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# 92 Lithiumabbau in Bolivien – Fat Phobia und Rassismus

Bolivien: In Salzseen largert Lithium, begehrter Rohstoff für Elektroautos. Doch Anwohner*innen haben ausländische Unternehmen mehrmals des Landes verwiesen. Außerdem: Die Soziologin Sabina Strings spricht darüber, wie Fat Phobia mit Rassismus und Kapitalismus zusammenhängt.

südnordfunk # 92 am 4. Januar 2022

auf 102,3 MHz oder auf rdl.de im Livestream I Wiederholung am 7. Januar um 16 Uhr

Nachhören oder mit Rechtsklick Downloaden

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Ein Verdunstungsbecken für die Gewinnung von Lithium am Salar de Uyuni in Bolivien. Quelle: Oscar Choque (2019)Ein Verdunstungsbecken für die Gewinnung von Lithium am Salar de Uyuni in Bolivien. Quelle: Oscar Choque (2019)

PODCAST Heißer Scheiß – Ep #6

Lithiumbatterien aus Bolivien nicht um jeden Preis

Mehr als eine Million Elektroautos fahren inzwischen auf den deutschen Straßen. Die Batterien der Elektroautos beinhalten große Mengen an Lithium – ein Rohstoff, der großteils aus Salzseen in Südamerika gefördert wird. Die weltweit größten Lithiumvorkommen lagern in Bolivien. Angesichts der boomenden E-Mobilität warten viele Bolivianer*innen ungeduldig auf den Einstieg Boliviens ins Lithiumgeschäft – in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Jedoch nicht zu jedem Preis. Schon zweimal wollten ausländische Lithium-Unternehmen am Salzsee von Uyuni Fuß fassen – doch die Menschen dort haben sie durch Proteste des Landes verwiesen. Mit drei Expert*innen sprechen wir darüber, wie es dazu kam, was die Lithiumförderung mit dem Grundwasser zu tun hat und wie eine umweltgerechte Energiewende aussähe: mit der Menschenrechtsaktivistin Vivian Lagrava Flores, dem Ökonomen Carlos Arze und dem Geologen Malte Drobe.

 

Die Soziologin Sabina Strings beschäftigt sich mit den rassistischen Ursprüngen von Dickenfeindlichkeit.Die Soziologin Sabrina Strings beschäftigt sich mit den rassistischen Ursprüngen von Dickenfeindlichkeit. Quelle: Steve Zylius/UCI

PODCAST War das was? Ep #6

Warum Dickenfeindlichkeit auch rassistische Ursprünge hat

„Ich kann nicht eines Morgens aufwachen und nicht Schwarz sein. Ich kann nicht eines Morgens aufwachen und keine Frau sein. Ich kann nicht eines Morgens aufwachen und nicht fett sein.“  – Dieser Satz stammt von Lizzo, einer der angesagtesten US-amerikanischen Musikerinnen der letzten Jahre. Sie macht sich stark für Bodypositivity, also einen selbstbewussten und selbstliebenden Umgang mit dem eigenen Körper, besonders für Schwarze Frauen, die nicht dem Schlankheitsideal entsprechen.

Doch was sind die Wurzeln dieses Ideals und warum sind Schwarze Frauen in besonderem Maße davon betroffen? Dieser Frage versuchen wir zusammen mit der Soziologin Sabrina Strings (Foto) von der University of California, Irvine, nachzugehen. In ihrem 2019 erschienenen Buch „Fearing the Black Body: The Racial Origins of Fat Phobia“ (NYU Press) geht es nämlich genau darum: um den Zusammenhang von Rassismus, Dickenfeindlichkeit, Kapitalismus und Kolonialismus.

 

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