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Das Argument / Die Lateinamerika Nachrichten

Das Argument sechsmal im Jahr und kostet 11 Euro. Bezug: Argument Versund, Reichenberger Straße 150, 10999 Berlin. versand@argument.de Die Lateinamerika Nachrichten erscheinen monatlich und kosten 4 Euro. Bezug: Lateinamerika Nachrichten, Im Mehringhof, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin. LN@ipn.de

Das Argument | Die Lateinamerika Nachrichten

Auf der Suche nach der linken Alternative zum hegemonialen Kapitalismus geraten manche Autoren auf eigenartige Wege. "Links-Regierungen unterm Neoliberalismus" titelt Das Argument in seiner Ausgabe 262 und beginnt seinen Themenschwerpunkt mit dem Beitrag "Drei ökonomische Erfolgsgeschichten: China, Indien, Brasilien". Was die Überschrift einer Polemik sein könnte, ist von Autor Jerry Harris durchaus ernst gemeint. "China, Indien und Brasilien zielen in ihren jeweiligen politischen und historischen Kontexten darauf ab, die Mittelschicht zu vergrößern" und "Arbeitsplätze für die Armen zu schaffen", so Harris, dessen Beitrag zuerst in Race & Class erschienen ist. Zwar zeigt der Autor auch die Kehrseiten der Entwicklung, das Label "links" mag er den unterschiedlichen Regierungen jedoch nicht nehmen. Die Argument-Redaktion hätte gut daran getan, sich auf die Analyse der - zumindest rhetorisch linken - Regierungen Lateinamerikas zu beschränken, die in den folgenden Beiträgen anschaulich gelingt.

Den Lateinamerika Nachrichten ist selbst dies suspekt. Sie titeln "Über keinem Gipfel ist Ruh'. Ringen um die Richtung in Amerika". Die Beiträge über die "links" regierten Staaten Uruguay, Brasilien und Argentinien bleiben kritisch distanziert, auch der Themenschwerpunkt über den "3. Gipfel der Völker Amerikas" witzelt über die Beteiligung Diego Maradonas an den Veranstaltungen gegen den Neoliberalismus: "Die Hand Gottes gegen die unsichtbare Hand des Marktes." Großartig!

290 | Afghanistan und Irak nach dem Krieg
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