Joachim Zeller
ist Historiker und Autor.
Veröffentlichungen:
Koloniale Spuren im Nordwesten
Der Sammelband beleuchtet koloniale Verflechtungen in Niedersachsen und Bremen – von Versklavungshandel bis Erinnerungskultur. Die Rezension beleuchtet nicht nur Stärken sondern auch die Lücken des Bandes.
Porträt eines weiten Landes
Henning Melber hat eine neue Geschichte Namibias geschrieben. Er schlägt den Bogen von den vorkolonialen Migrationsbewegungen über die Kolonie »Deutsch-Südwestafrika« bis zum Dekolonisierungsprozess und die Gegenwart.
»Dekolonisation der Kolonisierer«
In Ina Voshages Studie über postkoloniale Stadtrundgänge in Deutschland geht es um die Inhalte und Motivation dieser. Dabei fügt sie sozialgeographische Perspektiven hinzu und knüpft an postkoloniale Theorien an.
Diebstahl eines Mahnmals zur Afrika-Konferenz in Berlin
Die Gedenktafel zur Afrika-Konferenz von 1884/85 in Berlin-Mitte ist verschwunden. Der Verein Afrika-Forum e.V. spricht von einer schmerzlichen Lücke im öffentlichen Gedächtnis. War es Metalldiebstahl – oder ein politisches Signal?
Dänemarks koloniales Erbe
Der Sammelband »Dänemark als globaler Akteur. 17.-20. Jahrhundert« gewährt einen Überblick über dänischen Kolonialismus, koloniale Strukturen und Handlungsmuster - und fragt nach dem heutigen Umgang mit diesem Erbe.
Eine Chagga-Delegation besucht 1889 Berlin
Im Jahr 1889 kam eine Chagga-Delegation des Mangi Rindi aus Moshi nach Berlin. Die Chagga im heutigen Tansania und die Deutschen verbindet eine verflochtene, in Vergessenheit geratene Geschichte. Wie wurden sie empfangen?
»Unsere schwarzen Landsleute«?
1886 erregten drei der wenigen bei der deutschen Marine tätigen Matrosen aus Kamerun mediale Aufmerksamkeit. In den Quellen spiegelt sich ihre Exotisierung wieder. Ihnen wird mit einer Mischung aus Faszination und Abwehr begegnet.
Verstrickte Schicksale
Der Comicband »Episodes from a Colonial Present« hält uns vor Augen, wie die kolonialen Vergangenheit mit unserem heutigen Alltag zusammenhängt.
Exotisiert und ausgestellt
Rea Brändle schildert die Geschichte der kolonialistischen Völkerschauen in Europa.
In »erheblichem Maße Vorschub geleistet«
Das Haus Hohenzollern hat nicht zuletzt mit dem Kaiser Wilhelm II. den deutschen Kolonialismus geprägt. Aber zuletzt forderte die Familie Entschädigungen von der Bundesrepublik Deutschland für 1945 erfolgte Enteignungen.
Das Tor zur Welt
Der Sammelband Hamburg: Tor zur kolonialen Welt gibt Einblicke in die koloniale Vergangenheit der Hansestadt. Die Beiträge der dreißig Autor*innen behandeln aufgeteilt in fünf Kapitel Erinnerungsorte aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Migration und Denkmäler. Herausragend sind die Aufsätze über die Institutionen der Kolonialwirtschaft, zu denen bisher kaum geforscht wurde.