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# 20 Wem gehört der Müll? Wer verdient am Recycling?

Müll belastet nicht nur die Umwelt und vergeudet kostbare Rohstoffe. Müll ist inzwischen auch Einkommensgrundlage: Für Start-Up Firmen der Recyclingindustrie, für Hunderttausende Menschen in den Metropolen des globalen Südens, die zwischen Müllentsorgern und Müllverwertern soziale Kämpfe um ihre Rechte führen.

südnordfunk Dienstag 5. Januar 2016 um 16 Uhr auf 102,3 mhz

Die ganze Sendung zum Nachhören hier

Weniger Abfall produzieren, Müll umweltgerecht entsorgen, Wertstoffe zurückgewinnen: So lautet die Devise derer, die darum wissen, dass der wachsende Abfall aus Plastik, Elektroschrott und Haushalts- sowie Industriemüll neue Probleme schafft. Doch Müll belastet nicht nur die Umwelt und vergeudet kostbare Rohstoffe, er ist inzwischen auch Einkommensgrundlage: Für Start-Up Firmen der Recyclingindustrie ebenso wie für Hunderttausende Menschen in den Metropolen des globalen Südens, die zwischen Müllentsorgern und Müllverwertern soziale Kämpfe um ihre Rechte führen.

Schlaglicht: Wastepickers Without Borders

 

Soziale Kämpfe der Waste Pickers in Südafrika

Waste Pickers in Gioto, der städtischen Mülldeponie der kenianischen Metropole NakuruObwohl in Südafrika große Teile des Recyclings von informellen Müllsammler_innen übernommen wird, haben sie bei der Abfallwirtschaft wenig mitzureden. Schlimmer: an vielen Orten existieren sie bis heute offiziell überhaupt nicht. Doch am afrikanischen Kap formt sich Widerstand – Müllsammler_innen organisieren sich. Simon Mbata, Sprecher der South African Waste Pickers Association und Musa Chamane von der NGO Groundwork über die Bewegung der Müllsammler_innen in Südafrika.

 

Zwischen Armut und Start-Up: Konkurrenzen um Müll in Gioto und Dandora

Die Müllsammlerinnen verarbeiten ihr Sammelgut teilweise selber. Eine Frau fertigt aus Plastikresten, die zu Streifen geschnitten werden, Körbe und Hüte für den Verkauf.Sie wurden in den vergangenen Jahren vermehrt als Kehrseite der Medaille wachsenden Wohlstandes einer konsumfreudigen Mittelschicht bezeichnet. Die Müllkippen der urbanen Metropolen im Globalen Süden. Ob aus Mumbai, Manila oder Bogota: Fotoausstellungen sowie Reportagen über diejenigen, die den Müll unter erbärmlichen Bedingungen sammeln und sortieren, wurden vielfach publiziert. Andererseits mehren sich Berichte über kleine Start-Up Unternehmen, die als Vorzeigeobjekte einer umweltfreundlichen Recyclingindustrie gefeiert werden. Nur selten thematisieren die Medien die Verbindung zwischen diesen Akteuren.

In Kenia arbeiten viele Tausend Menschen als Müllsammler_innen, zugleich drängen ständig neue Recyclinginitiativen auf den Markt.

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Giftige Altlast, Gefahrengut oder neuer Wertstoff? Elektroschrott auf globalen Müllhalden

ElektroschrottNicht nur in Ghana holen die Müllsammler_innen und ihre Abnehmer wiederverwertbare Seltene Erden und andere Metalle aus dem Elektroschrott. Dieser wird angesichts der anfallenden Mengen zu einem weltweit umkämpften Rohstoff.

 

Recycling und Klangerzeugung: Der Dosenmensch

kongolesischer Künstler mit KlanginstallationDer kongolesische Künstler Eddy Ekete aus Straßburg performt als Dosenmenschen in der Innenstadt:

Die Klangerzeugung mit leeren Getränkedosen erinnert an traditionelle Statuen, die angerufen werden, um gesellschaftliche Probleme zu lösen.

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