die Begegnungen konfliktiv, wo eröffnen sich solidarische Handlungsperspektiven?

Ein Vortrag von Martina Backes (iz3w).

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Folgende Stationen von „iz3w on Tour“ sind außerdem in Planung:

Paris: Internationalismus in Deutschland und Frankreich (mit den iz3w-Autoren Bernard Schmid und Kolja Lindner)

Köln: Filmpräsentation mit Publikumsgespräch auf dem Afrika Film Festival

Über neue Veranstaltungen und Änderungen halten wir euch hier auf dem Laufenden.

50 Jahre internationale Solidarität

Die DVD mit allen 364 bis zum Januar 2018 erschienenen Ausgaben ermöglicht eine Zeitreise durch fünf Jahrzehnte internationalistischer Publizistik.
Mit einer komfortablen Volltextsuche können sämtliche Namen und Begriffe gefunden werden, die je in der iz3w standen. Wir danken dem Archiv Soziale Bewegungen in Freiburg für die Unterstützung!

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Hier geht es zur Bestellseite.

Formlose Bestellung an abo@iz3w.org geht auch.

Die Zusammenstellung kostet 50 Euro.