Jürgen Schübelin
Jürgen Schübelin ist Sozialwissenschaftler. 22 Jahre leitete er das Lateinamerika- und Karibik-Referat der Kindernothilfe und arbeitete nach dem Erdbeben 2010 in Port-au-Prince.
Veröffentlichungen:
»Einen Zauberstab gibt es nicht«
Im Stadtteil La Victoria in der Hauptstadt Santiago de Chile kommt es zu einer schrecklichen Gewalttat. Alles deutet auf Bandengewalt hin, welche sich in Chiles Städten und vor allem in Armenvierteln ausbreitet. Doch die Bewohner*innen holen sich Straßen und Plätze zurück.
Staatsversagen als Abschreckung
Inside Moria zeigt die Armut und das Elend Geflüchteter im Lager Moria auf Lesbos durch die Perspektive einer Psychologin. Die Fluchtgeschichte und das Leben im Lager werden durch Notizen, Tagebucheinträge und Interviews ergänzt
»Es geht nicht nur um Beutezüge«
Wenn die Krise zur Katastrophe wird: Wer über die Vielfachkrise reden will, darf von den Krisenstaaten und Bandengewalt wie etwa in Haiti nicht schweigen. Wir sprachen darüber mit der Frauen- und Kinderrechts-Aktivistin Caridade Valcourt.
»Nichts gewonnen und nicht alles verloren«
In Chile wurde ein rechtskonservativer Entwurf einer neuen Verfassung abgelehnt. Zuvor war ein links-progressiver abgelehnt worden. Claudia Vera von der Fundación ANIDE in Santiago beantwortet dazu einige Fragen.
Befreier und Despot
Die differenzierte Biografie Bolívars von Norbert Rehrmann von 2009 wurde neu aufgelegt. Rehrmann schafft es darin den Unabhängigkeitskämpfer weder verklärt noch überkritisch darzustellen. Es ist die Balance, die diese Biografie ausmacht.
»Die Menschen mussten sich selbst helfen«
Seit 25 Jahren arbeiten Ulrike und Reinhard Schaller im Berufsschulzentrum Centre de Développment Côte Sud Haïti. Die Terrorherrschaft der Gangs vor allem in der Hauptstadt Port-au-Prince wirken sich immer weiter auf das Leben im ländlichen Südwesten von Haiti aus. Interview von Jürgen Schübelin.
»Das Leid der Kinder wurde kaum wahrgenommen«
Am 11. September jährte sich der brutale Putsch des Militärs in Chile zum 50. Mal. Die Aufarbeitung der Gewalttaten gegen Kinder und Jugendliche steht erst am Anfang. Interview mit Claudia Vera und José Horacio Wood.
»Wir wollen, dass ihr uns seht!«
Arbeitende Kinder und Jugendlichen aus Lateinamerika (MOLACNNATs) veranstalteten in Lima ein Treffen über Kinderarbeit. Ein Interview mit Yita Llanos Inostroza und Ivanea Gutierréz.
Entwicklung selbstbestimmt
Wann sind Entwicklungsprozesse erfolgreich und marginalisierte Gruppen finden einen Weg aus der Armut? Meera Tiwari räumt mit beliebten Konzepten der Entwicklungspolitik auf und meint: Entscheidend ist die Selbstbestimmung.
Vom Kinderarbeiter zum Kultpräsidenten
Mit seinem Buch »Luiz Inácio Lula da Silva – Eine politische Biografie« spürt der Brasilienkenner Andreas Nöthen dem Lebensweg einer der ungewöhnlichsten politischen Persönlichkeiten Lateinamerikas nach und schenkt Lula dabei überhaupt nichts.
Im Würgegriff
Ganze Regionen fallen in Haiti der Bandenherrschaft anheim. Dabei hat das Land ohnehin mehr als genug Probleme. Schon der Weg zum Lebensmittelhändler kann gefährlich sein.
Engagement bis zum Lebensende
Die Autorin lässt die Leser*innen an den Lernerfahrungen ihres eigenen, jahrzehntelangen Engagements in Lateinamerika sowie an den Entwicklungen und Fortschritten von fünfzig Jahren Forschung auf dem Feld der sozialen Gerontologie teilhaben.
»Das ist ein richtiger Knochenjob«
Die Corona-Pandemie führt zu einem Anstieg der Kinderarbeit, in der Regel informelle Arbeit. Unter ausbeuterischen, gefährlichen Bedingungen arbeiten nun 160 Millionen Kinder. Acht Kinder schildern, wie sie ihren Alltag erleben.