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Dezember 2014

Stopp - Keine Gewalt gegen Frauen!

102,3 mhz I Livestream rdl.de I 2. Dezember I 16 Uhr

Stopp - keine Gewalt gegen Frauen

Eine Sondersendung zur Kampagne gegen Gewalt an Frauen

Der Jingle zur Kampagne

Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat viele Gesichter. Und: Gewalt gegen Frauen ist nach wie vor ein Tabuthema - im privaten wie im öffentlichen Raum, hierzulande wie auch weltweit. Deshalb engagieren sich jedes Jahr tausende Menschen weltweit im Rahmen der 16 Tages-Kampagne "Stopp – Keine Gewalt an Frauen" vom 25.11. bis 10.12. für die Beseitigung der Gewalt an Frauen. Im südnordfunk geht es um:

# Nicaragua: Wie das Frauenhaus in Wiwili gegründet wurde # Kenia: Wie sich Frauen in Korogocho selbst verteidigen # Mexiko: Wie in Chiapas gegen den Feminozid vorgegangen wird #Leihmutterschaft # Indonesien: Wie  gegen Genitalverstümmelung mobilisiert wird # Südafrika: Wie sich die Frauen der Bergarbeiter Gehör verschaffen

# Nicaragua: Warum in Wiwili ein Frauenhaus gegründet wurde

wiwiliSeit zwei Jahren arbeitet das Frauenhaus der Frauengruppe „mujeres emprendedoras“ in Wiwilí, einer Kleinstadt am Rio Coco im Norden Nicaraguas. Unterstützt wird die Arbeit im Frauenhaus nicht nur von der Stiftung 100, sondern auch von 20 Frauenkomitees, die sich in 42 Gemeinden bzw. Stadtteilen gebildet haben. Auch arbeitet das Frauenhaus mit der Polizei, Anwälten und der Frauenkommissarin zusammen, wenn es um Anzeigen oder eine Tatverfolgung geht.

Frauen in Nicaragua kämpfen gegen Gewalt an Frauen – so lautet der Titel einer Veranstaltung kommenden Freitag in Freiburg. Dafür sind zwei Vertreterinnen des Frauenhauses aus Wiwili angereist. Wir sprachen mit Victoria Moncada, sie ist Leiterin des Frauenhauses, und Angela Palma, sie ist Vizebürgermeisterin der Gemeinde Wiwili. Dank an die Übersetzerin Rosa Lehmann!

 

# Kenia: No means No! Selbstverteidigung in Korogocho

no means no[Länge 11:58 min] Die Studie Survivors Speak aus Nairobi zeigt, dass Gewalt gegen Frauen kein Phänomen sozial schwacher Schichten ist. Dennoch werden die Slums an den Rändern der kenianischen Metropole als Gebiete besonders hoher Gewalt markiert.  Immer neue Studien belegen die hohen Raten an Gewalt und Kriminalität in den Slums – von der primär die BewohnerInnen selbst betroffen sind. Selten hört man von Initiativen, die präventiv gegen Gewalt gegen Frauen vorgehen.

Die Trainerinnen der Korogocho Selfdefenders kommen aus dem gleichnamigen Slum Korogocho am nordöstlichen Rand von Nairobi. Sie sind im Verein no-means-no-worldwide organisiert. Seit das BürgerInnenradio Koch FM, eine  der ersten Freien Ghetto-Radiostationen Nairobis, über das Trainingsprogramm der Frauen berichtete, sind die Selfdefenders täglich in den städtischen Bussen unterwegs – inzwischen trainieren sie in acht Slums und stellen fest: Von Vergewaltigungen, sexuellen Belästigungen und Übergriffen sind ein Viertel aller Mädchen in den Slums betroffen – nach dem Training trifft es jede Zehnte.

 

# Mexiko: In Chiapas gegen den Femizid

Femizid[Länge 9:35 min] Femizid wird definiert als Mord an Frauen aufgrund ihres Geschlechts. In einer weiteren Lesart beinhaltet der Begriff auch strukturelle Gewalt an Frauen und Mädchen, wofür z.B. eine hohe Müttersterblichkeit oder der frühe Tod von Waisenmädchen ein Indikator sein kann.

In Mexiko ist das Phänomen des Femizides oder Feminizides ein großes Problem. Vor allem aus Ciudad Juarez kommen viele Schreckensmeldungen über rituellen Frauenmord, Folter und Verstümmelung. Im nächsten Beitrag geht es um eine Organisation, die es sich seit 22 Jahren zur Aufgabe macht, die Rechte von Frauen zu schützen: Das „Colectivo de Mujeres“.

 

# Leihmutterschaft: Befreiung oder globale Arbeitsteilung der Reproduktion?

Eizellen

Baby Gammy hat das Thema Leihmutteschaft in den vergangenen Monaten in die internationalen Medien gebracht. Gammy wurde von einer Leihmutter aus Thailand für ein australisches Paar ausgetragen. Da er Trisomie 21 hat, nahmen die australischen Eltern nur seinen Zwillingsbruder mit, Gammy blieb in Thailand. Aufgrund der empörenden Debatte um arme, ausgebeutet Leihmütter beschloss das thailändische Parlament Ende November 2014 ein Verbot der kommerziellen Leihmutterschaft.

Aber ist ein striktes Verbot überhaupt sinnvoll? Ist Schwangerschaft Lohnarbeit? Sollte man daher eine gerechte Bezahlung und gesetzlichen Schutz für die Leihmütter einfordern? Über diese Fragen sprachen wir mit der Journalistin Sarah Diehl. Von ihr ist vor kurzem das Buch "Die Uhr, die nicht tickt. Kinderlos glücklich" erschienen.

 

# Genitalverstümmelung in Indonesien Schutz statt Verharmlosung

stopp FGM[Länge 7:48 min] Im Jahr 2006 wurde in Indonesien Genitalverstümmelung vom Gesundheitsministerium verboten. 2008 veröffentlichte der indonesische Rat der Muslimgelehrten (MUI) eine Fatwa, in der FGM (Female Genital Mutilation) erlaubt, wenngleich nicht vorgeschrieben wurde. Daraufhin erließ die indonesische Regierung in 2010 eine Anleitung, wie ÄrztInnen und medizinisches Personal so genannte „Beschneidungen“ an Mädchen vornehmen sollen. „Das vorangegangene Verbot war damit ausgehebelt und durch eine Empfehlung zur Genitalverstümmelung ersetzt worden“, schreibt die Organisation Watch Indonesia!

Sie hat im Februar dieses Jahres gemeinsam mit der indonesischen Frauenrechtsorganisation Kalyanamitra und mit Terre des Femmes (TDF) eine  Kampagne gestartet. Inzwischen gibt es in Indonesien eine neue Regierung. Über Frauenrechte in Indonesien sprach der südnordfunk mit Basilisa Dengen und Alex Flor von Watsch Indonesien im Oktober in Berlin, wenige Tage nachdem Joko Widodo zum neuen Präsidenten des Landes vereidigt wurde.

 

Südafrika: Die Witwen der ermordeten Bergarbeiter von Marikana verschaffen sich Gehör

miners shot down[Länge 14:30 min] Mitte November tagte die Farlam Untersuchungs-Kommission zum letzten Mal. Sie war von Präsident Jacob Zuma 2012 ins Leben gerufen, um das Massaker an den Bergarbeitern in Marikana in Südafrika aufzuklären. 34 Bergarbeiter wurden in einer brutalen Hetzjagd im August 2012 von der Polizei erschossen, nachdem sie bei dem Minenbetreiber Lonmin für höhere Löhne gestreikt hatten.

Bisher wurden die Schwestern, Angehörigen und Witwen der Bergarbeiter von Marikana nur sehr unzureichend über den gewaltsamen Tod ihrer Männer, Brüder und Verwandten informiert. Auch waren sie ursprünglich nicht einmal als Zeuginnen geladen. Die Khulumani Support Group hatte dafür gesorgt, dass die Angehörigen der Opfer, insbesondere Frauen, an der Untersuchungskommission teilnehmen konnten.

Im Beitrag spricht Normarussia Bonase von der Khulumani Support Group. Sie organisierte einen therapeutischen Kunstworkshop für die Frauen der  Bergarbeiter. Zudem werden hier Original-Zitate der Frauen eingelesen, die an dem Workshop teilgenommen haben.

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