Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Benutzerspezifische Werkzeuge
Kontakt Spenden Abo Newsletter
Sie sind hier: Startseite Zeitschrift Rezensionen Belletristik

Belletristik

Dany Laferrière: Die Kunst, einen Schwarzen zu lieben ohne zu ermüden
Zwei arbeitslose Migranten leben Anfang der 1980er Jahre in einer Bruchbude im Montrealer Quartier Latin. Sie empfangen dort eine Reihe Frauen von der benachbarten Universität und kategorisieren sie nach Typen: Miz Literatur studiert Literaturwissenschaften, Miz Suizide wird von einem der beiden in Selbstmordfragen beraten. Die Frauen finden im Sex mit den Schwarzen »ihr Afrika, ihre Primitiven«.
Mia Couto: Imani
Nkokolani liegt zwischen den Fronten. Viele BewohnerInnen des mosambikanischen Dorfes erhoffen sich von der Kolonialmacht Portugal Schutz gegenüber den aus dem Süden vordringenden Truppen des berüchtigten afrikanischen Herrschers Ngungunyane. Doch durch Imanis Familie geht ein Riss. Während Vater Katimi und Bruder Mwanatu der portugiesischen Krone gegenüber loyal sind, verachten Onkel Musisi und der andere Bruder Dubala die Kolonialisten.
Hisham Matar: Die Rückkehr
Hisham Matar ist seit vielen Jahren auf der Suche nach Spuren seines Vaters Jaballa Matar. Dieser war als einflussreicher libyscher Oppositioneller 1990 vom libyschen Geheimdienst aus dem Exil in Kairo entführt und in die Folterkeller des berüchtigten Abu-Salim-Gefängnisses verschleppt worden. Aus der Gefangenschaft herausgeschmuggelte Briefe hatten der Familie anfangs Hoffnung gemacht, den Vater bald wiedersehen zu können. Doch mit dem Ausbleiben weiterer Mitteilungen verlor sich jede Spur.
Prabda Yoon: The Sad Part Was
Ein Wanderer findet mitten im Urwald ein Geheimnis aus dem Weltall. Deshalb landet er in einem glänzend schimmernden Fernsehstudio, zwischen einem narzisstischen Moderator, einem von sich überzeugten Ausländer und einer Simultanübersetzerin in die Gebärdensprache. Zwischen Werbespots soll der Wanderer das Unmögliche tun: das Geheimnis der ganzen Welt offenlegen.
Aram Ziai (Hg.): Postkoloniale Politikwissenschaft
Haiti, 1791: Drei Jahre nach der Ausrufung von Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit während der Französischen Revolution beginnen SklavInnen auf Haiti einen Aufstand. Sie kämpfen für wahre Gleichberechtigung und gegen die Kolonialmacht Frankreich. Mehr als hundert Jahre später und einen Kontinent entfernt setzen sich 1929 Igbo- und Ibibio-Frauen im heutigen Nigeria sowohl gegen die britische Besatzung als auch gegen lokale patriarchale Strukturen zur Wehr.
Comics über Flucht
Das allgegenwärtige Thema Flucht und Migration ist schon seit einiger Zeit auch in der deutschsprachigen Comic-Szene angekommen. Entgegen der Vorbehalte Einiger eignet sich das verspielte Medium Comic sehr gut, um abstrakte und große Themen wie Fluchtursachen vielschichtig auf eine persönliche Ebene zu bringen und zugleich politisch zu sein.
Bernhard Jaumann: Der lange Schatten.
Verlag Kindler/ Rowohlt, Reinbek 2015. 320 Seiten, 19,95 Euro.
Wojciech Jagielski: Wanderer der Nacht.
Eine Reportage. Transit 2010. 270 Seiten, 18,80 Euro.
Chimamanda Ngozi Adichie: Americanah
S.Fischer, Frankfurt am Main 2014. 608 Seiten, 24,99 Euro.
Alan pauls: Geschichte der Haare
(Originaltitel: Historia del pelo, Übersetzung: Christian Hansen). Klett-Cotta, Stuttgart 2012. 223 Seiten, 18,95 Euro.
Habib Mazini/ Alexis Logié: Die Wut der kleinen Wolke
Geschichte aus der Wüste. Edition Orient, Berlin 2011. 28 Seiten, 14,90 Euro
Helon Habila: Öl auf Wasser
Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2012. 240 Seiten, 24,80 Euro
Beqë Cufaj: projekt@party
Aus dem Albanischen von Joachim Röhm. Secession Verlag, Zürich 2012. 160 Seiten, 19,95 Euro
Allgegenwärtige Gewalt
Andreas Böhm: Teuflische Schatten. Zwei Frauen gegen die Mara Salvatrucha. Horlemann Verlag, Berlin 2011. 298 Seiten, 19,90 Euro.
Christian Kracht: Imperium
Kiepenheuer und Witsch, Köln 2012. 256 Seiten, 18,99 Euro.
Saleh »Gadi« Johar: Of Kings and Bandits
The Making of a Child Warrior. Negarit Media 2010. 327 Seiten, 19,95 US-Dollar.
Fabien Didier Yene: Bis an die Grenzen
Chronik einer Migration. Drava Verlag, Klagenfurt 2011. 222 Seiten, 19,80 Euro.
Tendai Huchi: Der Friseur von Harare
Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2011. 280 Seiten, 19,90 Euro.
Amir Hassan Cheheltan: Amerikaner töten in Teheran
Ein Roman über den Hass in sechs Episoden. C. H. Beck, München 2011. 189 Seiten, 18,95 Euro.
Emmanuel Dongala: Gruppenfoto am Ufer des Flusses
Peter Hammer Verlag, Wuppertal 2011. 339 Seiten, 22 Euro.