Format:

Alle Beiträge zum Thema Nationalsozialismus

Erinnerung an den Chirurgen Rudolf Nissen

Strahlendes Leben in düsterer Ära

Aus der Reihe NS-Verfolgte in der Türkei: Rudolf Nissen war ein prägender Chirurg des 20. Jahrhunderts. Die NS-Verfolgung zwang ihn ins Exil. Er entwickelte neue Operations­techniken und prägte die medizinische Lehre auf drei Kontinenten

von Murat Küçük

Wandbild vom Gleichnis vom Schiff des Schiismus. In der Mitte sitzen der Prophet und sein Nachfolger Ali unter einem Baldachin, während Alis Söhne Hasan und Husain im Hintergrund stehen. 1530–35

Wie das Deutsche Reich und Iran Freunde wurden

1934/35 gelang die über­raschende Annäher­ung zwischen NS-Deutsch­land und Iran. Kulturelle Gesten (wie das Firdosi-Millennium) spielten dabei eine zentrale Rolle in der Diplomatie.

Grabstein mit der Aufschrift »Prof. Dr. Alfred Kantorowicz«

Zahn­medizin im Exil

Als Jude und SPD-Mitglied wurde Alfred Kantoro­wicz 1933 aus Bonn vertrieben. Im türkischen Exil reformierte er die Zahn­medizin grund­legend und prägte eine Gene­ration von Studie­renden – bevor er nach Deutsch­land zurückkehrte.

Berta Ottenstein im medizinischen Labor 1930. Sie trägt Brille und eine Laborkittel und hält eine Petrischale in der Hand.

Die jüdische Wissen­schaftlerin Berta Ottenstein im Exil

Die Derma­tolog­in Berta Otten­stein war eine wissen­schaft­liche Pionier­in, die vor dem NS-Regime fliehen musste. Ihr Weg führte sie von Frei­burg über Istan­bul bis in die USA – eine beein­druckende Bio­grafie zwischen Exil, Forschung und Eman­zipation.

Blick auf den Eingang der Universität in Istanbul, vor bewölktem Himmel

Jüdische und Anti-Nazi-Wissen­schaft­ler*innen im türkischen Exil

Jüdische und Anti-Nazi-Wissen­schaftler*innen flüchteten ins türkische Exil und wurden dort mit offenen Armen empfangen – sie prägten sowohl türkische Universi­täten als auch den Wieder­aufbau Deutsch­lands mit.

Die Schwarze Aktivistin Fasia Jansen im Regenmantel mit Akkordeon bei einer Friedensdemo in Bonn 1981

»The Rich Voice of Peace«

Fasia Jansen, Tochter eines liberian­ischen Konsuls, wird mit Musik zur Stimme des politischen Wider­stands. Geprägt vom Rassismus der NS-Zeit kämpfte sie weltweit mit Mut und Musik für Frauen­rechte, Solidarität und politische Gerechtig­keit.

Assumpta Mugiraneza hält einen Vortrag im Humboldt Forum

Verflochtene Erinner­ungen

Das Humboldt Forum in Berlin ist ein umstritt­ener Ort. Kann gerade hier die Erinn­erung an den Koloni­alismus und an die Shoah vermittelt werden?

Menschen mit zugeklebten Mündern, darüber: "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold" dazu: "Ist es gut?" "Ist es schlecht?"

»Es ist wichtig, nicht zu schweigen«

Was passierte mit Elisabeth Käse­mann? Und wer war Ellen Marx? Zwei Frauen, zwei Biografien, verbunden durch die argen­tinische Militär­dikatur. In „Schweigen“ erwachen sie erneut zum Leben.

Im Hungerstreik: Pepi Schopper, Brala Ernst, Wallani Georg, Romani Rose, Jakob Bamberger. Zentralrat Deutscher Sinti und Roma

»Um endlich gehört zu werden«

Diesen April jährt sich der Hunger­streik in der Gedenk­stätte des KZ Dachau zum 45. Mal. Zwölf Sinti hungerten für Wieder­gutmachung der erlittenen Gewalt im NS-Regime und Diskrimi­nierung in der BRD. Doch wie entstand diese Protest­form?

Unsere Inhalte sind werbefrei!

Wir machen seit Jahrzehnten unabhängigen Journalismus, kollektiv und kritisch. Unsere Autor*innen schreiben ohne Honorar. Hauptamtliche Redaktion, Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit halten den Laden am Laufen.

iz3w unterstützen