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Sachbuch

Tuvia Tenenbom: Allein unter Flüchtlingen
Ein moralisches Vorzeigeprojekt
Christiane Bürger: Deutsche Kolonialgeschichte(n)
Koloniales Proletariat?
Günter Giesenfeld. Brennpunkt Vietnam
Begegnungen mit Vietnam
Stefan Vogt: Subalterne Positionierungen
»Jetzt aber hat der Jude mit dem katastrophalen Vorgang, den er in den Völkern miterlebte, bestürzend und erleuchtend das große Leben der Gemeinschaft entdeckt«, urteilte Martin Buber 1916 angesichts des Ersten Weltkrieges. Der Kern seines Gedanken war, dass die durch Assimilation vom eigentlichen Judentum entfremdete jüdische Minderheit Europas durch die nationale Erweckung eben jenes Gemeinschaftsgefühl erleben konnte, das es zu einem selbstbewussten und gleichwertigen Volk erwachsen ließe.
Reinhart Kößler/Henning Melber: Völkermord – und was dann?
»Ey, Deutschland, ich sage es noch mal: Leg erst mal Rechenschaft ab für den Holocaust, leg erst mal Rechenschaft darüber ab, wie du in Namibia 100.000 Menschen umgebracht hast. Ihr seid das letzte Land, das die Türkei mit dem sogenannten Völkermord an den Armeniern beschuldigen kann.«
Rita Kesselring: Bodies of Truth
Die Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC) in Südafrika gilt als Vorbild für die Aufarbeitung von Gewaltverbrechen in diktatorischen Regimen. Mit ihr wurde das Verzeihen und Vergeben zwischen großherzigen Opfern und reumütigen TäterInnen beschworen.
Sabine Hess et al. (Hg.): Der lange Sommer der Migration.
Dass der Begriff des Grenzregimes in aktuellen Debatten verankert ist, geht auch auf die Arbeiten aus der gleichnamigen Buchreihe zurück. Mit Grenzregime III erschien nun der jüngste Band.
Marion Hulverschiedt, Hendrik Dorgathen (Hg.): Raus Rein
Von 1898 bis 1944 existierte in Witzenhausen die einzige Kolonialschule des Deutschen Reiches. In ihren Gebäuden befindet sich heute das Deutsche Institut für Tropische und Subtropische Landwirtschaft (DITSL). Auch dieses ist – so wie die bis 1944 betriebene Kolonialschule – ein privates Forschungsinstitut. Einige Räume der ehemaligen Klosteranlage sind heute durch das Institut an die Agrarwissenschaftliche Fakultät der Universität Kassel vermietet. Damit liegen die Grenzen zwischen privater Einrichtung und öffentlicher Forschung bedenklich nah beieinander.
Christiane Lewe, Tim Othold und Nicolas Oxen (Hg.): Müll
Das Aussortierte wurde verworfen, vergessen, vermieden oder verschwendet, verwahrt und dann bestenfalls verwaltet. Zumindest dort, wo eine Verwaltung bezahlbar oder aus hygienischen Gründen angeordnet ist. Im Zeitalter des Recyclings wird das Aussortierte zunehmend auch verwandelt und wiederverwertet.
Karl-Siegbert Rehberg, Franziska Kunz und Tino Schlinzing (Hg.): PEGIDA
Die medialen Debatten um die Vergewaltigung und Tötung einer Freiburger Studentin im Oktober – mutmaßlich durch einen aus Afghanistan geflohenen Jugendlichen – offenbarten einmal mehr die extreme Verrohung des hiesigen politischen Diskurses. Das Verhalten ihrer Eltern wird von einem AfD-Politiker als »pathologische Realitätsverweigerung« bezeichnet, im Netz schaukeln sich die HetzerInnen gegenseitig hoch und die Tagesschau sah sich gezwungen, sich dafür zu rechtfertigen, weshalb sie nicht sofort über die Festnahme des Verdächtigen berichtet hatte.
Julian Bruns, Kathrin Glösel und Natascha Strobl: Die Idenditären
Spätestens nachdem einige junge Männer im August 2016 auf das Brandenburger Tor stiegen, um dort eine Fahne mit dem Zeichen der »Identitären Bewegung« zu schwingen, ist diese ins Bewusstsein der deutschen Öffentlichkeit gerückt. Seit kurz darauf einige ihrer Mitglieder eine Veranstaltung mit Jakob Augstein und Margot Käßmann störten und »Heuchler« skandierten, berichten sämtliche Medien über sie. Diesen fällt es aber offensichtlich schwer, die »Identitären« einzuordnen.
Thomas Konicz: Kapitalkollaps
Patrick Helber: Dancehall und Homophobie
David Kunzle: Chesucristo
In seinem illustrierten Band Chesucristo wirft der marxistisch-sozialgeschichtlich orientierte Kunsthistoriker David Kunzle einen ausführlichen Blick auf die erinnerungspolitische und popkulturelle Hagiographie zweier Männer, die weitaus mehr verbindet als zunächst gedacht.
Einhard Schmidt-Kallert: Magnet Stadt – Urbanisierung im Globalen Süden.
Seit 2007 leben mehr Menschen in Städten als auf dem Land, Tendenz steigend. Einhard Schmidt-Kallert fragt sich in seinem Buch Magnet Stadt – Urbanisierung im Globalen Süden unter anderem, ob dies einen Wendepunkt in der Menschheitsgeschichte markiert.
Dima Zito/ Ernest Martin: Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen
Traumatisierte Flüchtlinge begleiten
Netzwerk entwicklungspolitischer Fachleute (Hg.): Dilemmata der Entwicklungspolitik
Im heiklen Terrain der Entwicklungspolitik
Dominic Johnson / Simone Schlindwein / Bianca Schmolze: Tatort Kongo – Prozess in Deutschland
Es gibt Sachbücher, die sich wie Krimis lesen. Die von Dominic Johnson, Simone Schlindwein und Bianca Schmolze vorgelegte Schilderung der Verbrechen der ruandischen Miliz FDLR (Demokratische Kräfte zur Befreiung Ruandas) im Ostkongo ist von dieser Sorte.
Renate Sova / Ursula Sova / Folgert Duit (Hg.): Dorthin kann ich nicht zurück
Flüchtlinge erzählen vom Kommen und Bleiben.
Peo Hansen / Stefan Jonsson: Eurafrika
»Eurafrika« war von Anbeginn ein Projekt ohne Beteiligung von AfrikanerInnen – und auch deshalb zum Scheitern verurteilt.