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# 59 Ostinato und Ukraine

Ukraine: Über 5 Jahre nach dem Ende des blutigen Maidan // Musik: 5 Jahrzehnte afrofone Sounds vom Atlantik bis zum Indischen Ozean

südnordfunk am 2. April um 16 Uhr undam 5. April um 11 Uhr auf 102,3 MHz

Gesamte Sendung Anhören oder Downloaden

 

 

Ukraine fünf Jahre nach dem Maidan

Mehr als fünf Jahre nach dem Maidan in der Ukraine sind noch lange nicht alle Geschichten erzählt. Hört her, was Katja Pavlova von CRISP (Conflict Transformation and Civic Education) und die Zeitzeug_innen vom Euromaidan zu sagen haben. anhören

Die Berliner Organisation CRISP steht für „Crisis Simulation for Peace“. Sie organisieren politische Planspiele mit dem Ziel, die Zivilgesellschaft zu stärken und Konflikte zu bewältigen.

In jüngster Zeit stand bei CRISP die Ukraine im Mittelpunkt, genauer gesagt die Proteste auf dem Maidan. Anfang 2018 haben sie in Zusammenarbeit mit der Kunst- und Informatik Abteilung der Hochschule für Bildende Künste Saar und ISKRA, dem „Zentrum für Dialog und Versöhnung“ eine Hörspielapp veröffentlicht, die die Geschehnisse vor gut 5 Jahren nochmal ins Gedächtnis rufen soll: mit dem Smartphone in der Tasche kann man sich so auf den Originalschauplätzen unterschiedliche Geschichten erlaufen.

Den Protesten auf dem Maidan, die immer blutiger wurden, folgte die Russische Annexion der Krim, was den Euromaidan regelrecht absorbierte. Alle Aufmerksam war nun auf die Ostgrenze gerichtet.

Im April 2019 steht eine neue Präsidentschaftswahl in Kiev an. Das größte zu lösende Problem bleibt der Umgang mit der Korruption im Land sowie die Aggressionen Russlands auf der einen Seite und die Annäherung an die EU auf der Anderen.

Die drei Top-Kandidat_innen nach der Vorwahl sind immerhin EU-Befürworter_innen. Der Spitzenkandidat ein politisch unerfahrener Komiker………….

Ihr hört Ausschnitte aus der App Hidden Memories und die Projektmitarbeiterin Katja Pavlova, die damals selbst Aktivistin auf dem Euromaidan war.


Afrofone Sounds vom Atlantik bis zum Indischen Ozean

Label Ostinato

... die sammelt und veröffentlicht das Label Ostinato Records. Sie sind der ungehörte Soundtrack der Geschichte des Globalen Südens. Der südnordfunk hat mit dem Label-Gründer Vik Sohonie gesprochen um herauszufinden, welche Idee hinter dem Label steckt und wie man die raren Scheiben und Bänder mit den begehrten Klängen findet.

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Auch wenn der Begriff „Ostinato“ lateinischen Ursprungs ist, so gibt es keinen Kontinent dessen Musikkulturen die Tradition des repetitiven Riffs oder des repetitiven Rhythmus (ostinato) so sehr zelebrieren wie Afrika und auch in der Karibik und in Lateinamerika. Vielleicht war es das, was Vik Sohonie zu afrikanischer Musik hingezogen habe, schon lang bevor er ein Label gründete – die unglaublich ausgefeilten Arten diese Melodien und Rhythmen zu halten und zu wiederholen, um einen vielschichtigen, tiefen und komplexen Sound entstehen zu lassen. Diese Ostinatos lassen sich in der Musik Kubas, auf Haiti, in Brasilien, in Nigeria, in Angola und Somalia finden.

Für Vik Sohonie sind sie das gemeinsame Merkmal der Musik, die er veröffentlicht. 2017 hat Vik das Album Sweet as Broken Dates: herausgebracht, mit Musik aus dem Somalia der 1970er und 80er Jahre. Im September 2018 kam Two Niles To Sing A Melody – The Violins and Synths of Sudan heraus. Seine neuste Veröffentlichung ist eine Compilation der Star Band De Dakar, mit afrokubanischem Psychedelic aus dem Senegal.

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Beiträge zu 1968 international

Pedro Monaville ist Assistant-Professor an der New York University in Abu Dhabi und forscht zu linker Protestgeschichte im Kongo. Der südnordfunk sprach mit ihm über die Studentenbewegung 1968 im Kongo.

 

Edith Gonzalez aus Mexiko über das Massaker von Tlatelolco:  Mexiko1968 war das Jahr der Olympischen Spiele in Mexiko. Es war auch ein Jahr des gemeinsamen Aufbegehrens gegen ein autoritäres Regime und seine Gewalt. Edith Gonzalez nahm als Dreizehnjährige an den Mobilisierungen teil.

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