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# 55 Karawane in Mexiko

Karawane für grenzenlose Migration / Ein Film für die weibliche Lust / Ma - Lesung aus dem Roman von Aya Cissoko

4. Dezember 16 Uhr auf 102,3 MHz  I  Livestream rdl.de  I  Wiederholung: 7. 12. um 11 Uhr

Ganze Sendung ab dem 5.12. hier Nachhören oder Downloaden


Ganz Mexiko ist eine Grenze

Während sich weltweit aller Lager der Politik dieser Tage über den Global Compact on Migration ereifern, ist Migration für tausende Lebensrealität. Diese birgt einige Chancen, aber vor allem viele Gefahren und Begegnungen mit den Repressionsapparaten derjenigen, die den UN Migrationspakt als gefährlichen Eingriff in ihre staatliche Souveränität betrachten. Der südnordfunk hat Menschen der Karawane aus Mexiko befragt. Was tun in  Anbetracht der Drohgebärden von Präsident Trump? Wie sieht die Migrationspolitik der Herkunftsländer aus? Trump lässt indes an den Grenzen weiter aufrüsten und will die Karawane mit Gewalt gegen Menschen zur Umkehr bewegen.

Die aktuelle Situation ist ungewiss. Einige erschöpfte Menschen der Karawane haben aufgrund der fehlenden Versorgung in der Grenzstadt Tijuana entschieden, freiwillig in ihre Heimatländer zurückzukehren. Einige versuchten, die Grenze zu überqueren und wurden mit Tränengas empfangen. Bis heute warten zahlreiche Migrant*innen in Tijuana auf ein Asyl in den USA.

 

Warum #FEMALE PLEASURE ein wichtiger Film ist

„Frauen werden benutzt“, so heißt es an einer Stelle in dem Dokumentarfilm #FEMALE PLEASURE, „um Männerfantasien zu erfüllen.“ Fünf junge Frauen wenden sich gegen die Unterdrückung der weiblichen Sexualität – in ihren jeweiligen Herkunftsregionen. Deborah Feldman, Leyla Hussein, Rokudenashiko, Doris Wagner und Vithika Yadav kämpfen gegen eine hypersexualisierte Welt und gegen die vorherrschende Sexkultur für ein respektvolles und gleichberechtigtes Miteinander der Geschlechter und für selbstbestimmte Sexualität und Befreiung. Dabei sind vor allem Mut, Kraft und Lebensfreude ihre Begleiterinnen.

Lesung aus dem Roman MA von und mit Aya Cissoko

"Ma" ist ein autobiografischer Roman. Die Autorin Aya Cissokos schreibt über ihre Mutter, die nach dem Brandanschlag auf ihre Wohnsiedlung in einer Pariser Banlieu ihren Mann und eine Tochter verliert. Entgegen der Tradition ihres Herkunftslandes Mali entschließt sich Ma, erneut zu heiraten. Alleinerziehend in Frankreich, versucht sie, ihre anerzogenen Werte aus Mali an ihre Tochter weiterzugeben. Doch das Leben kommt einem  Drahtseilakt gleich, zwischen Tradition und Moderne, alter und neuer Heimat.

Ma ist ein feministischer Roman. Hier ein Ausschnitt aus einer Lesung im November mit Aya Cissoko und Beate Thill, der Übersetzerin ihres Buches. Neben der Autorin liest die Sprechkünstlerin Ariane Zeuner Ausschnitte aus der deutschen Übersetzung. Beate Till stellt Aya Cissoko nochmal vor und sie übersetzte das Gespräch mit der Autorin.

Das Buch ist erhältlich im Verlag Das Wunderhorn [ISBN 9783884235720] gebunden für 24,80 EUR.

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Beiträge zu 1968 international

Pedro Monaville ist Assistant-Professor an der New York University in Abu Dhabi und forscht zu linker Protestgeschichte im Kongo. Der südnordfunk sprach mit ihm über die Studentenbewegung 1968 im Kongo.

 

Edith Gonzalez aus Mexiko über das Massaker von Tlatelolco:  Mexiko1968 war das Jahr der Olympischen Spiele in Mexiko. Es war auch ein Jahr des gemeinsamen Aufbegehrens gegen ein autoritäres Regime und seine Gewalt. Edith Gonzalez nahm als Dreizehnjährige an den Mobilisierungen teil.

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