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Alle Beiträge zum Thema 2015

Refugees Welcome Demo gegen Rassismus. Eine Reihe geflüchteter Männer demonstriert mit überm Kopf gekreuzten Armen in einer Menschenmenge.

Aus Bewegungs­geschichte lernen

Wie das Jahr 2015 die anti­rassistische Bewegung prägte

Angesichts einer immer restriktiveren Migrations­politik steht die anti­rassistische Bewegung mit dem Rücken zur Wand. Ein Rückblick auf die Rolle des Jahres 2015 und die Folgen für die Bewegung lohnt sich.

von Felix Adamczewski

Umkämpfte Festung

Seit 2015 werden Grenz­zäune in Europa massiv ausgebaut. Auch die Grenzen des Sag- und Machbaren ver­schieben sich weiter nach rechts. Wie wurde die regressive Spirale in der Migrations­politik in Gang gesetzt und wie steht die anti­rassistische Bewegung da?

Der Willkommenssommer 2015 als Ergebnis migrantischer Arbeit. Wandmalerei einer Frau mit Kopftuch, die ein Boot mit flüchtenden Menschen auf dem Kopf trägt.

Utopisches Erinnern für eine bessere Zukunft

Der Moment der Soli­dari­tät im Sommer 2015 war das Ergebnis jahre­langer Ver­schie­bungen im gesell­schaft­lichen Diskurs, an­ge­trieben von migran­tischen Kämp­fen um soziale und poli­tische Rechte. Die Er­innerung daran ist ge­rade heute ent­scheidend.

Rassistische Gewalt nimmt zu. Refugees Welcome scheint vergessen. Graffiti mit Boot mit Menschen vor einem Haus an der Spree

Zwei Angriffe pro Tag

Es gleicht einer Parallel­realität: Pro Tag kommt es zu durch­schnittlich zwei Angriffen auf geflüchtete und rassifizierte Menschen. Diese verharm­loste und unsicht­bare Gewalt wollen wir hier sichtbar machen.

Die Situation Geflüchteter im Sommer der Migration 2015 und zehn Jahre später. Flüchtende Menschen schlafen auf Kartons auf dem Boden eines Bahnhofs.

Was übrig bleibt

Das, was einst ‚Willkommens­kultur‘ genannt wurde, scheint verblasst. Angesichts der Normali­sierung massiver Gewalt an den Grenzen und rassist­ischer Hetze, fragt sich: Wo stehen wir zehn Jahre später?

Frau sitzt auf den Stufen der Gedenkstätte in Yerewan und gedenkt der Opfer des Genozids an den Armenier*innen

Die »Geschichts­lücke«

In einer geschichtlichen Rückschau wird der Völkermord an den Armenier*innen beleuchtet. Über den Einfluss des Osmanischen Reichs, Attatürks, Hitler und die aktive Leugnung des Genozids von der türkichen Regierung bis heute.

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