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August 2014

Uran - abgebaut, angereichert, endgelagert?

südnordfunk I 5. August I 16 Uhr I livestream: rdl.de I 102,3 mhz

Uran - abgebaut, angereichert, endgelagert?

Die Atomenergie wird zunehmend mit dem Wörtchen Brückentechnologie klein geredet. Weltweit gewinnt sie an Bedeutung, auch und gerade im Globalen Süden. Und mit ihr der Handel mit Uran. Wie sieht die Politik des Uranbergbaus aus, wie der Alltag der MinenarbeiterInnen? Vor welchen Herausforderungen stehen die AtomgegnerInnen anbetracht der Globalisierung der Atomindustrie?

Alle Links und Teaser der Sendung als pdf zum Download


Japan: Ein Land beschließt den Wiedereinstieg in die Atomenergie

suednordfunk_JapanDrei Jahre nach dem Supergau in Fukushima Daiichi will die japanische liberale Regierung den von ihrer Vorgängerin beschlossenen Ausstieg aus der Atomkraft wieder rückgängig machen.Dieser Schritt ist sowohl in der Regierungskoalition als auch im ganzen Land umstritten. Umfragen zufolge lehnt eine große Mehrheit der Japanerinnen und Japaner Atomkraft weiterhin ab. 50 Reaktoren wurden abgestellt und könnten nun wieder hochgefahren werden.

Tansania: Kurz vor dem Start? Widerstand gegen den geplanten Uranabbau

25 potentielle Uranlagerstätten wurden nach Angaben des Energie- und Bergbauministeriums in Tansania ausgemacht – und zwar bereits in den 1970er Jahren und mit Hilfe deutscher Geologen. Die tansanische Tochterfirma der deutschen Uranerzbergbau GmbH kartierte damals alle Bodenschätze in Tansania, auch Uran. Anthony Lyamunda kommt aus der Region Bahi.  2007 erfuhr er zum ersten Mal davon, dass in Tansania nach Uran gesucht wird. Ein Kollege erzählte ihm, dass die australische Firma International Gold Mining in dem Dorf Bahi Makulu den Urangehalt erkundet. Inzwischen ist Lyamunda mit AktivistInnen aus Niger, Mali, Malawi, der DR Kongo und Namibia gut vernetzt.

Als Leiter von der Umweltorganisation CESOPE (Civil Education is the Solution for Poverty and Environmental Management) war bereits mehrfach in Europa, um über den Stand der Abbaupläne in der Region Bahi zu berichten.

Brasilien: Atomgeschäfte verletzten Menschenrechte

suednordfunk_brasilien_uranNoch zu Zeiten der brasilianischen Militärdiktatur 1975 schlossen Deutschland und Brasilien ein Abkommen zur Kooperation in der zivilen Nutzung der Atomenergie. Trotz des deutschen Atomausstiegs ist dieses bis heute in Kraft. AtomgegnerInnen sehen genug Gründe, die Atomkooperation zu beenden: Intransparenz des Atomgeschäfts, Menschenrechtsverletzungen und drohende Gefahren der Nuklearenergie.

Interview:  „Indien wurde für sein Atomprogramm belohnt“

suednordfunk_IndienIndien ist im Besitz von Atomwaffen. Und: Indien hat den Atomwaffensperrvertrag nie unterzeichnet. Stattdessen versucht die neu gewählte Regierung, bilaterale Atomabkommen zu schließen – zum Beispiel mit Japan. Damit tritt sie in die Fußstapfen der Vorgängerregierung. Diese hatte 2010 das amerikanisch-indische Atomabkommen unterzeichnet und damit die zivile Nutzung der Kernenergie unter die Aufsicht der internationalen Atomenergiebehörde gestellt. Das Waffenprogramm hingegen ist von dieser Aufsicht ausgeschlossen.

Kumar Sundaram ist Wissenschaftler und arbeitet in der Coalition for Nuclear Disarmament and Peace (CNDP) als Anti-Atom-Aktivist. Diesen Monat reist er nach Japan, um dort mit der japanischen Anti-AKW-Bewegung gegen das geplante japanisch-indische Nuklearhandelsabkommen zu mobilisieren.

Interview mit Siegfried Schröder: „Uranium Mining - Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt“

Im Juni dieses Jahres legte das Regionalbüro der Rosa-Luxemburg-Stiftung eine Broschüre vor: „Uranium Mining – Impact on Health and Environment". Voraus ging eine Vernetzung tansanischer Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen, kritischer JournalistInnen und verschiedener Antiatomgruppen afrikanischer Länder. Wie die Chancen einer Abwendung des Uranabaus aussehen und welche Stolpersteine den GegnerInnen in den Weg gelegt werden, darüber sprachen wir mit Siegfried Schröder, dem Leiter des Regionalbüros der Rosa Luxemburg Stiftung aus Daressalam.

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