Peter Korig

beschäftigt sich unter anderem mit Geschichtspolitik in postsozialistischen Gesellschaften.

Veröffentlichungen:

In der Bauruine einer orthodoxen Kirche in Magdeburg prangt eine bunte Installation von Pussy Riot zum Punk-Gebet
Installation zum Punk-Gebet von Pussy Riot in der Bauruine einer orthodoxen Kirche in Magdeburg (2012) | Foto: ericzim CC BY-SA 2.0

Decolonize Osteuropa?

Kulturkämpfe bestimmen Politik im post­sowjetischen Raum: Konflikte um Gender, Nation und Geschichte verbinden sich mit Fragen von Dekolon­isierung und Identität.

In einem Gedenkraum sind Figuren angeordnet, die Soldaten der chinesichen Armee in einem Lagerhaus darstellen, seitlich betrachten Besucher*innen die Szene
Gedenkraum für die Verteidiger des Sihang Lagerhauses im Oktober 1937. Der Film »Achthundert« handelt ebenfalls davon | Foto: P. Korig

Kampf der Erinnerung in China

Im September 2025 präsentierte China in einer großen Militär­parade in Beijing nicht nur neue Waffen, sondern inszenierte auch seine Deutung des Zweiten Welt­kriegs als Grund­lage nationaler Stärke und steuert so bewusst die Erinnerungs­politik

Ehemalige Europol Zentrale in Den Haag mit orangenen Markisen vor den Fenstern.
Hinter den Markisen der ehemaligen Europol-Zentrale in Den Haag arbeiten seit 2016 die Kosovo Specialist Chambers die Kriegsverbrechen des Kosovokriegs auf. | Foto: Dennis HH (2010), gemeinfrei

Kriegsverbrecher vor dem hybriden Gericht

Die Kosovo Specialist Chambers wurden zwar zur Aufklärung von Kriegsverbrechen im Kosovokrieg geschaffen, haben allerdings bedeutende Mängel und sind geprägt von westlicher Arroganz.

Zu sehen ist ein Teil der Gedenkstätte für die Opfer des Holodomor in Kiew. Ein weißer Turm ragt in den bewölkten Himmel, an dessen unteren Teil eine Skulptur aus messingfarbenen Kranichen und Gittern montiert ist.
Gedenkstätte für die Opfer des Holodomor in Kiew (2016) | Hélène Veilleux | CC BY-NC-ND 2.0

Die Taten der Anderen

Nach­folge­staaten der ehe­maligen Sowjet­union erzählen ihre National­geschichte als Opfer­geschichte. Der Tat­bestand des Genozids bietet dafür einige Anknüpfungs­punkte.

Sitzender Buddha aus Fayaztepa - links und rechts von ihm zwei weitere Figuren
Sitzender Buddha aus Fayaztepa (Region Surchandarja/Usbekistan), vermutl. 2 Jh. n. Chr. | Foto: Ida Inverno

Museumsdiplomatie

Die Ausstellung »Archäolo­gische Schätze aus Usbekistan« in der Berliner James-Simon-Galerie gibt Auf­schluss über eine wenig bekannte Hoch­kultur – und über deutsche geo­politische Interessen.

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