Martina Backes
ist Redakteurin im iz3w und schreibt zu Tourismus, Klimakrise, Entwicklungspolitik, Agrarthemen, Ernährungs(un)sicherheit im internationalen Kontext und aus der Region Ostafrika.
Veröffentlichungen:
Strahlenopfer
Beim Gedenken an die eine historische Atomkatastrophe wird leicht vergessen: Nukleartests, Uranabbau und Endlagerdesaster sorgen für heutige und künftige Strahlenopfer, atomare Ambitionen befeuern den Langzeitgau.
»Wenn sich das Meer erwärmt, ist der Fisch giftig«
Für die Inselrepublik Fidschi sieht Vani Catanasiga, Geschäftsführerin der NGO Fiji Council of Social Services (FCOSS), neben Misserfolgen auch kleine Fortschritte – und eine große Verantwortung.
Tourismus und Klassenfrage
Reisen gilt als Freiheit und Erholung – doch Tourismus war immer eine Klassenfrage, verbunden mit sozialer Ungleicheit. Der Artikel analysiert Luxus, Massentourismus und koloniale Kontinuitäten. Warum realisieren sich Urlaubsprivilegien immer auch auf Kosten anderer?
Ein missglückter Deal ...
Es fing an mit dem goldenen Visum. Investorenkapital zieht in den historischen Stadtkern von Lissabon. Es folgt der Tourismus, während der Leerstand an Wohnungen steigt. Der Kapitalboom hat dem Stadtbild Lissabons und vielen Einwohner*innen geschadet.
»Città Futura«: Es war einmal ein italienisches Bergdorf
Riace, ein Bergdorf in Kalabrien, wird dank einer Kommunalpolitik der Zuwanderung erst zum Vorbild der Solidarity City Bewegung auf dem Lande, dann zum Ort mit Zukunft in einer strukturschwachen Region.
»Die Revolution ist nicht gescheitert, sie wird uns gestohlen«
Erst erkämpften zivile Kräfte im Sudan die Revolution. Dann kam der Krieg, dann ein Riss in der Berichterstattung und humanitären Hilfe. Der Film ist zu einem Zeugnis des blutigen Krieges geworden, der auf die Revolution folgte.
»Wir unterziehen diese Fälle einem Wahrheitstest«
2024 saß Indonesien auf der Anklagebank des Ständigen Völkertribunal PPT – wegen Landraub, gewaltsamer Unterdrückung, Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung in West Papua. Ein Kläger und eine Menschenrechtsaktivistin berichten.
Revolte statt Pastellrosa
Der Essayband Unlearn Patriarchy beleuchtet mit der zweiten Ausgabe intersektionale, feministische Aspekte rund um Care Arbeit, mentale Gesundheit und Gewalt. Die Themenvielfalt ist bereichernd für verschiedene Formen widerständigen Feminismus.
»Es ist nicht Aufgabe einzelner Journalist*innen, für »ihre« Pressefreiheit zu kämpfen«
Nur langsam erholt sich Burundi von den Folgen der Repression gegen Medien, die vor knapp zehn Jahren einen Höhepunkt erreichte. Journalist*innen mussten fliehen, Medienhäuser standen in Brand. Daniella Niteka von der Universität Burundi erläutert im südnordfunk die Lage.
»Der Kampf für Klimagerechtigkeit ist ein globaler Kampf«
Die Klimaaktivistin Hilda Nakabuye im Interview über Genderperspektiven auf die EACOP und Klimagerechtigkeit in Uganda
EACOP Schlagzeilen & Hintergründe | Teil 5
Schlagzeilen im Juli 2024 zur ostafrikanischen Rohölpipeline EACOP: Repression gegen Umweltaktivist | Festnahmen nach Protesten
Gut vernetzt
Uganda und Tansania haben mit dem Baustart zur Ostafrikanischen Rohölpipeline Fakten zur Förderung der Fossilindustrie geschaffen. Gleichzeitig wächst der internationale zivile Widerstand gegen die boomende Erdölförderung in Ostafrika.
EACOP: Mit Klimaklagen gegen die Fossilindustrie
Die Klage gegen EACOP vor dem Ostafrikanischen Gerichtshof ist eine von vielen Klima- und Umweltklagen mit dem Ziel, der Fossilindustrie in Afrika Einhalt zu gebieten.
EACOP Schlagzeilen & Hintergründe | Teil 4
Aktuelles rund um die Ostafrikanische Erdölpipeline EACOP: Mehr Artenvielfalt dank Ölförderung? TotalEnergies verspricht Umweltschutz als Kompensation
EACOP Schlagzeilen & Hintergründe | Teil 3
… rund um die East African Crude Oil Pipeline EACOP, das fossile Megaprojekt der Ostafrikanischen Rohölpipeline und zur fossilen Energiewirtschaft in Ostafrika
Schwarzes Gold aus Ostafrika
Im April ist offizieller Baustart einer Ölpipeline vom Albertsee in Uganda bis zum Indischen Ozean in Tansania. Die Regierung von Uganda erhofft sich davon den Aufstieg vom Agrarland zum Petro-State.
EACOP Schlagzeilen & Hintergründe | Teil 2
… rund um die East African Crude Oil Pipeline EACOP, das fossile Megaprojekt der Ostafrikanischen Rohölpipeline und zur fossilen Energiewirtschaft in Ostafrika
EACOP Schlagzeilen & Hintergründe | Teil 1
… rund um die East African Crude Oil Pipeline EACOP, das fossile Megaprojekt der Ostafrikanischen Rohölpipeline
»Die Gefahren folgen dir auf dem Fuß«
Mit Repression und Strafrechtsverschärfungen geht Uganda gegen Homosexuelle vor. Bei wiederholten Verstößen droht sogar die Todesstrafe. Der Jurist Sean Shibolo Awali, Gründer der ugandischen Organisation TRIUMPH, hält das für verfassungswidrig.
»Je mehr Grenzen man dichtmacht, desto mehr nehmen die klandestinen Reisen zu«
Als das Militär 2020 Präsident Keïta in Mali stürzte, wurde befürchtet, der Putsch könnte die gesamte Region destabilisieren. Damit stiegen die Gefahren entlang der Migrationsrouten. Anselm Rosette über die Lage der Migrant*innen in Gao.
Wenn das Meer kommt
Anlo Beach ist eine von vielen Fischergemeinden an der Westafrikanischen Küste, die vom Klimawandel betroffen sind. Im November 2021 wurden Häuser von einer Sturmflut weggespült.
Landkonflikte vorprogrammiert
Die Energiewende braucht »grünen« Strom: Biomasse ist ein begehrter Rohstoff, der häufig aus dem Globalen Süden stammt. Die Klimabilanzen der Biomasse sind häufig miserabel und es droht eine Verschärfung von Kämpfen um Land.
»Der Klimagipfel wird uns keinen seismischen, transformativen Systemwechsel bescheren«
Kumi Naidoo im Gespräch mit dem südnordfunk über politische Aktionskunst für eine breite Mobilisierung für Klimagerechtigkeit, über zivilen Ungehorsam und Kommunikationsdefizite der Klimabewegung. Zwei Jahre später sind seine Statements aktueller als je zuvor
Same procedure as every year?
Es fehlt ein Fahrplan für den Ausstieg aus fossilen Energien wie Gas, Kohle und Erdöl. Für Millionen Menschen bleibt die Klimakrise vor allem im Globalen Süden eine tödliche Gefahr. Was ist vom Klimagipfel zu erwarten?
Hitzige Klimadebatten: Was bringt’s?
Ende November startet die 28. Weltklimakonferenz. Was steht im Fokus der Verhandlungen? Ein Gespräch über wunde Punkte und wirksame Hebel für mehr Klimagerechtigkeit.
»Nicht nur das Wissen, auch die Strukturen dekolonisieren!«
Partnerschaften dekolonisieren lautete das Thema des SDG Hochschultages in Freiburg. Wie kann das gelingen? Denn Hürden für gleichberechtigte Nord-Süd-Partnerschaften sind strukturell im kolonialen Erbe verankert.
Pioneers of Change?
In der Region Tigray scheint das Recht auf geschlechtliche Gleichberechtigung auf dem Vormarsch. Schon seit den 1960ern kämpften hier viele Frauen für die TPLF. Sexismus existiert aber weiterhin in der äthiopischen Provinz, von der fehlenden Repräsentation in politischen Gremien bis zu sexualisierter Gewalt. Die gesellschaftliche Position ehemaliger Kämpferinnen ist prekär.
»Das Politische bestimmt mein Dasein«
In »Kein Kind von Nichts und Niemand« legt Aya Cissoko ihren eigenen Weg der Bewusstwerdung ihrer politischen Identität offen. Sie reflektiert auf einer familiären Spurensuche, wer sie ist und kommt zum Schluss: »Das Politische bestimmt mein Dasein«.
»Jetzt haben wir wie die Männer Gewehre«
In den 1980ern bot der Befreiungskampf in Tigray gegen das Derg Regime Frauen Gelegenheit, ihre aktive Rolle im bewaffneten Widerstand mit dem Streben nach Gleichberechtigung zu verbinden. Wie griff die TPLF im jüngsten Bürgerkrieg auf das Bild dieser Kämpferinnen zurück?
»Ihre Häuser wurden angezündet, ihr Eigentum wurde geplündert.«
In Ostafrika steht der Bau der längsten beheizten Ölpipeline der Welt in den Startlöchern. Klimaaktive Initiativen und Menschenrechtsverteidiger*innen wehren sich seit Jahren. Die Zeit drängt.
»Wir kannten 3.000 Reissorten«
Kein Essen, kein Treibstoff, ein kollabierendes Gesundheitssystem und eine galoppierende Inflation: Aktuell erlebt Sri Lanka die schlimmste Wirtschaftskrise seit seiner Unabhängigkeit 1948. Thilak Kariyawasam, Präsident der Lanka Bewegung für organischen Landbau (LOAM), erörtert die Fehler der Agrarpolitik.
Wenn das Meer kommt, das Salz und der Klimawandel
Der südnordfunk sprach mit Bewohner*innen der Gemeinde Anlo Beach einem Experten des Center for Coastal Management über Küstenerosion, Klimawandel und untätige Politik
Schwarzes Gold und der karibische Alptraum
Dank seiner intakten Primärwälder leistet Guyana einen enormen Beitrag zum Schutz des Weltklimas. Werden die Öl- und Gasvorkommen vor der Küste zutage gefördert, so könnte das Land zum größten Treibhausgasemittent weltweit werden.
Biodiversität: Bekommt die Natur ein Preisschild?
Planetarisches Versprechen trotz Uneinigkeit auf dem Gipfeltreffen über Biodiversität: Taugt das Abkommen zum Schutz der biologischen Vielfalt als Versicherung gegen den Klimawandel?
Die letzte Herberge
Der malische Regisseur Ousmane Samassékou und der inzwischen verstorbenen Leiter der Herberge, Eric Alain Kamdem, über Migration im Sahel und das Wegschauen der Migrationspolitik
Aufbrüche und Umbrüche
In ihrem autobiografische Roman gewährt Sisonke Msimang Einblicke in ihr Leben als Kind von Apartheidskämpfer*innen - ein Leben in ständigem Aufbruch. Allerdings: Es geht auch um Klassismus.
Tourismus zu den Gedenkstätten der Gräueltaten der Roten Khmer
Über die Killing-Fields Tour zu zwei Orten, an denen das Pol Pot Regime der Roten Khmer Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen hat.
Voyeurismus und Dark Tourism – was ist das eigentlich?
Orte, an denen Verbrechen verübt wurden oder Katastrophen eintraten, werden mehr und mehr zu touristischen Attraktionen. Was ist Dark Tourism – und warum wächst dieses Segment?
Im Futur gedacht
»Rafiki« ist ein Durchbruch, nachdem zuvor der Film »The Stories of our Lives« eines schwul-lesbischen Künstlerkollektivs in Kenia verboten worden war.