Eva Gutensohn
Eva Gutensohn ist Musikredakteurin bei Radio Dreyeckland und koordiniert seit vielen Jahren die Sendung La Radio - das autonome queere und feministische Radio auf der Frequenz von Radio Dreyeckland. Als Hörfunkjournalistin produziert sie Feature für SWR und DRadio sowie regelmäßig Beiträge für den südnordfunk, die iz3w Magazinsendung.
Veröffentlichungen:
Den Hass überwinden
Der Parents Circle bringt seit fast dreißig Jahren israelische und palästinensische Familien zusammen, die durch den Nahostkonflikt Angehörige verloren haben. Drei Mitglieder erzählen von persönlichem Verlust, von der Arbeit an Schulen und in Dialoggruppen sowie von Vergebung als innerem Befreiungsakt.
All Eyes on Iran!
Samira Bazmara ordnet feministischen Widerstand in Iran historisch ein und zeigt, dass er bis 1905 zurückreicht. Panjan schildert, was es bedeutet, als junge Frau auf den Straßen Teherans zu protestieren. Und Felicia Fehlberg analysiert, wie Protest-Songs nicht Begleitprogramm, sondern Kern der Bewegung sind.
Von »Glory to Hong Kong« bis K-Pop-Lightsticks
Am Beispiel der Proteste gegen das Auslieferungsgesetz in Hongkong, der Sunflower-Bewegung in Taiwan und den jüngsten Demos in Südkorea erläutern Miriam Bartolozzi und Phuk Nguyen, wie Protestmusik kollektive Identität formt, emotionale Solidarität schafft und vergangene mit gegenwärtigen Kämpfen verbindet.
»Junge Menschen haben die Dysfunktionalität ihrer Regierungen satt«
Sarah Weiß erklärt im Interview, warum weltweit vor allem junge Menschen aus der Generation Z durch Protestbewegungen gesellschaftlichen Wandel vorantreiben, wie soziale Medien die Mobilisierung erleichtern und weshalb Europa von den Strategien dieser Bewegungen im Umgang mit Repression lernen sollte.
Diskriminiert trotz Gleichberechtigung
Der Widerstand gegen den japanischen Faschismus und später gegen die Briten im heutigen Malaysia und Singapur hat Agnes Khoo in einem beeindruckenden Oral-History Werk dokumentiert und gewährt im Interview Einblicke in diese Arbeit.
»Eine Revolution wie diese findet nicht alle Jahre statt.«
Rückblick auf die Revolte in Bangladesch: Wie wird der Neuanfang nach dem Sturz der Hasina-Regierung durch die studentische Bewegung bewertet? Interview mit Azaher Uddin.
»Der Schwächere gibt nach«
Kolumbianische Migrant*innen wurden Anfang 2025 von US-Militärmaschinen in ihre Heimatländer ausgeflogen. Als der Präsident Gustavo Petro zwei Abschiebemaschinen die Landung verweigerte, löste er damit eine kurze, aber heftige diplomatische Krise zwischen Kolumbien und den USA aus.
Vom Regen in die Traufe?
Der Sturz Assads in Syrien ist für viele ein Grund zur Freude. Doch gerade Kurd*innen schauen besorgt auf die neue islamistische Führung.
»Es gibt das Bild nach außen, dass hier gewalttätige Zombies wohnen«
Die Stadt Ciudad Juárez wird in den Medien gerne auf Drogenkartelle, Armut und Femizide reduziert. Es gibt aber auch gute Seiten, so die Journalistin Kathrin Zeiske.
»Ich halte meine Brust hin und du schießt?«
Die ursprünglich studentischen Proteste haben die autoritäre Despotin Hasani nach einem heftigen Sommer mit vielen Toten vorerst bezwungen. Der Weg scheint frei für eine demokratische Regierung. Was bedeutet der Umsturz für das Land? Dazu im Interview der Migrationsforscher Anas Ansar.
»Die Kolonisierung begann über die Flüsse«
Aktivistische Kämpfe ums Wasser in Lateinamerika: Welche politisch-juristischen, sozialen oder gar spirituelle Motivationen stecken in der Idee, einen Fluss als »Wesen« und Rechtssubjekt zu betrachten? Der südnordfunk fragte die Juristin Ximena González.
»Wenn die Generation Z ein bisschen älter ist, muss der Staat gehen«
Als LGBTIQA Person in Iran zu leben ist hart. Doch gerade die jüngere Generation ist es satt, sich vor dem Regime zu verstecken und begehrt stattdessen auf. Die Queerfeministin, Aktivistin und Autorin Mina Khani im Interview mit dem südnordfunk
»Es gibt kein grünes Klima in Europa ohne Afrika«
Dass der Klimawandel von der Genfer Konvention bisher nicht als Fluchgrund anerkannt wird, liegt unter anderem daran, dass zu wenige Vertreter*innen aus dem Globalen Süden an den Verhandlungstischen sitzen. Das muss sich ändern, so eine der vielen Forderungen der Eine-Welt-Promotorin Sylivia Holzhäuer-Ruprecht.
Die »Indische Nina Hagen«?
Sie mischt traditionelle Folkmusik mit psychedelischen Klängen, Krautrock und Electronics und transportiert so die typisch indische Musikkultur in die Welt. In ihren Lyrics setzt Tritha Sinha starke Klänge gegen Korruption, Patriarchat und Umweltzerstörung.
»Die Wut wird nicht weggehen«
Knapp ein Jahr nach dem Beginn des Aufstands in Iran protestieren die Menschen dort weiter, doch die internationale Aufmerksamkeit schwinde. Gilda Sahebi spricht über die aktuelle Lage in Iran.
»Mehr als achtzig Prozent der Menschen sind gegen das Regime«
Gilda Sahebi schaut aus feministischer Perspektive auf die lange Geschichte der gewaltvollen Unterdrückung im Iran
»Vivas nos queremos«
Angelica Angélica Cruz über ihren Film VIVAS und den erstarkenden Kampf der Frauen*, Femiziden in Mexiko endlich ein Ende zu setzen.
Vom Kampf um Land und Rechte - Indigene Frauen in Süd-Mexiko
In Süd-Mexiko kämpfen Frauen* Seite an Seite mit der Landrechtsbewegung um ein autonom bestimmtes Leben vor Ort, für Landrechte und gegen Femizide und Gewalt.