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November 2014

Proteste allerorten … und nicht vergessen: die Solidarität!

102,3 mhz I Livestream rdl.de I 4. November I 16 Uhr

Proteste allerorten … und nicht vergessen: die Solidarität!

miners shot downHeutzutage vollziehen sich Proteste mehr denn je im digital überwachten Raum: Die Zeltstädte und Flashmobs von Occupy Hongkong konnten im Netz aus Vogelperspektive betrachtet werden, nahezu in Echtzeit. Blogeinträge berichten minutiös über jeden Schritt. Doch längst nicht alle Streiks und Proteste sind von derart digitaler Präsenz: Der Aufstand der Bergarbeiter vor zwei Jahren im südafrikanischen Marikana vollzog sich - von den Videoaufnahmen der Polizei abgesehen - im digitalen Loch. Wenige gut gefilterte Bewegtbilder gingen an die Sendeanstalten.

Am 4. November geht es im südnordfunk um Proteste für Demokratie in Hongkong und gegen ausbeuterische Minenarbeit in Südafrika sowie um die Frauenbewegung in der Arabellion.

Schlaglichter [Länge 5:33]

# Kambodscha – Proteste für Mindestlöhne in der Textilarbeit
# Burkina Faso: Proteste gegen die Staatsgewalt
# Mexiko: „Lebend habt ihr sie genommen – lebend wollen wir sie zurück”

 

HONGKONG Occupy Central

Proteste Hongkong[Länge 9:17 min ] Die Ausdauer der Protestierenden in Hong Kong scheint ungebrochen. Seit über fünf Wochen besetzen die Menschen die Straßen der chinesischen Sonderverwaltungszone. Sie fordern freie Wahlen und eine stärkere Demokratisierung. Die Hongkonger-Demokratiebewegung „Occupy Central“ gilt mittlerweile als der größte Massenaufstand in China seit den studentischen Protesten von 1989, die auf dem Platz am Tor des Himmlischen Friedens in Peking gewaltsam niedergeschlagen wurden. Ein Ende der Hong Konger Proteste ist bisher nicht in Sicht.

 

MINERS SHOT DOWN - Bergarbeiterstreik in Südafrika

Justice for Marikana[ Länge 18:21 min ] Nach fünf Monaten Streik hat die Bergarbeiter-Gewerkschaft AMCU vergangenen Juni den Arbeitskampf in Südafrikas Platin-Bergwerken für beendet erklärt. Mehr als 70.000 Arbeiter hatten sich daran beteiligt. Die Züricher Zeitung schrieb, es handelte sich um den längsten und teuersten Streik in der Geschichte des Landes.

Tatsächlich begann der Streik bereits im August 2012. Bekannt als das Massaker von Marikana wurde der Protest der Bergarbeiter in Rustenburg brutal niedergeschlagen und 34 Arbeiter von der Polizei kaltblütig ermordet.

Der Film Miners Shot Down rekonstruiert die Ereignisse und verweist auf Geschichte und Gegenwart von Rassismus, Apartheid und globaler kapitalistischer Ausbeutung. Wir sprachen auf dem Filmfestival "Jenseits von Europa" in Köln mit dem Basisgewerkschaftsaktivist Bheki Buthelezi und Zivia Desai Keiper, der Koproduzentin des Films Miners Shot Down.

 

„Wir werden uns Gehör verschaffen!“

Die Witwen von Marikana kämpfen für Gerechtigkeit und Wiedergutmachung. Ein Interview Normarussia Bonase

Khulumani Support Group[Länge 7:09 min ] Die Khulumani Support Group wurde 1995 von Frauen ins Leben gerufen, die Opfer und Überlebende von Menschenrechtsverletzungen während der Apartheid waren. Die Basisbewegung Khulumani setzte sich insbesondere für alle diejenigen ein, die nicht von der damaligen Wahrheits- und Versöhnungskommission gehört wurden und dennoch Anspruch auf Gerechtigkeit und Wiedergutmachung gelten gemacht haben.

Genau darin sieht Khulumani auch seine jetzige Rolle bei der Aufarbeitung des Massakers von Marikana: So hat Khulumani es geschafft, dass die Hinterbliebenen der Bergarbeiter, die in Marikana 2012 umgebracht worden sind, der Untersuchungskommission in Rustenburg beiwohnen konnten. Wir sprachen mit Normarussia Bonase von der Khulumani Support Group. Sie unterstützt die Angehörigen und Witwen der ermordeten Bergarbeiter.

 

Frauen in der Arabellion

Arabische Feminismen im Spannungsfeld zwischen 'westlichen Werten' und orientalischer Tradition

[Länge 5:07 min] Arabische Feminismen befinden sich fast immer im Spannungsfeld zwischen 'westlichen Werten' und orientalischer Tradition: Emanzipation und Befreiung vom Patriarchat auf der einen Seite, westkritischer Antiimperialismus auf der anderen.

Der Arabische Frühling war auch eine große Chance für die feministische Bewegung. Aus dem Frühling wurde mittlerweile Herbst. Doch wie hat sich das Aufbegehren für die Frauen weiterentwickelt? Die Journalistin Hannah Wettig spricht über Formen und Akteurinnen des Protests.

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