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# 96 südnordfunk | Zeitenwende in Mali

Reportage: The Last Shelter – Wenn es weder vor noch zurückgeht | Interview: Versorgungskrise und Militarisierung in Mali | Bildsprache: Baerbock und Bundeswehr – mehr als nur Inszenierung?

südnordfunk vom 3. Mai 2022 | Wiederholung 6. Mai um 11 Uhr | Livestream auf rdl.de

Sendung jetzt HÖREN oder DOWNLOADEN


Reportage: The Last Shelter – Wenn es weder vor noch zurückgeht

filmstill

Filmstill aus dem Dokfilm The Last Shelter / © Ousmane Samassékou

Wird über Migration aus dem afrikanischen Kontinent nach Europa gesprochen, geht es fast immer um die Gefahren der Reise oder die Routen, die sich verschieben. Selten geht es um die Rückkehr, um das individuelle Abbrechen. Und noch seltener um das, was zahlreiche Migrat*innen die meiste Zeit erleben: Festsitzen an einem Ort, an dem es kein vor und kein zurück gibt – nicht, ohne große Risiken einzugehen.

Der Dokumentarfilm The Last Shelter des malischen Filmemachers Ousmane Samassékou spielt an einem solchen Ort. Er gewährt Einblicke in den Zwiespalt derer, die in einer Herberge im Norden Malis vor der Entscheidung stehen, die Sahara zu durchqueren oder zurückzukehren in ihre Herkunftsländer, nachdem sie in der Sahara gescheitert sind. Der südnordfunk sprach 2019, bevor Ousmane Samassékou den Dokumentarfilm drehte, mit dem Leiter der Herberge, Eric Kamdem. Der Filmemacher selbst war auf dem Menschenrechts-Filmfestival in Berlin letzten September zu hören.

  • Dieses Jahr soll der Film mit deutschen Untertiteln auf Arte ausgestrahlt werden.  Trailer

 

Interview: Versorgungskrise und Militarisierung in Mali – eine Folge der Sanktionen gegen die Übergangsregierung?

Versammlung Bauernbasisgewerkschaft

Versammlung der bäuerlichen Basisgewerkschaft | © Afrique-Europe-Interact 2017

Die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS hat gegen Mali harte Sanktionen verhängt, nachdem die Übergangsregierung Anfang des Jahres angekündigt hatte, die Wahlen zu verschieben. Grenzschließungen und der Ausschluss aus dem Zahlungsverkehr trifft das Land hart. Dennoch wird aufgerüstet, die Dschihadisten gewinnen wieder an Einfluss. Die malische Bevölkerung, die vom Klimawandel und einer heftigen Ernährungskrise betroffen ist, leidet unter den Sanktionen.

Alassane Dicko vom Netzwerk Afrique Europe Interact aus Mali berichtet über die konkreten Folgen der Wirtschaftsblockade, über die Militarisierung und den Rückhalt, den die Übergangsregierung seitens der Bevölkerung genießt.

TEIL 1 | Sanktionen, Militarisierung, politische Stimmung

TEIL 2 | Rückhalt für die Übergangsregierung

TEIL 3 | Dezentralisierung und Deutschland

Infos:

  • Putsch als demokratischer Aufbruch?
    Der postkoloniale Staat steht vor dem Aus | Beitrag von Olaf Bernau in der iz3w 398
  • Stellungnahme / offener Brief von Afrique Europe Interact

 

Bildsprache: Einsatz in Mali – mehr als nur Inszenierung?

Annalena Baerbock lachend inmitten von Schwarzen Frauen mit Kopftüchern. Annalena Baerbock beim Versuch, Melonen auf dem Rücken zu tragen. Diese Bilder von der Reise der deutschen Außenministerin Mitte April in Mali fanden viele Medien toll. In den Sozialen Medien sind nicht alle begeistert. Auf Twitter kommentieren einige User*innen, die Bilder seien reine PR und bedienten koloniale Stereotype. Wir haben uns im südnordfunk einige Bilder genauer angeschaut, gemeinsam mit der Bildwissenschaftlerin Heike Kanter und Tahir Della von der Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland.

 

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