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# 41 Kämpfe um Ressourcen

Die Aneignung von öffentlichen Gütern durch private Unternehmen geht mit einem mal schleichenden, oft jedoch massiven Verlust von Lebensgrundlagen einher. In Mexiko kämpfen Gemeinden entlang des Rio Santiago gegen die Privatisierung und Verschmutzung des Wassers, tansanische Umweltaktivisten wenden sich gegen den geplanten Uranabbau in ihrem Land, der die Wasserressourcen auf Jahrtausende radioaktiv zu verseuchen droht.

südnordfunk am Dienstag, den 3. Oktober um 16 Uhr  auf 102,3 mHz  /  Livestream: rdl.de

Gesamte Sendung

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Wiederholung am 6. Oktober um 11 Uhr

In der Landwirtschaft schreitet die Enteignung von Kommunen voran, wobei die Finanzkraft der internationalen Agrarindustrie ein treibender Faktor ist. Landwirtschaft als Finanzanlage, Uranabbau als Devisenbringer, Wasserprivatisierung für den Aufbau von industriellen Produktionsstandorten: der südnordfunk beleuchtet die sozialen und ökologischen Folgen.

 

Mexiko: Die schwarzen Wasser von El Salto

Rio SantiagoBilder von Schaumbergen machen ihn weltweit berühmt, der Rio Santiago im Westen Mexikos. Früher für seine Wasserfälle und Vogelreichtum bekannt, gehört er heute zu den dreckigsten Flüssen des Landes. Das Wasser zog Industrien aus aller Welt an, die Produktionsstandorte wuchsen, da hier das Umweltrecht laxer als in anderen Teilen der Erde gehandelt wurde. Die Nationale Kommission für Wasser hat nun mit einem neuen Wassergesetz die Privatisierung des Wassers vorangetrieben. Die Anreiner von El Salto sehen sich damit erneut um ihr Recht auf Zugang zu sauberem Trinkwasser betrogen. Das „schwarze Wasser“ von El Salto verursacht Krankheiten, doch wer sauberes Wasser will, wird zur Kasse gebeten. Ein Beitrag von Atin.

 

Tansania: „Es ist ein Alptraum, wenn ein Bergbauunternehmen ins Dorf kommt“

aus: Activist Report A. LyamundaTansania ist reich an Bodenschätzen, ihr Export einer der wichtigen Devisenbringer. Pläne zum Uranabbau wurden wegen des niedrigen Weltmarktpreises für Uran zwar verschoben – nicht jedoch die Vorbereitungen. Indes verschärft das tansanische Parlament mit Präsident John Magufuli die Auflagen für Verträge mit ausländischen Firmen. Eine Atempause für Aktivisten, die den Uranabbau zu verhindern versuchen, ist das allerdings nicht.

Die tansanischen Umweltaktivisten Anthony Lyamunda von der Umweltbildungsorganisation Civil Education is a Solution to Poverty and Environmental Management (CESOPE) und Wilbert Mahundi von der Tansanian Uranium Awareness Mission (TUAN) haben auf einer Besuchsreise die deutsche Öffentlichkeit von möglichen Plänen zum Uranabbau in Tansania informiert. Interview: Martina Backes

 

Satte Gewinne, volle Bäuche? Die Landwirtschaft als Finanzanlage

Nach der Finanzkrise um das Jahr 2009 wurde die Landwirtschaft einmal mehr zu einer attraktiven Geldanlage. Eine steigende Weltbevölkerung, die ernährt werden muss, versprach langfristige Gewinne; Land galt fortan als eine stabile und krisenfeste Anlageform. Inzwischen haben Finanzakteure einen immer größeren Einfluss auf die Entscheidungen der großen Saatgut- und Agrarchemiekonzerne wie Bayer, Monsanto oder Syngenta. Sie bauen Druck auf die Konzerne auf, die Gewinne zu steigern, zum Beispiel, indem sie mit KonkurrentInnen in der Branche fusionieren.

Handel mit Nahrung - Land als GeldanlageAuch bei so genannten Investitionen in Land stehen Gewinne meist vor dem Interesse an einer Landwirtschaft, die der Ernährung der Bevölkerung in den betroffenen Ländern dient.

Der südnordfunk sprach unter anderem mit Tina Goethe von der Organisation Brot für alle und mit Christoff Althoff vom Projekt Global Land Matrix vom Forschungsinstitut GIGA aus Hamburg, über die Auswirkungen einer Landwirtschaft als Finanzanlage. Ein Beitrag von Lisa Westhäußer.

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