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European Review of History

Vol. 14, Nr. 3, September 2007: Terrorism in Twentieth-Century Europe: Transnational and Comparative Perspectives, hg. von Robert Gerwarth und Heinz-Gerhard Haupt, Routledge.

Terror im 20 Jahrhundert

Vorsicht, Sie betreten die terroristische Zone! Die European Review of History untersucht die terroristische Internationale des 20. Jahrhunderts, und zwar methodisch auf der Höhe der Zeit und unter transnationalen Gesichtspunkten. Die wissenschaftliche Zeitschrift enthält eine Vielzahl von Beiträgen, die das komplexe Verhältnis von legitimer Militanz und illegitimen Terror berühren, etwa Donald Bloxhams Porträt der nationalistischen armenischen "Terroristen" im Osmanischen Reich, die nicht ohne die massive staatliche Gewalt bis zum Massenmord an den Armeniern verstanden werden können.

Oder der "Doppel-Terrorismus" von FLN (Front de libération national) und OAS (Organisation de l'armée secrète) im Kampf um Algerien, beleuchtet von Raphael Branche. Dass die Herausgeber auf eine Reflexion darüber verzichten, was eigentlich Terror ist, und einfach das als terroristisch gehandelt wird, was von den Gegnern und Opfern des bewaffneten Kampfes so bezeichnet wurde, ist dagegen unbefriedigend. Ungeachtet dieser Schwäche bietet der Blick auf terroristische Organisationen nach 1968, die sich ja alle in einem internationalistischen Zusammenhang begriffen, andere Einsichten als die medial aufbereiteten Herbstgeschichten von 1977 mit den immergleichen Hauptdarstellern, von denen man genug gesehen hat.

304 | Kriege in Afrika
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