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331 | Restitution geraubter Gebeine

Koloniale Sammelwut

Schädel und Gebeine, die in Kolonien geraubt wurden - dieses Thema mag auf den ersten Blick abseitig erscheinen. Doch die derzeitigen Rückgabeprozesse bringen die gesamten vergangenheitspolitischen Defizite im Zusammenhang mit der kolonialen Gewalt auf die Agenda.

Vor über 100 Jahren brachten deutsche Wissenschaftler zahlreiche Schädel und Gebeine etwa aus „Deutsch-Südwestafrika“ nach Deutschland, auch um damit „Rassenforschung“ zu betreiben. Bis heute lagern sie in deutschen Universitätseinrichtungen und Museen. Die Nachfahren der Opfer bestehen auf Rückführung (Restitution) der Schädel ins heutige Namibia, auf offizielle Schuldanerkennung und Reparationszahlungen.

Unser Themenschwerpunkt fragt: Was sind Schädelsammlungen? Was wollen WissenschaftlerInnen heute noch damit? Welche Diskussionen gibt es in den „Herkunftsländern“ über die Restitution?

Inhaltsübersicht

S. 3 Hefteditorial - Ni dieu ni maître

Politik und Ökonomie

S. 4 Salafismus: Reinheitsgebote - Was macht den Salafismus so attraktiv für Jugendliche?
von Jochen Müller

S.  6 Mali: Nach dem Militärputsch - Zwischen Tuareg-Rebellion, Islamismus und Kriminalität
von Annette Lohmann

S.  8 Namibia: Begehrter Brennstoff - Der Uranabbau boomt
von Bertchen Kohrs

S. 10 Simbabwe: Anatomie des Terrors - Das Mugabe-Regime schüchtert mit Jugendmilizen politische GegnerInnen ein
von Beatrice Schlee

S. 12 Simbabwe: »Die Täter sind selbst auch Opfer« - Interview mit der NGO Tree of Life

S. 14 Soziale Bewegung: No Work, No Shopping - Occupy in den USA zwischen Erfolg und Stagnation
von Gerald Whittle

S. 17 Nordkorea: Die Partei als Königsmacher - Nach dem Tod von Kim Jong Il beginnt eine neue Ära
von Rüdiger Frank

S. 18 Südkorea: Ein Dorf im Belagerungszustand - In Gangjeong regt sich Widerstand gegen regionale Aufrüstung
von Elisabeth Schober

S. 20 Myanmar: Neigung zum Autoritären - Der Westen kooperiert wieder verstärkt mit dem Militärregime
von Jörg Kronauer

Themenschwerpunkt: Geraubte Gebeine

S. 22 Editorial zum Themenschwerpunkt- Koloniale Sammelwut

S. 23 Verschleppt – vermessen – vergessen - Die Restitution geraubter Gebeine steht in Deutschland erst am Anfang
von Reinhart Kößler und Heiko Wegmann

S. 24 »Ethisch höchst fragwürdig« - Interview mit der Anthropologin Maria Teschler-Nicola über Schädel-Sammlungen in Österreich

S. 26 Unterschiedliche Medienwelten - Der Rückgabeprozess im Spiegel deutscher und namibischer Medien
von Nicolai Röschert

S. 27 Im Dienst der Wissenschaft - Die Schädel der Alexander-Ecker-Sammlung wurden auch in deutschen Kolonien beschafft
von Heiko Wegmann

S. 30 Schädelrassen oder Rassetypen? - Ein Paradigmenwechsel im wissenschaftlichen Rassismus
von Christoph Seidler

S. 32 Post vom Feldlazarett - Namibische Schädel in Berliner anthropologischen Sammlungen
von Holger Stoecker

S. 34 Gebeine und Gesetze - Internationale Vereinbarungen zur Repatriierung menschlicher Überreste
von Sarah Fründt

S. 36 »These skulls are not enough« - Der Restitutionsprozess in Namibia zwischen Vergangenheits- und Interessenpolitik
von Larissa Förster

S. 38 Der Friedhof der Zwangsarbeiter - Knochenfunde verweisen auf deutsche Kolonial­verbrechen in Namibia
von Reinhart Kößler


wir danken der Stiftung Umverteilen! herzlich für die Unterstützung des Themenschwerpunktes!

 

Kultur und Debatte

S. 40 Film I: Einen Platz im Leben suchen - Das Internationale Frauenfilmfestival 2012 zeigt Geschichten des Umbruchs
von Ulrike Mattern

S. 42 Film II: »Kein Fußbreit den Islamisten!« - Interview mit der tunesischen Filmemacherin Nadia El Fani

S. 44 Film III: »Call me Kuchu« - Homophobie und queeres Selbstbewusstsein in Uganda
von Isabel Rodde

S. 45 Medien: Für normale Leute - Das südafrikanische Zeitungsprojekt ZA Difference
von Philipp Mattern

S. 46 Rezensionen

S. 49 Szene/Tagungen

S. 50 Impressum

331 | Restitution geraubter Gebeine
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