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Lunapark 21

zeitschrift zur kritik der globalen ökonomie. Hubertusallee 42/ 44, 14193 Berlin, luna@lunapark21.net. Ein Abo (4 Ausgaben pro Jahr) kostet 22 Euro.

Lunapark 21

Die Vermutung liegt nahe, dass ein Magazin mit dem Titel Lunapark 21 Esoterik oder Wellness zum Thema hat. Doch weit gefehlt, in der "zeitschrift zur kritik der globalen ökonomie" geht es strikt materialistisch zur Sache. Hinter dem neuen Zeitschriftenprojekt stehen Marxisten wie Georg Fülberth, Winfried Wolf oder Wolfgang Pomrehn, linksgewerkschaftlich orientierte Aktivistinnen wie Mag Wompel (Labournet) und feministische Kritikerinnen der ökonomischen Benachteiligung von Frauen wie Gisela Notz. Das im Februar erschienene Heft 1 von Lunapark 21 kam laut Redaktion "zum richtigen Zeitpunkt", nämlich kurz nach dem weltweiten Börsenbeben und dem Milliardenskandal bei der französischen Bank Societé Generale.

Anspruch des professionell gemachten Magazins ist es, den "aktuellen Kapitalismus" zu erklären und dabei auch die "Basics" verständlich zu machen. Zielpublikum ist die "breite globalisierungskritische Bewegung". Und tatsächlich, Lunapark 21 liest sich wie ein Leitmedium für Attac. Dessen Themen wie Grundeinkommen, Schuldenkrise, Casino Capital oder Bahnprivatisierung bestimmen auch die Beiträge der Zeitschrift. Das bietet Vorteile, wie etwa konkrete Analysen (welt-)wirtschaftlicher Vorgänge, aber auch Nachteile, nämlich die Begrenzung auf eine bestimmte Spielart der Kapitalismuskritik. Inwieweit Lunapark 21 sich über die traditionelle marxistische Linke und das Attac-Spektrum hinaus anderen linken Strömungen sowie Theoriedebatten öffnet, bleibt abzuwarten.

cst.

306 | Nationalstaat und Panafrikanismus
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