Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge
Kontakt Spenden Abo Newsletter
Sie sind hier: Startseite Projekte südnordfunk # 54 Erinnern von '68 in Mexiko

# 54 Erinnern von '68 in Mexiko

Interview über das Gedenken an die Opfer der staatlichen Morde in Tlatelolco (Mexiko). Außerdem: Filmkunst aus Kamerun zum Thema Brain Drain.

Foto: National Museum of Mexican Art / Image: José Antonio Aguirre, El parteaguas de mi compadre Jelipe

6. November 16 Uhr auf 102,3 MHz  I per Livestream rdl.de  I  Wiederholung: 16. 11. um 11 Uhr

Ganze Sendung Nachhören oder Downloaden

(aufgrund von GEMA-Beschränkung ist die ganze Sendung nur bis zum 20. November verfügbar - die einzelnen Beiträge jedoch unbegrenzt)

"Man weiß nicht, wieviele Menschen damals auf der Plaza starben"

Gedenken an Tlatelolco - Mexico 2018

Der Historiker Julián Castillo Salcedo (Ciudad de Mexico) berichtet über ein menschenverachtendes Kapitel der mexikanischen Geschichte, als am 2. Oktober 1968 der Staat der Studierendenbewegung gewaltsam ein Ende setzte. Das "Bataillon Olympia", war eigentlich für die Sicherheit der olympischen Spiele verantwortlich und verursachte heute vor 50 Jahren ein Blutbad.

Die Studierendenbewegung schaffte es, in einem Schneeballeffekt die Gesellschaft 68 in Mexiko zu Massenstreiks zu mobilisierten. Doch sie war laut Julián auch das Ergebnis eines Wandels, der sich bereits vollzogen hatte.

Interview Teil 1 "Man weiß nicht, wieviele Menschen damals auf der Plaza starben"

Interview Teil 2 "Die Leute haben kein historisches Gedächtnis"

Interview Teil 3 "Die Bewegung war Ergebnis eines Wandels, der sich bereits vollzogen hatte"

Das Interview mit Julián Castillo Salcedo senden wir in drei Teilen - die spanischsprachige Originalfassung findet sich als Gesamtbeitrag hier:

50 años después del massacre de Tlaltelolco: El 68 fue resultado de cambios que ya se habían hechos

 

 

Außerdem: Filmkunst aus Kamerun

Hands - Filmplakat

 

Der Kurzfilm Hands von Frank Thierry Lea-Malle von 2017 hat das Thema Brain-Drain, also die Abwanderung von ausgebildeten Fachkräften in eine konkrete Geschichte gepackt. In seinem Film Hands portraitiert der Filmemacher aus Kamerun eine junge Ärztin, ebenfalls aus Kamerun, die ihre Heimat verlassen hat, um in Deutschland nach besseren Arbeits- und Lebensbedingungen zu suchen. Obwohl sie Chirurgin ist, wird sie in Deutschland schließlich in einer Klinik als Krankenpflegerin angestellt. Lea Malle führt uns in den Tagesablauf der Protagonistin, gespielt von Lucie Nang, mit all dem Druck der Gesellschaft, der sie umgibt und dem sie ausgesetzt ist. Doch auch ihre Familie und ihre Freunde aus Kamerun haben Ansprüche.

Rufine Songue sprach mit dem Filmemacher über seine Filmarbeit, die in der Exilgemeinde ausgewanderter KamerunerInnen ein emphatisches Echo finden.                     ANHÖREN

Der Kurzfilm findet sich auf englisch und französisch auf Vimeo

 

Hinweis auf den südnordfunk im Dezember

Tausende Männer, Frauen und Kinder haben sich Mitte Oktober von Honduras aus auf den Weg in die USA gemacht und das Nachbarland Guatemala durchquert. Derzeit pausieren sie in einem Stadion in Mexiko-Stadt und verhandeln, ob sie in den kommenden Tagen die gefährlichere Route Richtung Texas einschlagen oder die deutlich längere Route Richtung Florida.

In der kommenden Sendung am 4.12. 2018 berichten wir von der Karawane aus Mexiko und fragen, wie sich die Staaten der Herkunftsländer der MigrantInnen in Anbetracht der Drohgebärden von Präsident Trump verhalten, der an der Grenze aufrüstet und die Karawane auch mit Gewalt gegen Menschen zum Halt und zur Umkehr bewegen will.

Navigation
Sendezeiten
iz3w zum Hören

Beiträge zu 1968 international

Pedro Monaville ist Assistant-Professor an der New York University in Abu Dhabi und forscht zu linker Protestgeschichte im Kongo. Der südnordfunk sprach mit ihm über die Studentenbewegung 1968 im Kongo.

 

Edith Gonzalez aus Mexiko über das Massaker von Tlatelolco:  Mexiko1968 war das Jahr der Olympischen Spiele in Mexiko. Es war auch ein Jahr des gemeinsamen Aufbegehrens gegen ein autoritäres Regime und seine Gewalt. Edith Gonzalez nahm als Dreizehnjährige an den Mobilisierungen teil.

Logo sued nord funk